Goodbye Rapidshare!

Es ist traurige Gewissheit. Einer der Pioniere der One-Click-Hoster – Rapidshare.com – sagt am 31. März 2015 für immer goodbye. Auf der Startseite ist nur folgende kurze Meldung zu sehen: “Ankündigung: Sehr geehrte RapidShare Kunden… 

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass die RapidShare AG per 31. März 2015 den aktiven Dienst einstellen wird. Bis zum 28. Februar 2015 können STANDARD PLUS und PREMIUM noch verlängert werden. Wir bitten alle Kunden ihre Daten zu sichern. Ab dem 31. März 2015 wird kein Zugang mehr möglich sein und alle Konten werden automatisch gelöscht. Falls Sie Fragen haben, zögern Sie bitte nicht uns eine E-Mail an [email protected] zu schreiben. Wir bedanken uns für Ihr langjähriges Vertrauen. Ihre RapidShare Team.

RapidShare, einst gestartet im August 2004, wurde schnell einer der größten Filehoster in Deutschland. Neben Netload und Uploaded war es lange Zeit der heiß genutzte Service. Später wurde man internationaler und eroberte unter Rapidshare.com den weltweiten Markt. Ab dem Moment zog man auch ums ins steuerbegünstigte Zug, CH (thx an Margash). In Spitzenzeiten hatte man Millionen von Besuchern am Tag und eine Serverfarm von 10 Petabyte.

Der Untergang begann 2010. Gebeutelt unter zig Klagen der Rechteinhaber musste das Partnerprogramm eingestellt werden. Zuvor waren schon die meisten Uploader gegangen. In Szeneforen war bekannt geworden, dass Userdaten der Uploader an die Justiz gegeben wurden.

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ihre Werbung auf Tarnkappe – Infos

Ohne Partnerprogramm ist ein Filehoster für Uploader nicht so interessant – sie verlassen in Massen den Hoster. Ohne Inhalt keine Downloader, ohne Downloader keine Premiumverkäufe und so weiter. So ging der Abstieg immer weiter. Zig Änderungen an den Tarifen wurden vorgenommen und die letzten Kunden vergrault. Der traurige Höhepunkt fand Anfang 2014 statt: die restlichen Mitarbeiter verließen das Unternehmen. Und Rapidshare wurde faktisch eine 1-Mann Firma.

Es wurden zwar noch Versuche unternommen die Firma zu verkaufen. Offentsichlich hat es nicht geklappt. Und nun das traurige Ende. Auf Wiedersehen, Rapidshare!

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24 Kommentare

  1. Anonymous sagt:

    Ist RS nicht seit Jahren tot?


    • Deswegen ist der Beitrag auch vom 10. Februar 2015. Ich habe lediglich eine Korrektur im Beitrag vorgenommen und einen Link gesetzt, daher kommt der Kommentar mit dem internen Link zustande.

  2. The Berlin Brawler sagt:

    Eigentlich ist RS schon seit 2010 klinisch tot. Der Körper, also der Schein war aber noch vorhanden. Diese Meldung ist einfach nur formell, denn nur noch ganz wenige nutzten diesen Dienst. Der Verlust an Megaupload z.B. ist viel schlimmer gewesen.

  3. 4players sagt:

    RIP rapidshare

  4. Kimble sagt:

    Was hat uploaded.to da oben auf dem Logo neben RS verloren?

    • Tarnkappe_Mysterion sagt:

      Die Logos mache nicht sondern entweder Persus oder Lars rein. Ich baue keine Bilder ein wegen Urheberrechten etc.

    • Perseus sagt:

      Humor…

  5. Margash sagt:

    Kleine Korrektur: “einer der größten Filehoster in Deutschland” – Der Firmensitz der Rapidshare AG liegt nicht in Deutschland sondern in der (steuergünstigen) Gemeinde “Zug” in der Schweiz.

