Hansa Market: Ermittler nehmen weiteren Darknet-Marktplatz vom Netz

Laut einer Pressemitteilung von Europol vom 20.07.2017 haben Monate der Vorbereitung und Koordination nun Ergebnisse gezeigt, die beiden Darknet-Märkte AlphaBay und Hansa wären nun für immer vom Netz genommen. Zwei bedeutende Strafverfolgungsmaßnahmen, die unter Beteiligung des Federal Bureau of Investigation (FBI), der US Drug Enforcement Agency (DEA), der Dutch National Police und mit Unterstützung von Europol durchgeführt wurden.

Hansa Market warb damit, extrem sicher zu sein. Man behauptete, es gäbe keine Möglichkeit, dass jemand mit den Bitcoins der Kunden wegläuft – weder Verkäufer noch die Website selbst und er wäre grundsätzlich immun gegen Exit-Scam. Man wollte sich von den anderen Marktplätzen durch ein “vertrauenswürdiges Zahlungssystem” abheben. Die Produktpalette war vielfältig. Zum Portfolio gehörten Drogen genauso, wie verschreibungspflichtige Medikamente, Tutorials für Cyberkriminelle, anonyme Hostingdienste, Falschgeld, gefälschte Pässe, gehackte Kreditkartendaten und zudem Waffen. Ein “einfach zu bedienendes Zahlungssystem und ein einladendes Layout” sollte viele Kunden anlocken.

Das Konzept ist demnach aufgegangen: Hansa Market war nach Europol-Angaben der drittgrößte Untergrund-Marktplatz. Drogenhandel soll dort in ähnlicher Größenordnung betrieben worden sein wie bei AlphaBay. Die zwei Hansa-Administratoren wurden in Deutschland festgenommen, Server in den Niederlanden, Deutschland und Litauen beschlagnahmt.

Hansa Market ist am Donnerstag (20.07.2017) offline gegangen. Zuvor sicherte sich die niederländische Polizei noch “wertvolle Informationen” über “hochrangige Ziele” und Lieferadressen für eine größere Zahl von Bestellungen. 10.000 Adressen ausländischer Hansa-Kunden seien dabei an Europol weitergegeben worden und werden nun für weitere Ermittlungen ausgewertet.

Die niederländische Polizei hat auf der ehemaligen Hansa-Seite einen Hinweis geschaltet, laut dem die Seite der Polizei bereits seit dem 20. Juni als Honeypot diente, wobei der Code so verändert wurde, dass man in der Lage war, Passwörter mitzuschneiden, die den Strafverfolgern helfen könnten auch Nutzer des Marktplatzes zu identifizieren und die Überwachung der kriminellen Aktivitäten auf der Plattform zu erleichtern. Das Vorgehen war Teil der sogenannten “Operation Bayonet”, zu der auch das Zerschlagen von AlphaBay gehörte.

Was diese gemeinsam durchgeführte Aktion so besonders machte, war die Strategie, die von allen Beteiligten gemeinsam entwickelt wurde: Zuerst wurde Alphabay vom Netz genommen. Die meisten der dortigen Nutzer suchten sich aufgrund der Schließung eine neue Bleibe. Hansa Market verzeichnete nach dem Abschalten von AlphaBay eine achtfache Zunahme der Zahl an neuen Mitgliedern, die allerdings sofort in die von den Ermittlern aufgestellte Falle tappten. Einige der gewonnenen Informationen enthielten auch wertvolle Informationen über das Ziel von Drogen und die Behörden werden die betroffenen Länder über geplante Sendungen von Drogen entsprechend informieren.

Um eine reibungslose Koordination zwischen den beiden Untersuchungen bei AlphaBay und Hansa zu gewährleisten, veranstaltete Europol ein Koordinationstreffen mit führenden Strafverfolgungspartnern. Insgesamt waren 12 verschiedene Agenturen beteiligt und einigten sich auf eine Gesamtstrategie für die beiden Operationen. Auch weiterhin unterstützt Europol das FBI, die DEA, die Dutch National Police und andere Partner bei der forensischen Arbeit, die aufgrund der riesigen Menge an beschlagnahmtem Material notwendig geworden ist.

