“Elysium”- Prozess in Wien

Vor einem Jahr sorgte die Polizeioperation “Elysium” für Aufsehen, als österreichische und deutsche Ermittler ein breit angelegtes Pädophilennetzwerk gesprengt hatten. Am Montagnachmittag wurden drei Beteiligte am Wiener Straflandesgericht zu hohen Freiheitsstrafen verurteilt, darunter ein 29-Jähriger, der seine Kinder, die er selbst missbrauchte, an andere Pädophile weitergegeben hatte.

Das ist ein Originalbericht von Kurier.at von 07.05.2018 (Eins zu Eins kopiert)
Angeklagt waren neben dem Vater auch die Mutter der Kinder sowie ein pädophiler Bekannter, der das Mädchen und den Buben bei Übernachtungsbesuchen missbrauchte. Der Vater fasste eine 14-jährige Freiheitsstrafe aus, der 41-jährige Freund zwölf Jahre, die Mutter der Kinder muss für sieben Jahre hinter Gitter. Die beiden Männer werden zudem aufgrund der vom Gutachter Karl Dantendorfer attestierten hohen Rückfallquote in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen.

Vor allem die hohe Strafe für die Mutter als Beitragstäterin überraschte. Laut Urteilsbegründung hatte die 29-Jährige von August 2014 bis Frühjahr 2017 zumindest teilweise von den Übergriffen gewusst. “Sie haben als Mutter die Verpflichtung, Ihre Kinder lebenslänglich zu schützen. Aber Sie haben nichts dagegen unternommen”, sagte Richterin Nina Steindl. Dass die Frau in vollem Umfang davon Kenntnis hatte – die Tochter etwa wurde acht Jahre lang missbraucht -, glaubt das Gericht allerdings nicht.

Vater nahm Urteil an

Der Vater nahm das Urteil an, es ist bereits rechtskräftig. Die beiden anderen Angeklagten erbaten sich Bedenkzeit, ebenso wie Staatsanwalt Gerd Hermann.

Der 29-jährige Hauptangeklagte bemerkte bereits im Alter von 13 Jahren seine pädophilen Neigungen und begann Kinderpornos zu sammeln. Als er seine Frau kennenlernte und 2009 heiratete, habe er ein Jahr lang seinen Drang unterdrücken können. Als jedoch bald seine Tochter zur Welt kam, kehrten seine Neigungen zurück. Bereits als das Kind zwei Monate alt war, verging er sich an ihm, führte Staatsanwalt Hermann aus. Als zwei Jahre später sein Sohn geboren wurde, missbrauchte er auch ihn. “Ich kann es nicht mehr ändern. Ich wünschte, ich könnte die Zeit zurückdrehen”, sagte der Vater im Prozess unter Tränen.

Ab 2010 tauschte der Frühpensionist von dem Mädchen und dann auch von dem Buben angefertigte Kinderpornos mit anderen Pädophilen über eine Chatplattform aus. Als sich der Wiener 2016 von seiner schwer behinderten Frau scheiden ließ, zog er mit den Kindern allein in eine Wohnung. “Auch wenn es mir schwer fiel, hab’ ich die Kinder in seine Obhut gegeben, weil er sich besser kümmern konnte”, sagte die 29-Jährige, die auf einen Rollstuhl angewiesen ist.

Zu dieser Zeit lernte der Vater über das Darknet einen Deutschen und einen Landwirt aus Tirol mit ähnlichen Neigungen kennen, die er ab dem Sommer 2016 regelmäßig zu sich nach Hause einlud, damit sich diese an den wehr- und hilflosen Kindern vergehen konnten. Während die Männer die Kinder missbrauchten, filmte ihr Vater die abscheulichen Szenen.

Bei einem weiteren mehrtägigen Aufenthalt des Landwirts Anfang Jänner 2017 hatten die Kinderschänder offenbar sogar geplant, den Buben und das Mädchen zu betäuben, um auf keinen Widerstand zu stoßen. Dieses Vorhaben wurde nicht umgesetzt, der Vater der Kleinen schüttete das vorbereitete Schlafmittel in den Abfluss.

