Darknet: Berliner Zollfahnder heben Drogenring aus

Article by · 23. April 2018 ·

Ermittlern des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg ist ein Schlag gegen den illegalen Drogenhandel im Darknet gelungen. Demanch hatten Zollbeamte Zugriff auf die Kundenliste eines Drogenrings im Darknet. Sie sicherten Daten von 1500 Kunden und werteten diese aus. Die Ermittlungen sind abgeschlossen, eine Anklage der Staatsanwaltschaft wird aktuell vorbereitet, berichtet die „Berliner Morgenpost“.

Wie die Berliner Zollbehörde feststellte, waren ein Großteil von den 1500 identifizierten Kunden, die Ware aus einem illegalen Onlineshop im Darknet bestellt haben, Berliner und Brandenburger. Diese können sich demnächst auf Post von der Staatsanwaltschaft einstellen. Gemäß Medienbericht ist es den Ermittlern gelungen, eine Lieferung abzupassen und dann die Wege zurückzuverfolgen. Sie konnten dabei die direkte Quelle ausfindig machen und in weiteren Ermittlungen erschlossen sich die Kundendaten.

Allein in Berlin wurden im vergangenen Jahr insgesamt 16.077 Fälle von Rauschgiftdelikten erfasst. Im Jahr 2008 waren es noch 11.631 Fälle. Ermittler führen den Anstieg auch auf die Nutzung des Darknets zurück. Als Antwort darauf rüsten sie nun auf. So haben die speziell geschulten Digital-Forensiker des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg erst kürzlich eine eigene Etage am Hauptquartier der Zollfahndung am Platz der Luftbrücke bezogen und wurden mit modernster Technik ausgestattet. „Unsere Aufgabe ist es, Daten beweiskräftig zu sichern und so darzustellen, dass die Ermittler damit arbeiten können“, teilte ein Beamter der Berliner Morgenpost mit.

Bildquelle: geralt, thx! (CC0 Public Domain)

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5 Comments

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    Mr. X


    In Holland fordern oberste Kriminalorgane komplette Legalisierung von allen Drogen, denen ist die Kriminalität völlig entglitten. Alle zwei Tage Tote, und das ist keine Beschaffungskriminalität, sondern eiskalte liquidationen Verteilungskämpfe. In dem Scheiss Spiel ist einfach zu viel Geld im Umlauf.

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    Anonymous


    @Nexone
    Sobald man sich was nachhause schicken lässt oder immer dieselbe Packstation verwendet ist nichts mit sicher.
    Umgekehrt ist man nicht sicher sobald man immer die selbe Pakstation oder ein bis drei Postämter (beliebigen Lieferdienst einsetzen wird nur schlechter aus Anonymitätssicht) zum Versand verwendet.
    Das ist kein VPN/Tor-Problem, das ist alles analog.
    Wurde hier aber schon X-mal durchgekaut.
    Tor und Co wurde eben nicht entwickelt um so was zu ermöglichen.
    Will jemand seine Bitcoins (hier wird für immer jeder Zahlvorgang hinterlegt, sehr hilfreich um seine Anonymität zu wahren :-)), Moneros usw ausgeben hilft Tor eben auch nur sehr begrenzt.
    Nehmen wir mal das schöne Beispiel Hansanet.
    Was öffentlich bekannt ist legt den Schluss nahe das die den Hals nicht voll genug bekommen konnten und bei LUL Amazongeschenkgutscheine mit Abschlag für ihre Mühen angenommen haben, um diese mit Aufschlag für ihre Mühen bei Hansanet gegen die Bitcoins der dortigen Nutzer zu tauschen.
    Da war es ein leichtes denen was unterzujubeln und zu schauen wer nun so einen Gutschein einlöst oder wer letztendlich den sclechten Bitcoin (bitte beachten den Zahlungsverkehr bei Bitcoins im Auge zu behalten ist konstruktionsbedingt nicht schwer) in echtes Geld umrubeln will. Das Ganze mit den Testbestellungen und einer eventuellen Sicherheitslücke in deren verwendeten Software kombiniert und zu ist die Mausefalle.
    Was die reine Seite der Nutzung vom Tornetzwerk plus Forum betrifft, ich glaube kaum das die Forenbetreiber diplomierte Informatiker (mit jahrzehntelanger Erfahrung und ständiger Weiterbildung) sind und ihre verwendete Software regelmäßig einem Audit unterziehen. Mit anderen Worten die sind nicht vorsichtig sondern spielen mit etwas rum/können etwas benutzen, von dem sie keine Ahnung haben wie es eigentlich funktioniert.
    Ein Soldat ist auch kein Experte für Waffenentwicklung nur weil er ein Magazin einführen, entsichern, durchladen und abdrücken kann.

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    Schnauzi


    Naja, ich denke das Meiste geht noch offline von Hand zu Hand. Vor allem in Berlin, wo die Dealer teilweise schon sehr aufdringlich sind.
    Nur hat man eben einen tollen Erfolg wenn man so ein Forum hoch nimmt.
    Viel Erfolg mit vergleichbar wenig Aufwand.
    Wie das geht und das die Nutzer und Betreiber solcher Seiten eher nicht als risikobewusst anzusehen sind, wurde hier von diversen Kommentatoren schon ausführlich dargelegt.
    Ansonsten passt die Meldung gut zu dem Kommentar unter dem Googlebeitrag.

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      Nexone


      Die Leute im Deepweb auf Deutschland im Deepweb waren sehr vorsichtig. Der Admin war ein Krypto Genie, wurden dennoch gebusted, das Deepweb ist nicht mehr sicher.

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    Manda


    Das meiste wird wohl Gras gewesen sein. Freut mich, dass bei Polizei und Staatsanwaltschaft so viele Kapazitäten frei sind. Aber Hauptsache für Anis Amri zu wenig Personal zum Überwachen. Man könnte ja langsam echt mal an eine legalisierung denken, das fordert ja mittlerweile sogar die Polizei:
    https://www.focus.de/panorama/welt/polizei-kriminalbeamtenverband-fordert-ein-ende-des-cannabis-verbots_id_8415730.html


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