Rob Wainwright, Direktor von Europol in Den Haag, gab bekannt: “Dies ist ein herausragender Erfolg der Behörden in Europa und den USA. […] Wie sich durch die gemeinsame Umsetzung der erfolgreichen Strategie gezeigt hat, haben die Strafverfolgungbehörden nun eine klare Botschaft: Wir haben die Mittel, um die Kriminalität aufzudecken, selbst in Bereichen des Darknet. Es gibt noch mehr von diesen Operationen”, fügte er hinzu.

Update vom 21.07.2017:

Betreiber von LuL.to und Hansa Market sind identisch

Laut Medieninformationen wären die Betreiber der Portale LuL.to und Hansa Market offenbar identisch. Demnach handelt es sich um zwei Deutsche, gegen die Anfang Juli im Zusammenhang mit Hansa-Market ein Haftbefehl erlassen wurde. Der 31-Jährige aus Köln und ein 30-Jähriger aus dem Landkreis Siegen-Wittgenstein befanden sich seit dem 21. Juni 2017 in Untersuchungshaft. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main mit.

Beide gelten als Betreiber des Darknet-Marktplatzes Hansa Market und stehen ferner im Verdacht, das illegale Portal LuL.to zum Verkauf urheberrechtlich geschützter Medien betrieben zu haben.

Bei Durchsuchungen der Wohnungen der beiden Verdächtigen seien “zahlreiche Beweismittel, insbesondere Computer und Datenträger, sichergestellt” worden, hieß es in der Erklärung der Generalstaatsanwaltschaft weiter.

Bildquelle: Alexas_Fotos, thx! (CC0 1.0 Public Domain)

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44 Kommentare

  1. mitch poke sagt:

    Aus der Abteilung Reißleine; einer der beliebtesten Bitcoinmixer, BITMIXER.IO hat gestern das Ende seiner Dienste bekanntgegeben. Wenn das mal nicht zu spät ist in Punkto bestehender AntiMoneyLaundering Gesetze und den letzten Busts.

    Hi all!
    Despite the huge profit we earn, we are closing our activity. Let me explain why.

    I’m bitcoin enthusiast since 2011. When we started this service I was convinced that any Bitcoin user has a natural right to privacy. I was totally wrong. Now I grasped that Bitcoin is transparent non-anonymous system by design. Blockchain is a great open book. I believe that Bitcoin will have a great future without dark market transactions. You may use Dash or Zerocoin if you want to buy some weed. Not Bitcoin.

    I hope our decision will help to make Bitcoin ecosystem more clean and transparent. I hope our competitors will hear our message and will close their services too. Very soon this kind of activity will be considered as illegal in most of countries.

    Cheers,
    Bitmixer.IO

    https://bitcointalk.org/index.php?topic=2042470.0

    • Jason Borowski sagt:

      Rip bitcoin?

      Mal sehen was der Kurs macht.

      Tarnkappe scheint down zu sein jedenfalls die Startseite seit stunden. Honeypot? Xd

  2. Jason Borowski sagt:

    Sind die Namen/Pseudonyme der Hansa Leute bekannt? Vielleicht findet man darüber ja noch mehr Infos über die Betreiber und evtl Verbindungen zur ebook Szene?

  3. Klaus sagt:

    imho war lul.to ein Zufallsfund bei der Suche nach alpha und hansa.
    https://www.dw.com/en/details-emerge-of-the-german-administrators-of-hansa-market-on-the-darknet/a-39804272
    Nachdem sich dieser Alexandre so dämlich bei Hansa angestellt hat, konnte man die Spur zu lul aufnehmen und koordiniert mit hochnehmen.

    • Jason Borowski sagt:

      Das macht Sinn. Ebenso denkbar ist es, dass sie mit den Behörden kooperieren bezüglich Darknet und Lul.

      Das bekommt also alles viel mehr Aufmerksamkeit als gedacht und wird sicher noch oft in Bild & Co auftauchen.


  4. Die Damen & Herren Edoep haben weiterhin virtuelles Hausverbot, das wissen die auch. Es werden keine Kommentare freigegeben, die mit diesem Pseudonym versehen wurden. Ich lasse mich weder bedrohen noch erpressen. Wer das Pseudonym nicht nutzt und nicht gegen unsere Regeln verstößt, kann gerne hier kommentieren.

