Google: täglich 1 Mio Links gelöscht

Article by · 20. August 2014 ·
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Google löscht Links

Anfänglich dachte man, nur von Verunglimpfungs-Artikeln betroffene Personen und Firmen würden bei Google Linklöschung beantragen. Doch weit gefehlt: in der Hoffnung die Surfer von illegalen Inhalten fernzuhalten, werden mittlerweile immer häufiger grad massenweise Löschersuche auf einmal gestellt. Letzte Woche wurde Google gebeten, 7.8 Millionen Suchergebnisse zu löschen. Das war “mal eben” das Doppelte im Vergleich zur Vorwoche. Schon bald sind es 10 Millionen pro Woche.

Und das dürfte dann wohl noch lange nicht alles gewesen sein. Der Kampf um die Werke wird immer häufiger mit Hilfe von Anwälten oder Anti-Piracyfirmen geführt. Denn die 7.8 Millionen Löschaufforderungen kamen allein nur von Musik- und Filmindustrie, Spiele- und andere Softearehersteller sowie Pornobranche! Daneben dürfte die Zahl der Anträge wegen verletzenden oder unwahren Artikeln (Stichwort: Persönlichkeitsrechte) schon bald verschwindend gering werden. Der Wunsch nach Vergessen ist in den vergangenen Jahren zwar dramatisch angestiegen. Aber die Forderung nach dem “Nicht-Finden” noch um einiges mehr. In Ausnahmefällen ist es beim Löschen auch zu Versehen gekommen. So wurden schon häufiger Anfragen positiv beantwortet, bei denen die Office Suite OpenOffice von den Suchergebnissen entfernt werden sollte. Welche Software-Firma führt da wohl einen Konkurrenzkampf mit neuen Methoden…

Musikindustrie RIAA zu Google: “Noch nicht genug.”

Der Präsident der RIAA schlug unlängst vor, Google solle statt einzelner Links gleich ganze Domains von der Bildfläche verschwinden lassen. Brad Buckles sagte „Jeder Tag bringt noch mehr (illegale) Suchergebnisse zutage, dabei ist kein Ende in Sicht.“ Buckles weiter: Die RIAA benutze einen Eimer, um einen Ozean an illegalen Download-Links zu bearbeiten. Könnte man gleich ganze Domains sperren, würde dies den Rechteinhabern ihren Kampf gegen die Schwarzkopien deutlich erleichtern. Allerdings gäbe es bei dieser überaus groben Methode auch jede Menge Kollateralschäden. Momemtan erfolgt durchschnittlich alle acht Millisekunden eine Löschanfrage. Es wird nicht lange dauern, bis der nächste Meilenstein von 10 Millionen Löschaufforderungen pro Woche erreicht werden. Die drei Spitzenreiter bei den Urheberrechtsverletzungen sind übrigens Filestube.com (Sharehoster), Dilandau.eu (Videoportal) und der Sharehoster Rapidgator.net. Beim deutschsprachigen Sektor sind die Sharehoster Uploaded.net auf Platz 7 und Bitshare.com auf Platz 50 betroffen. Bildquelle, thx!

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13 Comments

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    fpussy

    Schön abgeschrieben bei Torrentfreak, allerdings sollte man immer noch mal einen Dritten Korrekturlesen lassen. Oder den Text wenigstens einmal in Word kopieren, dann passieren auch solche Sachen wie “Softearehersteller” nicht.
    Aber das ist auch gar nicht entscheidend. Hier werden grundlegende Dinge durcheinandergebracht.
    Nämlich Urheberrechtsverletzungen und Persönlichkeitsrechtsverletzungen und selbst da gibt es noch Unterschiede.
    Und bevor diese Unterschiede nicht ganz klar ist, würde ich so einen Artikel besser nicht bringen.

    Oder besser mit Worten wir Kollateralschäden sehr vorsichtig sein. Niemand kennt die Zahl der zu Unrecht aus dem Google Index gelöschten Links. Trotzdem wird so ein Totschlagwort benutzt. Weil die 10 Open Office Links aus den 8 Millionen gemeint waren? Das ist echt schräg.
    Außerdem kann jeder einen Counterclaim bei Google einleiten.

    Aber ganz ab davon, die Nichtauffindbarkeit bei Google löst das Problem nicht, es hält allenfalls das Fußvolk vom Besuch bestimmter Seiten ab. Mehr nicht und daher ist es auch nur Kosmetik.

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      Basshunter

      Du bist ja voll der Held. Anscheinend schlägst du anderen vor, den Text in Word zu kopieren, damit solche Rechtschreibfehler nicht passieren.
      Aber wie es aussieht hast du deinen geschriebenen Text nichtmal Ansatzweise kontrolliert oder überflogen.

      Wie dem auch sei… diese Fehler oben aus dem Text sind mir nicht einmal aufgefallen. Denn das sind Fehler die werden automatisch beim Lesen korrigiert. Jeder weiß sofort, was damit gemeint ist. Also spar dir solche Moralsprüche wenn du es selber nicht besser machst.

      Und scheiß auf Google. Als ob das der einzige Suchdienst ist. Es gibt massenhaft Alternativen.

