Zelda-Abmahnung: WWE-Star Cody Rhodes erhielt von Nintendo eine Unterlassungsaufforderung wegen des Triforce auf seinen Wrestling-Boots.
Selbst wenn ein WWE-Champion seine Liebe zu The Legend of Zelda öffentlich zeigt, wacht Nintendo streng über seine Kultmarken. Der amtierende WWE Undisputed Champion Cody Rhodes kassierte wegen des ikonischen Triforce-Symbols aus The Legend of Zelda auf seinen Wrestling-Stiefeln eine Unterlassungsaufforderung. Die aktuelle Zelda-Abmahnung zeigt erneut, wie konsequent der japanische Konzern gegen die Nutzung seiner Marken vorgeht.
Nintendo hat sich über Jahrzehnte den Ruf erarbeitet, sein geistiges Eigentum kompromisslos zu verteidigen. Ob Emulatoren, Fan-Projekte, Mods oder ROM-Webseiten – die Liste der juristischen Ziele des Konzerns ist lang. Selbst ein WWE-Superstar ist vor den Anwälten aus Kyoto nicht sicher. Entscheidend dürfte hier gewesen sein, dass das Triforce auf öffentlich vermarkteter Wrestling-Ausrüstung auftauchte und potenziell mit offiziellem WWE-Merchandise verbunden werden konnte. Bei kommerziellen oder öffentlich sichtbaren Nutzungen reagieren Unternehmen wie Nintendo traditionell besonders empfindlich.
Zelda-Abmahnung wegen Triforce auf Wrestling-Boots
Der amtierende Undisputed WWE Champion Cody Rhodes sprach in einer aktuellen Episode des Podcasts „What Do You Wanna Talk About?“ über seine langjährige Leidenschaft für The Legend of Zelda. Insbesondere spielte für ihn über Jahre hinweg das ikonische Triforce-Symbol eine wichtige Rolle. Nintendo störte sich jedoch daran, dass Rhodes das Emblem regelmäßig auf seinen Boots im Ring trug. Laut einem Bericht von IGN erhielt Rhodes daraufhin eine Unterlassungsaufforderung beziehungsweise ein sogenanntes „Cease and Desist“-Schreiben. Dabei betonte er, dass Nintendo überraschend höflich reagiert habe:
„Das war sehr nett. Sie hatten es auf niemanden abgesehen.“
Ganz neu ist die Geschichte allerdings nicht. Bereits 2013 schrieb Rhodes auf X, damals noch Twitter:
„I got a stern letter from Nintendo.“
So antwortete er auf Fragen von Fans, warum er die Triforce-Boots plötzlich nicht mehr tragen würde.
Zelda-Abmahnung trifft Wrestling-Kult
Das Triforce aus The Legend of Zelda gilt als eines der bekanntesten Symbole der Videospielgeschichte. Die drei goldenen Dreiecke stehen innerhalb der Spielereihe für Kraft, Weisheit und Mut. Verkörpert werden diese Tugenden von Ganon, Zelda und Link.
Mit dieser Symbolik identifiziere er sich seit Jahren persönlich, schilderte Rhodes mit Blick auf seine Wrestling-Karriere. Vor allem Ehrgeiz, Erfahrung und Mut seien Eigenschaften, die perfekt zum Wrestling passen. „I live that s**t, dog.“
„Mir gefällt die Idee, sich auf die eigene Weisheit und auf das zu verlassen, was man gelernt hat. Ehrgeizig zu sein, mächtig werden zu wollen – und dann auch den Mut zu haben, es durchzuziehen.“
Anschließend zog Rhodes sogar Parallelen zum harten Alltag im Wrestling-Ring:
„Du springst rein, verletzt dir den Ellbogen. Am nächsten Abend machst du es trotzdem wieder – und verletzt dich noch schlimmer. Genau deshalb fühlte sich das für mich passend an.“
Rhodes betonte außerdem, wie wichtig Mut, Ehrgeiz und strategisches Denken im Wrestling seien, insbesondere dann, wenn man trotz Verletzungen erneut in den Ring steigt. Deshalb habe er das Triforce als Teil seiner Ring-Persona verstanden. Rhodes trägt das Symbol gegenwärtig nur noch als Tattoo auf einem Finger. Seine Wrestling-Boots blieben nach der Nintendo-Unterlassung hingegen frei vom Zelda-Logo.
Gaming-Kultur im Wrestling angekommen
Der Fall weist auf eine enge Verbindung zwischen Gaming- und Wrestling-Kultur hin. Tatsächlich greifen viele Wrestler auf Elemente aus Videospielen, Anime oder Popkultur zurück, um ihre Figuren aufzubauen oder Fans anzusprechen.
Auch andere Wrestling-Stars nutzen traditionell Gaming-Referenzen. Kenny Omega ist beispielsweise bekannt für Attacken und Outfits mit Final Fantasy-Anspielungen. Solange Rechteinhaber wegsehen, funktioniert das meist problemlos – bis irgendwann eine Markenabmahnung oder Unterlassungsaufforderung ins Haus flattert.
Rhodes zog im Podcast sogar Parallelen zwischen Wrestling-Fans und der Zelda-Community. Dabei sprach er unter anderem über die heftigen Diskussionen rund um Wind Waker und Twilight Princess. Fans würden laut Rhodes lautstark einfordern, was sie sehen wollen. Dadurch können Fans sogar die Ausrichtung ganzer Marken verändern.
Zwischen Fan-Hommage und Markenrecht
Die Unterlassungsaufforderung gegen Cody Rhodes zeigt den schmalen Grat zwischen Fanliebe und Markenverletzung. Offensichtlich wollte der Wrestler weder Nintendo schaden noch die Marke ausnutzen. Vielmehr verstand er das Triforce als persönliche Symbolik.
Für Nintendo spielte das am Ende allerdings keine entscheidende Rolle. Sobald bekannte Marken oder Logos öffentlich genutzt werden, reagieren Konzerne insbesondere im Umfeld großer Entertainment-Marken wie WWE häufig mit juristischen Schritten. Mit höflich formulierter Anwaltspost, aber kompromisslosem Schutz des eigenen geistigen Eigentums bleibt Nintendo damit seinem bekannten Kurs treu.
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