    Der Link zu unseren Regeln für alle Leute, die nichts lesen, akzeptieren oder verstehen wollen:
    https://tarnkappe.info/kommentare-netiquette/

  5. Hodor sagt:

    https://www.wp.de/staedte/siegerland/neunkirchener-30-wegen-illegaler-darknet-plattform-in-haft-id211327799.html

    Sehr merkwürdig.

    Wie ist das eigentlich. Werden die Hansa Admins n Deutschland verurteilt und eingesperrt oder in einem US Gefägnis?

    • Jason Borowski sagt:

      Deutschland liefert keine Staatsbürger aus. Anders kann es aussehen wenn sie im Ausland geschnappt worden wären.

  6. We don't know who this really is. sagt:

    https://www.wp.de/staedte/siegerland/neunkirchener-30-wegen-illegaler-darknet-plattform-in-haft-id211327799.html

    Sehr merkwürdig alles.

    Wie ist eigentlich die rechtliche Lage?
    Kommen die in einen US Knast oder werden die in Deutschland verurteilt und eingesperrt? (Hansa Admins?)

  7. Katzenstreu sagt:

    Wenn’s stimmt müssen die ganz schön ausgelastet gewesen sein.
    Tausende Amazongutscheine und ein gut laufendes Darknetforum.
    Vielleicht haben sie so die ganzen Gutscheine umgerubelt und eine Spur breit wie eine Autobahn hinterlassen.
    Da stellt sich die Frage, ob die Beamten das im Vorfeld schon wussten oder gedacht haben, dass Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen, als sie realisiert haben was sie da ausgehoben haben.
    Interessant wäre auch ob Hansamarkt oder lul.to der gatekeeper war.
    Dürfte aber schlecht für die erboste Autorenschaft sein, da es sich bei Drogenhandel, Kreditkartenbetrug ecetera um Offizialdelikte handelt die auf jeden Fall abgearbeitet werden müssen.
    Die Urheberrechtsverletzungen der Nutzer von lul.to sind meines Wissens nach Antragsdelikte, die jetzt vermutlich etwas nach hinten rutschen, in der Priorität der Bearbeitung.
    Sollte ich mich irren, lasse ich mich gerne korrigieren.
    Freuen kann sich die von Lysander gepisackte Autorin, den wer zuletzt lacht lacht am längsten.

    • Jason Borowski sagt:

      In dem Zusammenhang auch interessant, dass trotzdem nur 100.000 und ein Bike gefunden wurden. War dann ja vielleicht nicht mal von der LUL Kohle

  8. Tanith sagt:

    Ich kann mir nur seeeehr schwer vorstellen dass ein Admin sooo doof ist um solche Seiten mit einer Hotmail E-mail addy zu betreiben ^^

    • omg sagt:

      Wieso? Ist doch schon vorher geschehen bei Silkroad 2.0

      Der “Admin” hat die Server mit seiner privaten E-Mail Adresse angemietet …

      Mehr zum Thema hier;
      https://en.wikipedia.org/wiki/Silk_Road_(marketplace)#Silk_Road_2.0

  9. Katzenstreu sagt:

    https://www.heise.de/security/meldung/Pimp-Alex-91-AlphaBay-Admin-ueber-Hotmail-Adresse-aufgeflogen-3780103.html
    Wenn`s stimmt wie bei fast allen “Cyber”kriminellen. Dumm, dümmer am dümmsten.
    Die lul.to Experten fallen wohl ebenfalls in die Kategorie. Deren Kunden teilweise auch.
    Vermutlich verdienen die, die sowas sicher aufziehen können, einfach mit richtiger Arbeit gut genug.

    Ansonsten bleibt clean oder, support the local dealer. (ist als Scherz gedacht, es gibt eine Kampagne von kleinen Einzelhändlern pay local, muss man ja leider immer erklären hier)

  10. Laura sagt:

    Lul.to – Hansa Admin?

    https://www.epochtimes.de/politik/welt/ermittler-in-den-usa-und-europa-schliessen-zwei-grosse-darknet-plattformen-a2171213.html

    Seems like….