Der deutsche Verdächtige, der sich in Frankfurt am Main in U-Haft befindet und dort auf seinen Prozess wartet, wurde auf einer sichergestellten Datei anhand auffälliger körperlicher Merkmale als Täter identifiziert. In weiterer Folge gelang es den Ermittlern, das betroffene Wiener Mädchen auszuforschen. Da sich das auf dem Foto abgelichtete Kind im Volksschulalter befand, wurde vonseiten der Polizei in Schulen nachgefragt. Eine Volksschullehrerin erkannte schlussendlich ihre Schülerin, so kam man auf die Spur des Vaters, der sich seit Mai 2017 in U-Haft befindet.

“Volle Verantwortung”

Auf die Frage der Schöffensenatsvorsitzenden Nina Steindl, warum er Kinderpornos von seinem Sohn und seiner Tochter angefertigt habe, meinte der 29-Jährige: “Weil ich krank bin!” Er übernehme die “volle Verantwortung”, erklärte er.

“Ich hab’ geschaut, dass es die Kinder verkraften”, meinte er. Allerdings leiden der Bub und das Mädchen an einer ausgeprägten posttraumatischen Belastungsstörung, wie eine von der Justiz eingeholte Expertise einer klinischen Psychologin ergeben hat. Die Gutachterin kam zu dem Schluss, dass die Kinder seelisch derart massiv beschädigt worden sind, dass die eingetretenen Folgen einer schweren Körperverletzung gleichkommen.

Damit sich die Kinder nicht jemandem anvertrauten, setzte der Vater sie unter Druck. “Ich hab’ gesagt, dass sie nichts sagen sollen, sonst müsste ich ins Gefängnis”, sagte der bisher unbescholtene 29-Jährige. Seit 2010 fertigte der Wiener auch pornografische Fotos und Videos von Kindern von Bekannten oder Verwandten an, die man ihm zur Aufsicht überlassen hatte.

Auf der Anklagebank nahmen aber nicht nur der Vater der Kinder und der Tiroler Platz. Der 29-jährigen Mutter des Buben und des Mädchens wurde von der Anklage Beitragstäterschaft vorgeworfen. Die Frau bestritt, etwas von den inkriminierten Vorgängen gewusst zu haben. Während ihr Ex-Mann beteuert, dass die 29-Jährige nichts von seinen Übergriffen mitbekam, wurde sie in der Verhandlung vom Landwirt schwer belastet. Bei einer Situation wurde er demnach von der Frau mit dem nackten Kind am Schoß erwischt, sie verdrehte jedoch nur die Augen und verließ das Zimmer. Zudem gebe es ein Video eines Übergriffes, auf dem die Frau im Hintergrund zu sehen ist. “Da war mir klar, dass sie ziemlich sicher Bescheid wusste”, sagte der Landwirt.

Den beiden Männer wurden wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen sowie pornografischer Darstellung Minderjähriger verurteilt. Der Vater bekam zudem wegen Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses und Kuppelei die Haftstrafe, der Landwirt auch wegen versuchter Anstiftung zur Vergewaltigung.

Die Kinder lebten bis zuletzt bei der 29-jährigen schwer behinderten Frau. Der sechsjährige Bub und das achtjährige Mädchen sind einem Gutachten zufolge aufgrund des erlebten Martyriums schwer traumatisiert, die psychischen Folgen sind einer schweren Körperverletzung gleichzusetzen. Die einzige Bezugsperson, bei der sie sich aufgehoben fühlen, dürfte ihre Mutter sein, die stets die Schuld von sich wies. Deshalb wurde vom Jugendamt entschieden, zum Wohl der Kinder diese vorerst bei der 29-Jährigen zu belassen. Die Kinder werden von einer Opferschutzeinrichtung und einer Sozialarbeiterin betreut.