    • Tarnkappe_Mysterion sagt:

      Richtig, Rapidshare wurde aber gegründet in Deutschland und war lange Zeit unter Rapidshare.de zu erreichen. Erst mit der .com Domain ging es in die Schweiz. Und seinen Ursprung hat Rapidshare genauso wie Uploaded.to in Deutschland gehabt. Lange Zeit hatten beide sogar ein deutsches Impressum.

    • Perseus sagt:

      thx, ist nun korrigiert.

  6. Kollege Schnürschuh sagt:

    Sind eh schon lange nicht mehr relevant.
    Dass es die überhaupt nich gab war mir gar nicht mehr bewusst.

  7. hans sagt:

    Rapidshare war echt geil. Der Druck der Industrie war einfach zu groß. Nintendo war
    besonders hartnäckig; die haben denen die Bude eingerannt..

  8. Tanith sagt:

    Ohhh das tut mit jetzt aber leid ! :)
    Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Wie hat man 2010 noch offiziell verlauten lassen:” Man wolle den Usern die ihren Dienst für “illegale” Uploads den Kampf ansagen und setze lieber auf seriöse Firmen die Rapidshare als Cloudservice nutzen wollen.
    Ich frage mich noch heute wie man zb. einen Mola Adebisi als Berater einsetzen konnte :D Was hat der denn für eine Ahnung ?!

    • Mandrenke sagt:

      Keine. Und damit ist er für eine Beratertätigkeit mehr als qualifiziert! :)

  9. d0n_b0t sagt:

    Also ich finde ja das es absehbar war ;-) ein wunder das die überhaupt so lange durchgehalten haben. Hatte damit schon seit mehr als zwei Jahren mit gerechnet. Naja schade damit stirbt ein Pionierder der OCH’s

    • badboyoli sagt:

      Nicht nur ein Pionier sondern der Pionier ;) RapidShare waren der erste OCH. Alle anderen wie Uploaded kamen erst danach.

      • saene sagt:

        Rapidshare war das beste was es damals gab! DER PIONIER der OCHs! Danke für die geile Zeit ;).

    • Gutsch sagt:

      Ich frage mich nur, warum Dienste wie Uploaded.to und Uploadable.ch in der Schweiz weitermachen können wie zu besten Rapidsharezeiten. Stecken hier vielleicht sogar die ehemaligen Verantwortlichen und Geldgeber dahinter?

      • Doku sagt:

        Bin mir fasst sicher das eine Plattorm eigestell, und unter neuen Adressen weitermacht, rapidshare ist bestimmt schon wieder on,mit samt den daten, nur unter anderem namen

  1. 26. August 2018

    […] Usenet-Provider. Was immer mehr zum Paradies der Filesharer geworden sind das sind Filehoster wie Rapidshare und wie sie alle heißen. Und selbst wenn das nicht mehr ginge, gibt es noch immer Wege. Manche […]

  2. 13. September 2018

    […] Der Anbieter für Online-Speicher, RapidShare (RS), wurde im Mai 2002 gegründet. Konkurrent Megaupload erschien erst im März 2005 auf der Bildfläche. Über viele Jahre hinweg ging damals in der Webwarez-Szene an RapidShare kein Weg vorbei. Niemand dominierte den Sharehoster-Bereich so sehr, wie die RapidShare AG mit Sitz in Baar. Auch die Börse des gulli:boards, Vorbild von myGully.com und Boerse.to, war eine Ansammlung von Download-Links dieses Unternehmens. Im März 2015 ging RapidShare offline. […]

  3. 18. September 2018

    […] von Kino.to weiter, sie kooperierten nach der Verhaftung von Dirk B. mit Movie4k und KinoX. Der Niedergang von RapidShare und das Aus von Megaupload sorgten vorübergehend für ein erhebliches Wachstum dieses Anbieters. […]

  4. 20. September 2018

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  5. 22. Oktober 2018

    […] noch der Online-Speicherdienst der Wahl. Mit diesem Schweizer Schwergewicht ist es ja leider schon seit Anfang 2015 vorbei. Das letzte Verfahren gegen die Verantwortlichen steht derzeit vor dem finalen Schlusspunkt, wenn […]

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