Heroin-Bestellung im Darknet endet für Welser im Gefängnis

Nachdem ein Welser Heroin, Kokain und Amphetamine im Wert von mehreren Tausend Euro im Darknet bestellt hat, sitzt er nun im Gefängnis.

Heroin, US-Dollar
Bildquelle: YuliyaM

Einem Welser wird vorgeworfen, Suchtmittel, wie Methamphetamin, Kokain und Heroin, in großer Menge über das Darknet bestellt und dann in das oberösterreichische Bundesgebiet eingeführt zu haben. Über Antrag der Staatsanwaltschaft Wels hat man den 43-Jährigen infolge festgenommen. Er wurde in der Justizanstalt Wels untergebracht. Bei einer Einvernahme zeigte sich der Beschuldigte nicht geständig, informiert die Landespolizeidirektion (LPD) Oberösterreich in einer Pressemitteilung.

Umfangreiche Ermittlungen der Kriminalpolizei Wels führten zur Ergreifung eines 43-Jährigen mutmaßlichen Drogendealers. Es gelang den Ermittlern, drei Postpakete abzufangen. Diese hatten knapp 50 Gramm Methamphetamin, rund 300 Gramm Kokain und zudem etwa 550 Gramm Heroin zum Inhalt. Die Polizei geht davon aus, dass dem Verdächtigen bereits im vergangenen Jahr 26 Drogenpakete mit ähnlichem Inhalt zugestellt worden waren. Bei dem Paket-Absender soll es sich um einen Darknet-Verkäufer aus den Niederlanden handeln. Gegen den Verkäufer ermittelt die Aachener Polizei.

Falschgeld

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Heroin fand sich auch bei der Hausdurchsuchung

Während einer darauffolgend angeordneten Hausdurchsuchung beschlagnahmten die Beamten weitere 25 Gramm Kokain. Zudem 100 Gramm Heroin sowie Streckmittel und Utensilien zur Herstellung der Endprodukte. Ferner fand sich ein Schrottgewehr samt diverser Munition, trotz eines bestehenden Waffenverbots. Eine Auswertung der gleichfalls sichergestellten IT-Beweismittel ergab, dass sich seit Anfang 2020 auf drei vorgefundenen Krypto-Wallets des Mannes eine Geldsumme im sechsstelligen Eurobereich angesammelt habe.

Weitere Festnahmen in Niederösterreich und Wien

Ein weiterer größerer Schlag gegen die Suchtmittelkriminalität ist der Polizei gleichfalls in Niederösterreich gelungen. Nach neun Monaten intensiven Ermittlungen der Suchtmittelgruppe Baden nahmen die Beamten zehn Männer in Gewahrsam. Ihnen wird vorgeworfen, Drogen im Straßenverkaufswert von 300.000 bis 440.000 Euro in Niederösterreich und Wien in Umlauf gebracht zu haben. So sollen die Männer 14 Kilo Cannabiskraut, 2,3 Kilo Kokain, 7,5 Kilo Amphetamin und 1,5 Kilo MDMA sowie rund 1.000 Ecstasy-Tabletten und zwei Kilogramm Ketamin an den Mann gebracht haben.

Bei 13 Hausdurchsuchungen stellten die Beamten unter anderem 3.223 Gramm Cannabiskraut, 185 Gramm Kokain, 2.033 Gramm Amphetamin sowie etwa 58.000 Euro in bar sicher. Zudem beschlagnahmte man 746 Gramm MDMA, 274 Ecstasy-Tabletten, 26 LSD-Trips, 14 Gramm Crystal Meth, 15 Gramm der sogenannten Magic Mushrooms, 18 Gramm Ketamin und 40 Cannabispflanzen.

Tarnkappe.info

Antonia ist bereits seit Januar 2016 Autorin bei der Tarnkappe. Eingestiegen ist sie zunächst mit Buch-Rezensionen. Inzwischen schreibt sie bevorzugt über juristische Themen, wie P2P-Fälle, sie greift aber auch andere Netzthemen, wie Cybercrime, auf. Ihre Interessen beziehen sich hauptsächlich auf Literatur.