Die Facebook-Bank

Aus einem sozialen Netzwerk wird die Facebook-Bank? Facebook will Medienberichten zufolge Geldüberweisungen zwischen seinen Mitgliedern ermöglichen. Das Internetunternehmen stehe kurz vor dem Erhalt einer entsprechenden Lizenz in Irland, berichtete die „Financial Times“ am Montag.


Die britische Wirtschaftszeitung berief sich auf mehrere am Vorgang beteiligte Personen. Mit der Zulassung durch die Irische Notenbank dürfte das Online-Netzwerk in der Europäischen Union eigenes elektronisches Geld ausgeben. Das Unternehmen wolle so Zahlungen zwischen seinen Mitgliedern ermöglichen.

Facebook kann bereits bestimmte Zahlungen abwickeln, etwa beim Kauf von Spielen. Das Unternehmen verwaltet dabei die Zahlungen der Nutzer an die Spiele-Programmierer und kassiert dafür Provision.

Nutzer können sich allerdings untereinander kein Geld überweisen. Das wäre aber mithilfe einer Banklizenz möglich, erklärte die „Financial Times“ in ihrem Bericht. Das Konzept hinter Facebooks neuestem Geschäftsmodell ist laut der Wochenzeitung simpel: Nutzer könnten ihr Geld in die virtuelle Facebook-Währung umwandeln, um so untereinander Zahlungen vorzunehmen. Speziell Schwellenländer würde Facebook mit dem neuen Service ansprechen: Geldübertragungen von Gastarbeitern in ihre Heimatländer sollen künftig über die Facebook-Plattform möglich sein. Auch habe das Unternehmen bereits erste Partnerschaften mit Londoner Geldtransfer-Anbietern geschlossen.

Facebook verdient zurzeit vor allem Geld mit Werbung. Bei Online-Zahlungen ist unter anderem die US-Handelsplattform eBay mit ihrer Tochterfirma PayPal stark vertreten.

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