Für die Zeit des Prozesses habe das Jugendamt die Kinder allerdings “geschützt untergebracht”, sagte MA11-Sprecherin Petra Mandl auf APA-Anfrage. Somit könnten die Kinder in Ruhe gelassen und die Mutter entlastet werden. Wie es nach der Verurteilung der Mutter und des Vaters weitergeht, wird erst entschieden. Den betroffenen Kindern – laut Gericht insgesamt 13 – wurde ein Schmerzengeld in Höhe von mehr als 50.000 Euro zugesprochen.

Quelle: Bild kalhh,thx! (CC0 1.0) + Quelle: Beitragsbild Alexas_Fotos, thx! (CC0 1.0)

 

Mehr zu diesem Thema:

Vielleicht gefällt dir auch

24 Kommentare

  1. Duro sagt:

    Ich verstehe selber nicht warum ist dieses Arschloch nicht zum Arzt oder sonst wo hingegangen ist und hat sich behandeln lassen?,er hat doch selber gewusst das er Krank ist….nein er muss seinen “Krankheit” erstmal auf dem Rücken unschuldiger “ausleben” und verlangt dann von uns “tolerant” zu sein.

    Deine “Krankheit” entschuldigt nicht deine taten!, ich empfehle dir dich selber zu töten damit deine Kinder endlich mit dir abschließen können und damit du keine Gefahr mehr für andere Kinder bist!.

    Und das empfehle ich allen die diese “Krankheit” haben,geht euch behandeln und wenn die Behandlung nicht wirkt erlöst uns von euch!

  2. Uwe sagt:

    Die Kommentare hier. Wie intollerant plötzlich alle werden die sonst immer nach Toleranz für alles und jeden schreien. Immer schön mit dem Winde drehen…

    • Mauzi sagt:

      Du…… ich bin sehr tolerant.. vor allem, wenn es darum geht.. einen verdammten Kinderficker hochzunehmen. Du kannst gerne dein kleinen Schnitzelwutz hineinstecken wo du möchtest.. Aber bitte nicht in ein Kind……. Dann spendier ich dir gerne noch 2 Euro .. dann kannst du dir ein Kg Gehacktes kaufen.. dann steck ihn dort rein..

  3. FDK sagt:

    14, 12 und 7 Jahre Freiheitsstrafe.

    Für Bandenkriminalität beim Handel von Cannabis Menge 50kg 11 Jahre.

    kek

    • Mauzi sagt:

      Du hast da leider recht….
      Unser Rechtsstaat ist fürn Ar……….
      Ich befürchte den Angeklagten.. Admin.. Mod.. User…. usw.. in Deutschland passiert noch weniger,…..Die bekommen ein paar Jahre… werden Psychologisch betreut.. und dann kommen sie wieder raus und die nächsten Kinder sind reif..
      Das ist eine krankhafte Neigung die man nicht behandeln kann. Die gehören weggesperrt ………für immer..

  4. Anonymous sagt:

    Was die Kinder für ein Martyrium durchmachen mussten,
    ist unerträglich. Da sind selbst die Haftstrafen und das Schmerzensgeld (13 Kinder gesamt 50000 €)
    rein gar nichts! Gar nicht zu sprechen von der Familie
    wo sich der Vater sich an die eigenen Kinder verging.
    Fassunglosigkeit macht sich breit!

    Seelische Wunden heilen oftmals nie!

    • Mauzi sagt:

      Richtig.. aber die Rolle der Mutter kann ich nicht nachvollziehen.. ohne Worte… ich finde alle Strafen viel zu wenig.. Gerade im Elternhaus.. wo Kinder beschützt sein sollten.. werden sie gequält und geschändet……

    • Mauzi sagt:

      Das schlimme ist.. ich habe schon wieder so ein Thema…….. zwar nicht in Deutschland…….. aber das geht mir selber immer sehr nah.. Ich brauche dazwischen immer eine kleine Pause..

      • DANNY sagt:

        @Mauzi

        Bei so einem Thema geht es einen nicht gut!
        Das ist verständlich und nachvollziehbar.

        Gott sei Dank, so hoffe ICH sind die Fälle Ausnahmen!
        (Die allerdings letzte Zeit gefühlt häufiger auftreten).
        Kenne aber zig Familien wo zu mindest nach “außen”
        alles schöne heile Welt ist und wo man auch noch
        Kinderlachen hört und sieht.

