Edward Snowden in Moskau mit Freundin Lindsay Mills vereint

Edward Snowden

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NSA-Whistleblower Edward Snowden lebt in Moskau mittlerweile mit seiner langjährigen Freundin, Lindsay Mills, zusammen. Dies geht aus dem Dokumentarfilm „CitizenFour“ hervor. Dieser wurde von Laura Poitras, die Snowden von Anfang an bei seinem Whistleblowing-Akt und der daraus resultierenden Flucht nach Russland begleitete, gedreht und am vergangenen Donnerstag das erste Mal einem ausgewählten Premierenpublikum gezeigt. Ab dem 24. Oktober soll er – zumindest in den USA – regulär im Kino zu sehen sein.

Der Film gibt angeblich viele neue Einblicke in Snowdens Persönlichkeit und seine Whistleblowing-Motive. Daneben zeigt er aber auch ein interessantes Detail seines Privatlebens – nämlich die Tatsache, dass Snowdens Freundin Lindsay Mills im Juni zu ihm nach Moskau gezogen ist.

Nach Ansicht des investigativen Journalisten Glenn Greenwald – der ebenfalls von Anfang an den Fall Snowden behandelt hat – könnte sich diese scheinbar triviale Information als herber Rückschlag für die Propaganda der US-Regierung erweisen. Wie Greenwald bei „OpEd News“ schreibt, stelle die US-Regierung es – auch mit Hilfe williger Journalisten, die Greenwald als „ausgewählte Loyalisten [der Regierung] im Kommentariat“ verspottet – gerne so dar, als seien Whistleblower dazu bestimmt, ein trauriges Dasein zu fristen. „Das ist der Schlüssel zu ihrem Versuch, unerwünschte Enthüllungen zu unterbinden: die Botschaft, dass dieser Akt zur vollständigen Zerstörung des eigenen Lebens führen wird.“ So sei die 35-jährige Haftstrafe – und zeitweise Misshandlung im Militärgefängnis – von WikiLeaks-Informantin Chelsea Manning ebenso zu erklären wie wiederholte Drohungen, auch an Snowden ein Exempel zu statuieren.

Snowden jedoch, so Greenwald, passe nicht in dieses Bild. Sein Leben in Moskau sei von Anfang an „erfüllend und lohnend“ gewesen. Er halte Reden, schreibe und gebe Interviews und sei zu einem wichtigen Meinungsbildner in der von ihm selbst angestoßenen globalen Debatte geworden. Nun sei ihm zudem auch noch privates Glück beschieden, da er mit der Frauen zusammen lebe, die er liebt. Snowden, so Greenwald, habe die Menschen nicht nur in Bezug auf wichtige politische Fragen zum Umdenken gebracht – er habe es noch dazu geschafft, sich danach ein „glückliches, gesundes und erfüllendes Leben“ aufzubauen. Das sende ebenfalls ein wichtiges Signal, denn wenn Snowden das könne, sei es auch anderen Whistleblowern möglich.

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