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        fpussy

        Äh, ich schriebe hier Kommentare und bin nicht der Blogbetreiber. Ein kleiner Unterschied.
        Rechtschreibung und Moral? Geht es noch?
        Das ist ja wohl das mindeste, was man erwarten kann.

        Aber völlig richtig, Urheberrecht und Persönlichkeitsrecht (und selbst da gibt es noch Abstufungen) wird unterschieden und daher ist auch sehr unklug, das zu vermischen. Die haben herzlich wenig miteinander zu tun.
        Nichts anderes habe ich gesagt.

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          Basshunter

          Rechtschreibung hat nichts mit Moral zu tun.
          Allerdings hat es in deinem Fall schon damit zu tun!
          Kommt auf die Art und Weise an. Kannst ja mal drüber nachdenken.
          Ich verlange aber nicht von dir, dass du das verstehst.

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            fpussy

            Vollste Zustimmung, es hat nichts miteinander zu tun.
            Weder bei mir noch sonst irgendwo. Daher redest Du wirres Zeug, Du Held.
            Ich erwarte, dass ein Blogger seine Texte vor Veröffentlichung Korrektur liest.
            Nicht aus moralischen Gründen (was für ein Schwachsinn, weisst Du was Moral ist?) sondern aus Respekt vor seinen Lesern.
            Und weil er als ernsthafter Journalist wahrgenommen will.

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          Basshunter

          Ach so, und: “Luat enier sidtue an eienr elgnhcsien uvrsnäiett, ist es eagl in wcheler rhnfgeeloie die bstuchbaen in eniem wrot snid. das eniizg whictgie ist, dsas der etrse und der lztete bstuchbae am rtigeichn paltz snid. der rset knan tatol deiuranchnedr sien und man knan es ienrmomch onhe porbelm lseen. das legit daarn, dsas wir nhcit jeedn bstuchbaen aeilln lseen, srednon das wrot als gzanes.”

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            nightmare

            Jepp, dein dein Mist konnte ich recht Problemlos lesen. ;)

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            Basshunter

            Gut so, denn wer das nicht kann, der sollte sich mal Gedanken machen.

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      Der Transparency Report von Google unterscheidet aber klar zwischen Persönlichkeitsverletzungen, behördlichen Ersuchen und reinen Urheberrechtsverletzungen. Die Zahl bezieht sich nicht auf alle Anfragen zusammen: http://www.google.com/transparencyreport/removals/copyright/requests/

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      nightmare

      OMG, hat Lars echt von TF abgeschrieben? Und dann noch einfach auf deutsch übersetz? Krass. Und wenn das noch nicht die Kröhnung ist, hat er auch noch, ausversehen ein Rechtschreibfehler drin gehabt! Tja @Lars das wars dann echt für dich. Nun bist du echt im Arsch.

      Aaaaalter, wenn ihr sonst keine Probleme habt.

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        fpussy

        Lest mal den Text und versucht ihn wenigstens zu verstehen.

        ” Der Wunsch nach Vergessen ist in den vergangenen Jahren zwar dramatisch angestiegen. Aber die Forderung nach dem “Nicht-Finden” noch um einiges mehr.”

        Recht auf Vergessen gibt es in der EU seit dem Urteil aus dem Frühjahr2014. Jedenfalls in bestimmten Fällen.

        Recht auf Nichtfinden (Löschen aus dem Suchindex) gab es auch vorher schon in Fällen von Persönlichkeitsrechtsverletzungen. Dafür hat Google ein eignes Formular.

        Recht auf Nichtfinden – so wie es in dem TF Bericht steht – bezieht sich auf Urheberrechsverletzungen und ist daher etwas ganz anderes. Mal bitte den DMCA dazu lesen. An den hält Google sich nämlich und bekommt deshalb 1 Millionen Löschanfragen pro Tag.

        Wer die drei Sachen nicht auseinanderhält, der produziert dann solche Nachrichten.

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    sowhat

    Schon lange meine These: Das goldene Zeitalter der Internets neigt sich dem Ende zu.

    Die Kommerzialisierung und Kontrolle gewinnt suzessive die Oberhand. Genießen wir die verbleibende Restzeit von Anarchie und Freiheit! In spätestens 20 Jahren ist das unzensurierte Internet Geschichte, Jede Wette darauf!

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      white house war room

      bis dahin hat sich eine weitere ebene des internets etabliert, das die ‘alten werte’ abseits reiner kommerzialisierung und versuchter kontrolle aufrecht erhaelt. zugegeben nicht eben mit zutritt fuer ‘jedermann’, eventuell reichlich selektiv fuer die ‘fittest’, aber so ist halt die evolution, wie schon ein gewisser herr darwin so trefflich erkannte.

      mainstream, verflachung der inhalte, steuerung, versuchte oder ausgeuebte kontrolle und zensur ,,, das alles hat, wie die geschichte zeigt, frueher oder spaeter schon immer im menschen eine gegenreaktion und eine offensichtlich dieser spezies eingeborene ‘bockigkeit’ hervorgerufen, manchmal frueher, manchmal spaeter.

      das wird auch diesmal so sein, bekanntlich ist nichts bestaendiger als der stete wandel.


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