Kim Dotcom mit neuem Video: Party, Luxus & Erfolg

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Anlässlich des vierjährigen „Jubiläums“ der Megaupload-Razzia hat Kim Dotcom sein neues Video „Good Life“ veröffentlicht. Er zeigt sich als DJ, Partyboy und Besitzer einer Superyacht und dem riesigen Anwesen im Norden Aucklands. Offenbar möchte er der Welt mit aller Gewalt zeigen, wie gut es ihm trotz seiner drohenden Auslieferung geht.

Kim Dotcom wartet derzeit auf den Ausgang seines Auslieferungsverfahrens in die USA, in erster Instanz hat sich das zuständige Gericht für seine Auslieferung ausgesprochen. In den USA warten zirka 20 Jahre Gefängnis auf ihn und die anderen Angeklagten. Die Anwälte werden alles tun, um das Verfahren so lange wie möglich hinaus zu zögern.


Trotzdem oder gerade deswegen versucht er nun mit seinem neuen Video jede Menge gute Laune zu verbreiten. Bei Twitter schreibt er (grob übersetzt):

Schaut her, ich war ein dickes Kind und habe die Schule und mein armes Elternhaus überlebt, um später meine Träume wahr werden zu lassen. Das könnt ihr auch.

Kim Dotcom befürchtet, sein neues Video könnte missverstanden werden. Ihm geht es vor allem darum, die Zuschauer zu motivieren, damit sie ihr gesamtes Potential freisetzen. Anschließend erinnert er an die Durchsuchung und Beschlagnahmung vor genau vier Jahren. Die Regierung der USA habe 200 Jobs vernichtet und die Dateien von über 100 Millionen Nutzern vom Netz genommen. Seine Familie habe man mit einer militanten Razzia terrorisiert, bei der schwer bewaffnete Polizisten in Begleitung von Hunden aufgetaucht seien. Das Ganze geschah nur aufgrund einer Urheberrechtsverletzung, beklagt sich Dotcom. Seitdem würden die Familienmitglieder unter den Folgen der Megaupload-Razzia leiden.

kim schmitz dotcom party

Hoch die Tassen! Dotcom in Sektlaune. Screenshot des Videos.

 

Doch trotz der bevorstehenden Auslieferung verbreitet der Megaupload-Gründer Hoffnung und versucht erneut Aufsehen zu erregen. „Party on!“ könnte man das Video ebenfalls bezeichnen. Es geht um nächtliche Feiern, teure Yachten, Edelkarossen und die Einrichtung der Villa, die Dotcom bis vor kurzem bewohnt hat. Seine Message lautet: „Schaut her, mir geht es (trotz allem) gut!“. Man wird sehen, wie sich seine Stimmung in den nächsten Monaten entwickeln wird. Von seinem ehemaligen Sharehoster Mega können sich alle Fans die hochauflösende 2 GB Version des Videos herunterladen. Der Rest schaut sich das Musikvideo einfach auf YouTube an. Wir erinnern uns: Zu Megaupload-Zeiten wollte Kim die Daten der Google-Tochter komplett auf die eigenen Server kopieren.

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

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16 Kommentare

  1. FairlyGodParent sagt:

    Party on – solange es noch geht!

    Der lässt sich die Henkersmahlzeit auf der Monsterparty schmecken.

    Hint: DotCom hat nichts, aber auch gar nichts mehr zu verlieren. Das Ende der Auslieferungsschlacht war einfach absehbar. Aber ich glaube die U.S.A. werden auch nicht mehr so lange Spass an Ihm haben, sondern eher eine hübsche Stange Geld für die medizinische Versorgung hinlegen.

    Der Sturz von Dotcom war aber sehr heilsam für die Warez-Scene

  2. Sternenflüsterer sagt:

    Man kann von diesem Mann halten was man möchte, ich halte mich eher in der neutralen Zone auf. Es ist ja nur eine Frage der Zeit, was die Auslieferung betrifft, denn diese wird garantiert kommen, da brauch man gar nicht erst über ein „ob“ nachdenken, es wird passieren.
    Und was dann passieren wird, kann ich mir auch denken. Es wird bestimmt eine Art Exempel statuiert werden an ihm, ergo wahrscheinlich die Höchststrafe von den hier genannten 20 Jahren (was auch immer er angestellt hat, ich verfolge das Geschehen um ihn herum nicht). Das wird so kommen, medial effektiv in Szene gesetzt um die anderen zu verängstigen. Was hat der Kerl denn bitte so schlimmes getan,. dass ihm 20 Jahre winken? Wenn es wirklich „nur“ um Urheberrechtsverletzungen geht fände ich die Strafe mal absolut ungerechtfertigt.

  3. anonymous sagt:

    Möchtegern-Kiddie-Hacker beschimpfen ihn seit jeher wüst im Internet.

    • kleiner Spinner sagt:

      Was ist ein Möchtegern-Kiddie-Hacker?
      Jemand der gerne kleine Kinder mit dem Hackebeil zerkleinern würde es sich in der Endkonsequenz (zum Glück) nicht traut? Und warum beschimpft so jemand Dotcom im Internet?

      .-) Kleiner Scherz

  4. blah sagt:

    Kommt morgen eine Meldung „Neuer Tweet von Kim Dotcom“?

    Lars, das ist nicht wirklich intressant was der adipöse Kieler da in NZL macht. Klar, irgendwas musst du auch schreiben, aber Kimble ist mittlerweile einfach nur noch langweilig.

  5. atze sagt:

    Hartmut da spricht wohl der Neid ? Wo muss er sich denn verstecken oder Angst haben in Knast zu wandern ?
    Er lebt sein Leben welches er sich selbst zurecht gearbeitet hat.
    Diskriminierst du ihn weil er die Möglichkeit gegeben hat das ihr kostenlos music ziehen durftet?
    Sorry aber die ach so „armen“ Sänger werden schon drüberwegkommen ;)
    Du hast doch gar keine Ahnung vom Business und wirst wahrscheinlich arm sterben ;)

    Kim mein Freund zieh durch du weist bescheid ;)

  6. Hartmut sagt:

    „…..armes Elternhaus überlebt, um später meine Träume wahr werden zu lassen……“

    Aha, das ist also ein traumerfüllendes, lebenswertes und gutes Leben, wenn man alles daran setzt sich ständig mit den Behörden anzulegen, um letztlich im Gefängnis zu enden? Geld zu generieren, um es später an seinen Anwälten weiterzugeben? Und schlussendlich noch behaupten, dass man im RECHT sei und all die Anderen, die Bösen sind?!
    Das hat weder was mit geordeneten Lebensverhältnissen noch mit einem gesundem Selbstbewusstsein zu tun. Das ist absoluter Realitätverlust, in Reinform!

    Naja, da kann man nur hoffen, dass er sich an den Song, Don’t Worry Be Happy, erinnert, wenn er zukünftig seine „Einheitskleidung“ über die Theke geschoben bekommt. Ob der dann aber 20 Jahre lang für Fröhlichkeit sorgt, darf bezweifelt werden. ;-)

  7. Feinkostgewölbe sagt:

    So ist er halt Wein Weib und Gesang. ..? zum Video richtig fetter track …

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