    • Antonia sagt:

      Ja, so sind auch meine Informationen, ich habe das gerade als Update ergänzt.

      • ratlos sagt:

        @Antonia
        Sind diese Informationen durch irgendwas belegt – außer durch Medienberichte?
        Wo ist der Linkt zur Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft? Mir kommts so vor, als würde der eine vom anderen abschreiben.


        • Grundlage ist eine dpa-Nachricht. Hier eine andere Quelle: https://www.tagesspiegel.de/medien/auch-festnahmen-in-nrw-internationalen-ermittlern-glueckt-schlag-gegen-darknet-handel/20089294.html

          • ratlos sagt:

            @Lars “Ghandy” Sobiraj
            Da steht nur, dass u..a. Behörden beteiligt waren, die die Ermittlungen gegen lul.to führten.
            Da steht nicht, dass es sich um die selben Tatverdächtigen handelt. Das wird nur hereininterpretiert. Auf der Seite von Europol findet das keine Erwähnung und das ist die einzige offizielle Stellungnahme die bisher im Netz zu finden ist.

            Zitat:
            Dieses Portal wurde offenbar von zwei Deutschen betrieben, wie die für Internetkriminalität zuständige Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main mitteilte. Ein 31-Jähriger aus Köln und ein 30-Jähriger aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein – ebenfalls in Nordrhein-Westfalen – befänden sich seit 21. Juni in Untersuchungshaft. An den Ermittlungen waren auch Behörden in Bamberg (Bayern) und Sachsen beteiligt. Sie führen die Ermittlungen im Fall des Portals LuL.to, das Angebote zum illegalen Betrachten geschützter Inhalte, etwa bei Sportveranstaltungen im Fernsehen anbietet.

        • Antonia sagt:

          Ich war auch zuerst skeptisch. Eine Pressemitteilung der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main habe ich trotz Google nicht gefunden, denn sonst hätte ich das verlinkt. Aber dennoch haben die Medien wahrscheinlich recht. Dafür würden die Daten sprechen, alles passt zu gut zusammen, um Zufall sein zu können:
          Hier die Fakten:
          Fall LuL.to:
          21. Juni 2017 – die Domain http://www.LuL.to wurde durch das CyberCrimeCompetenceCenter (SN4C) des LKA Sachsen gesperrt, die Betreiber sind seit dem Tag in U-Haft
          Fall Hansa Market:
          21. Juni 2017 – Der 31-Jährige aus Köln und ein 30-Jähriger aus dem Landkreis Siegen-Wittgenstein befinden sich in Untersuchungshaft. Die Seite Hansa Market diente seitdem als Honeypot der Polizei (vom 20.6.-20.7.).

          • ratlos sagt:

            @Antonia
            In der Pressemeldung ist von drei Beschuldigten die Rede, nicht von zwei.

            “Gegen drei Beschuldigte konnten Haftbefehle vollzogen werden. Sie befinden sich in Untersuchungshaft.” Es könnten demnach sogar mehr sein.

            https://www.polizei.sachsen.de/de/MI_2017_50744.htm

            • Antonia sagt:

              Die Frage wird sein, wem von den drei Inhaftierten man welche Taten konkret nachweisen kann. Nach der verlinkten Medieninformation könnte es so sein, dass von den drei Inhaftierten zwei gleichzeitig LuL.to und Hansa Market betrieben haben und somit auch in dem Fall erwähnt wurden, so bliebe demnach einer übrig, der sich ausschließlich “nur” LuL.to gewidmet hat. All das sind natürlich reine Spekulationen. Warten wir mal ab, was dazu noch bekannt gegeben wird. Was mich zudem noch wundert ist, wenn die beiden tatsächlich Admins des drittgrößten Hansa-Marktplatzes gewesen sein sollen, wieso hat man dann bei ihnen keine größeren Vermögenswerte beschlagnahmt. AlphaBay-Betreiber Alexandre Cazes war mehrfacher Millionär. Man konnte Vermögenswerte bei ihm sicher stellen in Höhe von 23 Millionen US-Dollar.


