FSB schaltet großen Vertriebskanal für synthetische Drogen in Russland aus

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat aktuell die Aktivitäten eines der größten Drogenhandelskanäle in Russland eingestellt.

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Bildquelle: Grigorenko

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat „einen der größten Kanäle für die Lieferung von synthetischen Drogen in besonders großem Umfang und deren Verkauf über Online-Shops im Darknet“ liquidiert. Fünf Personen hat man nach Angaben des FSB Public Relations Center in vier Regionen des Landes inhaftiert. Darunter auch den Organisator der Drogen-Herstellung und -Verteilung. Dieser koordinierte seine Aktivitäten von der Türkei aus, berichtete TASS unter Bezug auf Informationen vom PR-Zentrum des FSB Russlands.

Den Ermittlungen zufolge waren die inzwischen inhaftierten Personen, Bewohner der Regionen Moskau, Rostow, Astrachan sowie der Region Krasnodar, an dem Verkauf von Drogen über eine Darknet-Site beteiligt. Die Strafverfolgungsbehörden haben festgestellt, dass die Verdächtigen mit einem unterirdischen Drogenlabor im Bezirk Ruzsky der Region Moskau in Verbindung stehen.

Drogendealer-Ring

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Das Rauschgiftlabor hob das FSB zudem aus. Die Ermittler schätzten ein, dass es mehr als 500 kg Mephedron pro Monat erzeugte. Die Einsatzkräfte beschlagnahmten über 60 Kilogramm Mephedron und 22 Tonnen Chemikalien sowie Laborgeräte, teilte das FSB mit. Die Beschuldigten wurden in Gewahrsam genommen und angeklagt. Strafverfahren hat man eingeleitet.

Nach Angaben des stellvertretenden Generalstaatsanwalts der Russischen Föderation Petr Gorodov verwenden Drogendealer zunehmend kontaktlose Methoden über das Darknet zum Verkauf verbotener Substanzen:

„So geht beispielsweise die Zunahme des Drogenhandels mit einem Anstieg der Fälle von kontaktlosen Verkäufen über das Darknet einher. Dabei verkaufen Kriminelle illegale Substanzen im Austausch gegen Kryptowährungen. Die Erträge aus Straftaten führen sie dann gewaschen in den kriminellen Kreislauf zurück. Daraus finanzieren sie u.a. die Organisierte Kriminalität, den Terrorismus und weitere illegale Aktivitäten.“

Tarnkappe.info

Antonia ist bereits seit Januar 2016 Autorin bei der Tarnkappe. Eingestiegen ist sie zunächst mit Buch-Rezensionen. Inzwischen schreibt sie bevorzugt über juristische Themen, wie P2P-Fälle, sie greift aber auch andere Netzthemen, wie Cybercrime, auf. Ihre Interessen beziehen sich hauptsächlich auf Literatur.