Interview mit Perfect Privacy: bitte Fragen einreichen!

Article by · 22. Februar 2015 ·

Interview mit Perfect Privacy im Anmarsch. Liebe Community von Tarnkappe.info: Wir möchten Euch an dieser Stelle mal wieder aktiv ins Geschehen einbinden. Wir rufen Euch dazu auf, hier im Kommentarbereich Fragen für ein Interview mit den Betreibern des Anonymisierungs-Dienstes Perfect Privacy zu hinterlassen.

Das bislang erste und letzte Interview mit den Betreibern wurde Weihnachten 2009 veröffentlicht. Robert M. hat sich damals sehr ausführlich bei gulli.com über Perfect Privacy (PP) ausgelassen. Das nächste mal würde ich aber gerne deutlich mehr Rückfragen stellen.

Robert M. ist nach Angaben der Betreiber nicht mehr an diesem Projekt beteiligt. Er und seine Mitstreiter flogen damals sogar aus den Räumlichkeiten des CCC-nahen Vereins Attraktor e.V. Im Juli 2012 gab der Vorstand von Attraktor bekannt, man habe nie „rechtes Gedankengut toleriert oder unterstützt“. Im Vorfeld hatte sich der CCC vom (damals neu und ohne Gegenstimme gewählten) Vorstand dieses gemeinnützigen Vereins distanziert. In den von „Attraktor“ angemieteten Räumen war der CCC Hamburg e. V. untergebracht, weswegen die gemeinsame Nutzung der Räumlichkeiten kurzfristig beendet wurde.

Doch wir sollten uns bitte nicht ausschließlich mit dieser Problematik beschäftigen. Mich persönlich würde beispielsweise interessieren, wie die Betreiber es hinbekommen wollen, das überhaupt keine Daten der PP-Nutzer gespeichert werden. Rein technisch gesehen ist das schier unmöglich.

Perfect Privacy: Deadline für Fragen endet am 8. März 2015

Spannend wäre auch: Was ist das überhaupt für eine Organisation? Wo sitzen die? Wie viele Personen sind jetzt daran beteiligt? In welchem Land wird die technische Infrastruktur gewartet? Welche rechtlichen Konsequenzen hat dies für Nutzer als auch Betreiber? Für welche Zwecke ist dieser VPN bzw. Proxy geeignet? Unterstützt man mit diesem Angebot nicht auch das Treiben von kriminellen Hackern? Was geschieht bei Anfragen von Behörden oder von Geheimdiensten? Womit wird eigentlich der hohe Preis von Perfect Privacy gerechtfertigt? Ist dieser Dienst wirklich sicher? Und wenn ja, warum ist er sicherer als die Angebote der Konkurrenz? Wäre ein oft genutzter VPN nicht auch ein idealer Honeypot für Ermittlungsbehörden und/oder Geheimdienste!? Die Betreiber können ja im Detail sehen, was die Anwender im Internet getrieben haben.

 

 

Was fällt Euch bei dem Thema ein? Was würdet ihr sie gerne fragen? Ihr habt jetzt einschließlich bis zum 8.3. Zeit, Euch gute Fragen einfallen zu lassen. Als Vorlage verweise ich nochmals auf das Interview von Dezember 2009.

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