        Wenn man sich ausmalen würde was hinter jeder
        Haustür passiert oder passieren kann, so würde man
        wahrscheinlich gar nicht mehr schlafen können.

        Mauzi, möchte die trotzdem erheitern. Versuch es
        mal mit einen “lustigen Buch” oder mit netten Gesprächen
        z.B. wie mich dem DANNY. Nur tagelang in dieser
        Thematik zu sein, ist für jede Seele schädlich.
        Dein Engagement und deine Recherchen in dieser
        Sache sind beachtlich.

        So Mauzi, hiermal was zum abschalten:
        https://www.youtube.com/watch?v=5QoKGDrdtf4

        Wünsche dir ein schönes Wochenende

        • Mauzi sagt:

          Danke Danny.. bist lieb..
          * drück dich einfach mal
          Mach dir keine Gedanken um mich.. ich geh 2 – 3 mal die Woche zum Sport.. wenn es passt..Kann mich dort ganz gut abreagieren..
          Daher alles gut..

  5. Peniswiese sagt:

    Sich über Warez und anderen schmutzigen Kram unterhalten, sich aber über sowas aufregen…

    • Mauzi sagt:

      Das ist jetzt nicht dein ERNST..???????????? das mit einander zu vergleichen

    • DANNY sagt:

      Hallo Mauzi,
      dank dir für deine Stellungnahme. Der Typ ist es nicht wert,
      das ICH darauf antworte. Entweder hat er den Post nicht
      gelesen oder begriffen, oder er ist halt geistig nicht auf der “Höhe”.

      Vielleicht trifft auch beides zu!
      Gruss Danny

      • Mauzi sagt:

        Ja ohne Worte…
        Der hat den Schuss nicht gehört

      • Peniswiese sagt:

        Hast du aber offensichtlich. xD Straftäter sind Straftäter. Ob sie nun Kinder vergewaltigen oder Uhrheberrecht verletzten. Ganz objektiv betrachtet.

        • Mauzi sagt:

          Urheberverletzung zählt zu dem Kapitalverbrechen.. man schädigt da „ nur“ ein Konzern.. da geht es „ nur „ um Geld..
          Missbrauch / Vergewaltigung.. man schädigt da einen Babykörper.. der noch nicht dazu gebaut ist,.. das etwas in in eindringt.. man verletzt ein Lebewesen.. Babys und kleine Kinder wollen keinen Sex.. die sind nicht geil darauf.. das sich jemand an ihnen vergeht.. Man schädigt Kinder Körperlich wie Seelisch für ihr ganzes restliche Leben..

          Ich möchte dir nicht zu nah treten…….. weder verbal noch real… Ich weiß nicht ob du nur provozieren möchtest oder ob du das so meinst wie du das schreibst.. Wenn du in aller Ernsthaftigkeit Missbrauch mit Urheberverletzung gleichsetzen willst.. Sorry.. dann muss ich dir sagen.. da stimmt etwas nicht mit dir..

  6. nurmalso sagt:

    Da fehlen einem wirklich die Worte. Unfassbar was es da draußen so für Menschen gibt.

    • Mauzi sagt:

      Ich gebe euch da total recht……..
      Es ist nicht meine Art nur zu kopieren.. aber gerade bei diesem unsagbaren, widerlichen, abscheulichen, ekelhaften Thema. konnte ich nicht neutral bleiben.. Mir war schon total übel als ich mich damit befasst habe.. und dann darüber schreiben ? Das ging einfach nicht.. Ich hätte das kotzen bekommen..

    • Anonymous sagt:

      Bevor das passiert, brauchst du noch vielleicht noch ein paar “Electro Teaser” ? Aufgeladen und Startbereit sind die schon. Den “Rest” wie von dir angekündigt darfst du dann gern übernehmen. Würde dich auch nicht verpetzen!

    • ... sagt:

      Erschießen wäre VIEL zu schnell!!!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.