5G Versteigerung: Kommt das Ende in Runde 489 ?

Ist das Ende der 5G Versteigerung da? Drillisch hat ihr letztes Angebot im 3,6 Ghz Bereich zurückgezogen.Ein offizielles Ende gibt es nicht.

5G Versteigerung: Kommt das Ende in Runde 489 ?
Foto: Eckhard Henkel / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0 DE

Ist das Ende der 5G Versteigerung da? 1&1/Drillisch hat sein letztes Angebot im 3,6 Ghz Bereich zurückgezogen.

Dies erfährt man auf der Webseite frequenz.band . Ein offizielles Ende der 5G Versteigerung gibt es noch nicht.


1&1/Drillisch sicherte sich allerdings in der 5G Versteigerung einen weiteren Block im 2,1 Ghz Band, welcher ab 2026 für Drillisch zu verfügung stehen wird. Dieser Block gehörte vorher Vodafone. Damit würde die Frequenzauktion nach fast drei Monaten mit einem Betrag von knapp 6,5 Milliarden € enden. Dies ist allerdings bisher reine Spekulation. Drillisch Bot für den Block im 2,1 Ghz Band 168,155 Mio. €. Insgesamt sehen die Gebote in Runde 487 momentan folgendermaßen aus:

2,1 GHz (2021/2026)
TEF DE: 1/1 blocks for 376.8 M€
Telekom: 4/0 blocks for 851.5 M€
Vodafone: 3/0 blocks for 637.7 M€
1und1 DRI: 0/3 blocks for 501.5 M€

3,6 GHz
TEF DE: 7 blocks for 993.7 M€
Telekom: 9 blocks for 1310 M€
Vodafone: 7 blocks for 912.4 M€
1und1 DRI: 5 blocks for 732.9 M€

Wann ist Schluss bei der 5g Versteigerung?

Bran­chen­kenner schätzen momentan die mögliche Endsumme der 5G Versteigerung bei knapp 6,5 Milliarden, falls Vodafone auf den Block im 2,1 Ghz Bereich verzichtet. Vodafone müsste dann den Block 10A im 3,6 Ghz Bereich ersteigern. Es wird spannend ob Vodafone sich auf diesen Deal einlässt. Dies würde das Ende der 5G Frequenzauktion bedeuten. Nach der Auktion werden alle drei oder vier poten­zi­ellen Netz­be­treiber ohnehin mitein­ander reden müssen, wie sie die verblieben Funk­lö­cher jetzt noch stopfen können oder wollen.

Andere bauen bereits 5g Netze

Fun Fact: In Ländern wie der Schweiz oder Spanien sind bereits 5G Netze in Betrieb und in Deutschland ist die 5G Versteigerung noch im Gange.

Auch der o2-Chef Haas bemängelte die Frequenzauktion. Das investierte Geld werde später für den dringend benötigten Netzausbau fehlen, so Markus Haas. Andere Branchenkenner merken an, dass ein Aufbau des 5G-Netzes ohne die hochpreisige Versteigerung schneller möglich wäre. Eine schnelle mobile Datenverbindung wie in anderen Nachbarländern ist somit noch in ferner Zukunft.

Foto: Eckhard Henkel / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0 DE

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