              • Hallo Antonia,

                die drei Fälle sollen zusammengehören, wie ich aus Bangkok erfuhr. Es waren mehr als ein Dutzend , die sich um lul. gekümmert haben müssen. Oder, “er” konnte seine Sprache so verdrehen, dass er gleich multiple Sprachbilder hatte und hat rund um die Uhr gearbeitet.
                Bei Cazes wurden Vermögenswerte in Höhe von 410 Millionen Bath aus 4 Ländern sichergestellt, wobei seine Frau auch in die Sache verwickelt sein soll. Den Rest kannst Du bei mir lesen.
                Beste Grüße

                • Antonia sagt:

                  Danke für die Infos. Ich bin gespannt…Bestimmt haben Sie nichts dagegen, wenn ich Sie da zitiere in meinem neuen Beitrag?

                  • einevon36 sagt:

                    @Antonia

                    Es gibt auch Blogs, auf denen nicht spekuliert- sondern recherchiert wird.
                    https://ebook-tipps.blogspot.de/2017/07/neue-entwicklung-im-fall-lulto.html

                    • Antonia sagt:

                      Naja, wie bereits geschrieben, war es anhand des Datenvergleiches schon mehr als eine bloße Vermutung, dass die beiden Portale LuL.to und Hansa Market miteinander in Verbindung stehen mussten. Allerdings haben wir nun somit den Beweis dafür. Danke für die Recherche.

              • Jason Borowski sagt:

                Bei Hansa ging das Geld offenbar nicht über Hansa also haben die auch nix dran verdient?! Ähnlich wie bei lul .. Von den cent Beträgen wurden die ja nicht reich das war ein service für Autoren und buchfreunde.

                • ASIN sagt:

                  @Jason:
                  Dann bitte ich um deine Kontonummer und eine Einzugsermächtigung. Ich habe einen Abbuchungsservice für Naivlinge, Das ist kostenfrei für dich und würde zuverlässig monatlich abbuchen und dir auch die Übersicht zukommen lassen, wofür ich das Geld ausgebe.

          • Michael sagt:

            Angenommen es war so: Warum haben sie dann eigentlich nicht LuL als Honeypot benutzt? Weil das illegal gewesen wäre, selbst wenn es der Staat macht (E-Books zum DL anbieten)?

            • Antonia sagt:

              LuL.to wurde ja nicht im Darknet betrieben. Wer nicht gerade VPN benutzt hat, von dem liegen die Daten ohnehin vor, wozu dann noch zusätzliche Fakten sammeln, das würde die wesentliche Auswertung wohl bloß noch mehr verzögern. Das wäre vermutlich die Antwort darauf. Natürlich werden es die Autoren anders sehen, aber LuL.to hat nicht die gleiche Bedeutung wie das Betreiben des weltweit drittgrößten Darknet-Marktplatzes Hansa Market.

              • Hasi schreibt sagt:

                @Antonia
                “Natürlich werden es die Autoren anders sehen”. Bist du jetzt Pressesprecher “der Autoren”, oder woher beziehst du deine Informationen?

                Wer sagt denn überhaupt, dass die Ermittler nicht schon längst ein neues Honigtöpfchen aufgestellt haben?
                Und all die braven Downloader, die ihre E-Books lieber bei Schwerkriminellen bezogen haben, als bei “den Autoren”, fallen genau in diesem Augenblick da rein und dieser Gedanke zaubert mir ein breites Lächeln ins Gesicht. :-D

  11. och nö sagt:

    Das TOR NEtzwerk ist ein behördliches eingerichtetes / gegründetes Netzwerk, wer glaubt man benötige seitens der Regierung Exploits fürs TOR ist falsch gewickelt, so atemberaubend war die Aktion nicht. Gut koordiniert aber. Naja so langsam sollte sich das auch für jeden geklärt haben dass das TOR nicht das ist was es anzugeben scheint. Selbst schuld, für jeden den es Trifft. Kopf einschalten wäre mal angebracht…

    Hessen & Leipzig btw Dresden sind in Deutschland die wichtigsten Ermittlungsbehörden im cybercrime / gerad wenn über Landesgrenzen geht. Diese beiden Behörden haben / hegen auch den engsten Kontakt zum ausland, sollte aber auch bekannt sein.

