Lesetipps: Zwangsfilter im Betriebssystem, Tod eines Menschenfängers

Lesetipps: Lidl Pay - einfach mal umsonst einkaufen. Nachruf auf John McAfee - der Tod eines Menschenfängers. Neue Ideen braucht das Land. :D

Gefängnis, Korridor, Schlüssel
Bildquelle: albund

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unserer Tarnkappe.info-Lesetipps. Ein ganz großes Thema heute bei uns ist die neue Betrugsmasche mit „Lidl Pay„. Denn der bekannte Discounter hat anscheinend mehr als nur ein Riesen-Problem mit seinem digitalen Bezahlsystem. Neue Ideen braucht das Land. So oder so ähnlich denken unsere Politiker, wenn es um das Thema Jugendschutz im Internet geht. Aber sind vorinstallierte Zwangsfilter in Betriebssystemen auf unserem Rechner oder gar auf Smartphones wirklich die richtige Lösung?

Außerdem heute mit dabei: „Der Tod eines Menschenfängers“ – ein Nachruf auf den gestern verstorbenen John McAfee. Und nicht zu vergessen, Stefan und Sven sind mit einem neuen Zeroday-Podcast mit dabei. Es ist (leider) ihr letzter Podcast vor der Sommerpause.

Lesetipps: Lidl Pay – einfach mal umsonst einkaufen

Also diese Schlagzeile jetzt bitte nicht wörtlich nehmen. :D Denn klar, umsonst ist das Einkaufen bei Lidl auch mit der Lidl Pay-App nicht wirklich. Dabei sieht das in der von Lidl geschalteten Werbung doch so toll aus. :D

Tja, alles in einem Schritt. Aber nicht nur für die regulären Kunden dieses Discounters. Auch Betrüger haben anscheinend sehr schnell herausgefunden, wie man mit dieser „tollen“ App mal eben einkaufen gehen kann. Umsonst, versteht sich! Denn dank der fehlenden Kontoüberprüfung seitens der Supermarkt-Kette reicht es anscheinend, irgendein x-beliebiges Konto anzugeben. Betrug mit Lidl Pay: Warum Lidl sein mobiles Bezahlsystem nachbessern muss.

Spion, Zeitung, Überwachung, Pegasus Projekt

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Ein Nachruf auf John McAfee – der Tod eines Menschenfängers

John McAfee, der Yoga-Meister und Anti-Viren-Guru ist tot. Dabei war McAfee immer wieder für eine spannende Schlagzeile gut. Egal, ob mit der Flucht nach seiner Festnahme in der Karibik oder mit seiner Verhaftung in Spanien im Oktober 2020.

Nun soll er sich gestern in einer Gefängniszelle in Spanien das Leben genommen haben. Wer den Cybersecurity-Pionier kennt, dem fällt es schwer, sich mit dem „Selbstmord“ abzufinden. Erste Tweets von bekannten Persönlichkeiten wie Edward Snowden z. B. ließen entsprechend auch nicht lange auf sich warten.

Europa sollte diejenigen, die gewaltfreier Verbrechen beschuldigt werden, nicht an ein Gerichtssystem ausliefern, das so unfair – und ein Gefängnissystem so grausam – ist, dass bodenständige Angeklagte lieber sterben würden, als sich ihm zu unterwerfen. Julian Assange könnte der Nächste sein. Bis das System reformiert ist, sollte ein Moratorium bestehen bleiben.“ (Edward Snowden)

Hat sich der Pionier der Antiviren-Software wirklich selber das Leben genommen? Wir wissen es nicht. Was ich allerdings sicher weiß, ist, dass ich seine „Eskapaden“ vermissen werde. Es hat mir immer sehr viel Spaß gemacht, über ihn zu schreiben. Nachruf auf John McAfee: Tod eines Menschenfängers.

Lesetipps: 0d081 – Big Brother Awards 2021

Also eines muss man den Jungs ja lassen. Ausdauer haben die beiden Podcaster Stefan und Sven auf jeden Fall. Fast drei Stunden Zeit muss man mitbringen, möchte man sich ihren neuen Podcast von Anfang bis Ende anhören. Ob sich das lohnt, wollt ihr wissen? Also für mich auf jeden Fall, zumal es dieses Mal unter anderem um die Big Brother Awards 2021 geht.

Meine Damen und Herren,
kommen Sie näher, kommen Sie näher. Hören Sie heute exklusiv die Gala zur Preisverleihung der Big Brother Awards 2021. Nur heute und nur exklusiv für Sie beim Zeroday Podcast.“ (Stefan und Sven)

Tja, da bleibt nicht mehr viel zu sagen, außer den Moderatoren einen schönen und erholsamen „Urlaub“ zu wünschen. :D

Die üblichen Datenverluste, interessante News und die Gala für die Negativpreise, die niemand haben will, im letzten Zeroday-Podcast vor der Sommerpause: 0d081 – Big Brother Awards 2021. Wer diese Podcast-Reihe immer noch nicht kennen sollte, hier unser Interview mit Stefan und Sven.