    Dinge dem Kunden versprechen und einhalten sind zwei paar DInge. 1. nie ist man gegen ES sicher, nie. 2. So sicher und safe war die geschichte nicht, wenn keine verschlüsselten Zugangsserver verwendet werden XD Zwei Horst aus der BRD as Admin, da kannste dir auch eh die Sicherheit abzählen ^^

    Ich bin weder nen Black noch nen White Hat aber diese Kack ALLinONE Marktplätze müssen / dürfen / sollen ruhig alle gebusted werden.

    • Zion sagt:

      Wenn das TOR Netz 100% sicher/anonym wäre, wäre es schon längst verboten…
      Ähnlich wie mit Wahlen. Wenn Wahlen wirklich was ändern würden, wären sie verboten ;)

  12. TOR sagt:

    Bug Hunty Programm für TOR endlich gestartet! :)
    Jetzt könnte es wohl schwerer werden für die Behörden, wenn Lücken behoben werden.

    https://blog.torproject.org/blog/we-will-pay-you-to-hack-tor-bug-bounty

  13. hello sagt:

    Also es scheint wohl kein “Exploit” im Tor Protokoll zu sein … Es ist aber echt Hinterhältig gewesen von den Polizei Teams, den Hansa Market noch als “Keylogger” mitschreiben zu lassen für fast 4 Vier Wochen … Für alle Leute die an, dass Sprichwort “Polizei dein Freund und Helfer” denken müssen, dies trifft NICHT MEHR ZU, wenn diese Leute GEGEN EINEN ARBEITEN!

    Mich würde die Rechtslage in NL interessieren, ob dies überhaupt “Legal” war.

    Und noch hier noch ein paar Infos von der Politie ONION Webseite.
    https://politiepcvh42eav.onion/hansafaq.html

    Hansa FAQ

    What have you done?

    The Darkweb unit and National High Tech Crime Unit of the Dutch National Police have located Hansa Market and taken over control of the marketplace for the last four weeks. We have modified the source code which allowed us to capture cleartext passwords, PGP-encrypted order information, Bitcoins, IP-addresses and other relevant information that may help law enforcement agencies worldwide to identify users of this marketplace.

    Secondly, we have used the captured credentials to seize vendor-accounts on other marketplaces.

    Why have you done this?

    Hansa Market was a darknet market that was primarily used to sell illicit goods. We have chosen to take over this site to collect as much information as possible on its users. Furthermore, we want to send a clear message that using darknet markets is not an anonymous activity.

    What will you do with the collected data?

    Information on Dutch users will be analysed by the Darkweb unit of the Dutch National Police. The information will be used to identify users and subsequently start new investigations. We will post updates about our efforts on this hidden service.

    Information about individuals from other countries has been shared with the appropriate agencies through Europol. It’s up to these agencies what they will do with the information.

    Have you de-anonymized TOR?

    No. But if we would have, we wouldn’t tell you ;).

    I don’t believe you, do you have proof?

    Sure:

    —–BEGIN PGP SIGNED MESSAGE—–
    Hash: SHA512

    proof
    —–BEGIN PGP SIGNATURE—–

    iQIcBAEBCgAGBQJZSPHIAAoJEKS7AqdeavRIIyUQALKHu8WxMbCLHN17XbAnC/V5
    rXjzIKVy+9yxq81vZ+Z1uyzwyyFGKNWpOU1JxkDwlvNFuySSREbl5NQdO0ErrM4J
    /M2cr/R7DW+nDYCwWv14708vaUQmMfPFOndm1FVfYRiI3dxGAk1QUQTiQoR5ba/y
    Pngkx8hM08qdEQOHejCidGQLU9uDpMVKGzZmRuwyzKYPyMGvcy6wdH4sgvQyil/C
    bg+hvuZgfoS0lkMuAsagZ4g0vWD1svwuGLKI32mu2QDVkptvhyXZr6z1fEPUgLqV
    4sK3xrbVpGblmlglF/OAKrQcFW0irHmefJYX3rpF4UrOCubewdLoV3N0xWT8TMO2
    pSu2guE9+cej6wru4J620QzbArLDjQ1YNNzLYWalgbWBXiANfECzlFwd/vG4vE9k
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    oKhOj0y+2wBPKV8AJBlX+mG9WkdScfllWhPMG9PgpDVHp5FYgVjIHhFhVPUimXMuv
    gEf+b/CSXUTF9XqFN1oRjtlkIQDqyayuLaEYwBAbwjXQNIkkCWZxnEYTja7ibpsM
    daV7+5Zjw2Bc9ogXypaXoUyWazoufjrdL4x58IY05E9CrspMkdroN/ZpgUx18T4Z
    r2nK/GNJiD61VkT+T/Ue
    =/cN2
    —–END PGP SIGNATURE—–