Africrypt: 3,6 Milliarden Dollar in Bitcoin einfach weg

Kryptowährungsverbot, BitcoinDiese Schlagzeile hat es ganz schön in sich. Erst vor ein paar Tagen hatten wir hier bei uns eine sehr spannende Geschichte über Anlagebetrüger. Heute aber geht es in unseren Lesetipps um die südafrikanische Investment-Plattform Africrypt aus Kapstadt. Mit sage und schreibe 3,6 Milliarden Dollar in Bitcoin sollen sich die beiden Brüder Ameer und Raees Cajee abgesetzt haben.
Haben wir es hier mit dem größten Betrug in der Geschichte von Kryptowährungen zu tun? Die Ermittlungen laufen mittlerweile auf Hochtouren. Den um ihr Geld geprellten Anlegern bleibt allerdings nur abzuwarten und zu hoffen. Bitcoin für 3,6 Milliarden Dollar gestohlen! „Africrypt“ – der größte Krypto-Betrug aller Zeiten.

Realsatire von Subway: Thunfischbrötchen ohne Thunfisch

Im US-Bundesstaat Kalifornien wird die Schnellrestaurantkette Subway mit einer richtig bösen Sammelklage konfrontiert. Nachdem Ende Januar die Washington Post darüber berichtete hatte, schaute die New York Times (NYT) jetzt mal genauer nach. Und siehe da. In den Thunfisch-Sandwiches ist gar kein Thunfisch drin! Zwar versuchte im Vorfeld ein Unternehmens-Sprecher, die Vorwürfe der Klage zu zerstreuen. Doch die Probe aufs Exempel sprach dann eine ganz andere Sprache. Gut für die Fische, die nie gefangen wurden. Gut für den Beifang, den es nicht gab. Zudem spricht der ausführliche Test der NYT für richtig guten Journalismus. Doch das Resultat dürfte sich negativ auf das Image der rund 40.000 Subway-Filialen weltweit auswirken. Geprüft und durchgefallen – The Big Tuna Sandwich Mystery.

Lesetipps: Zwangsfilter im Betriebssystem – neue Ideen braucht das Land

Zum Abschluss unserer heutigen Lesetipps gibt es wieder einmal eine, wie ich finde, wichtige Schlagzeile zum #Nachdenken. Geht es nach einigen Politikern, sollen künftig in allen auf den deutschen Markt verfügbaren und dem Internet zugänglichen Betriebssystemen (Handy oder Rechner) vorinstallierte Altersbeschränkungen (Zwangsfilter) verbaut werden. Wenn man sich ein neues (internetfähiges) Produkt gekauft hat, müsste man demnach erst einmal nachweisen, dass man über 18 Jahre alt ist. Ansonsten bleiben gewisse Angebote im Internet für Dich gesperrt. Jugendschutz: Länder planen vorinstallierte Filter für Betriebssysteme.

So. Morgen ist die Woche rum. Und für heute war es das schon wieder mit unseren Lesetipps von Tarnkappe.info. Ich hoffe, ihr hattet auch heute wieder beim Lesen genauso viel Spaß, wie wir beim Schreiben. Die Story von den fischfreien Thuns hat Ghandy für euch festgehalten. Wie immer freuen wir uns auf zahlreiche Kommentare bei uns im Forum. Tja, wer mehr auf die flüchtige Kommunikation steht, alternativ in unserer Telegram-Gruppe. Egal wo, schaut doch einfach mal wieder bei uns rein! Euer Feedback ist uns immer sehr willkommen! Super wäre es, wenn ihr auch morgen wieder mit von der Partie seid.

Lesetipps: Täglich frische Tages-Infos in unserem Forum

LesetippsEinen Hinweis haben wir noch. Falls ihr euch für noch mehr tagesaktuelle Nachrichten interessiert, die nichts mit Daten- und Verbraucherschutz, IT-Sicherheit, Netzpolitik oder Urheberrecht zu tun haben, dann könnt ihr euch auch bei uns im Forum informieren. Unser Forenmitglied lilprof54 postet auf täglicher Basis seine Tages-Infos. Er freut sich mit Sicherheit über euren Besuch. :-)

Tarnkappe.info

Sunny schreibt seit 2019 für die Tarnkappe. Dort verfasst er die Lesetipps und berichtet am liebsten über Themen wie Datenschutz, Hacking und Sharehoster. Aber auch in unserer monatlichen Glosse und bei den Interviews ist er immer wieder anzutreffen.