  14. hmpf sagt:

    Das ist auch für erfahrene Nutzer in diesem Metier eine beeindruckende Aktion gewesen, niemals hätte jetzt mit sowas gerechnet.(ernsthaft!)

    Auf dem Bild ist auch das Logo des Landes “Hessen” zu sehen, welche Rolle haben die Behörden von dort dabei gespielt? Lese dazu nix!

    • DenKrieggegenDrogenwirdmannichtgewinnen sagt:

      Ob es Legal war ist eine andere Sache … Alternativ traf die NL Polizei als Verdeckter Ermittler auf … Dann können die Beweise von dem “gespiegelten” Server natürlich gerne von der Staatsanwaltschaft verwendet werden.

      Ich zitiere mal von Heise.de

      “Hinter Hansa Market wiederum standen den niederländischen Ermittlern zufolge zwei 30- und 31-jährige Deutsche aus Siegen. Ihre Server standen demnach in Litauen, die Infrastruktur sei aber umgehend auf solche in den Niederlanden kopiert worden. Wer danach darauf zugegriffen habe, wurde dabei von den Ermittlern beobachtet.”

      Also bei so großen Sachen lässt sich, dass BKA nicht den “Rum” wegnehmen.

      *Achtung Vermutung* Die Admins haben wohl das “Darknet” Leben mit dem realen Leben verbunden und sind wohl unter der voraussichtlichen Strafe eingebrochen und haben ausgepackt.

      Hier noch ein Interview von Krebs

      https://krebsonsecurity.com/2017/07/exclusive-dutch-cops-on-alphabay-refugees/

      • mitch poke sagt:

        Mal was technisches, wäre ein Klon nicht über den Seitenfingerprint identifizierbar gewesen? Zumal der Quelltext doch mit’m Keylogger verändert wurde und Zertifikate fälschen zwar geht, aber Fingerprints eben nicht?!

        • omg sagt:

          Ist egal. Die hatten Zugriff auf den Root Server. Damit einen Slave für die Datenbank einzurichten ist auch kein Problem.

  15. lol sagt:

    Katz und Maus Spiel.

    Den Krieg gegen Drogen wird man niemals gewinnen!

    • Jason Borowski sagt:

      Ja der Vorteil von diesen Marktplätzen ist man kriegt die Dealer von der Strasse. Die Kunden kriegen bessere Ware und zu deutlich niedrigeren Preisen. Beschaffungskriminalität und Tode wegen schlechtem Stoff sinken. Solange man bei den guten Verkäufern einkauft. Aber dort wurden halt auch Waffen verkauft wie offenbar die von dem München Attentäter. Sowie auch fenatinyl(SP?) wo die Behörden sehr stark hinterher sind, wohl aufgrund der Gefährlichkeit.

  16. gfedcba sagt:

    Antonia, kannst Du mal erklären, was damit gemeint ist: immun gegen einen exitscam. Gegen die Masern kann man immun sein, soweit vertehe ich das noch, aber einen exitscam? Ich habe unter keinem Link was dazu gefunden.


    • @gfedcba: Hier eine englischsprachige Erklärung dieses Begriffs: https://en.wikipedia.org/wiki/Exit_scam

  1. 21. August 2018

    […] den drei ehemaligen Betreibern wird nämlich vorgeworfen, ebenfalls den Darknetshop Hansa Market betrieben zu haben. Ein zuverlässiger Insider, der namentlich nicht genannt werden darf, hat uns mit zuverlässigen […]

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