Darknet: Berliner Zollfahnder heben Drogenring aus

Ermittlern des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg ist ein Schlag gegen Drogenhändler im Darknet gelungen. Der Shop hatte 1.500 Kunden.

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Ermittlern des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg ist ein Schlag gegen den illegalen Drogenhandel im Darknet gelungen. Demanch hatten Zollbeamte Zugriff auf die Kundenliste eines Drogenrings im Darknet. Sie sicherten Daten von 1.500 Kunden und werteten diese aus. Die Ermittlungen sind abgeschlossen, eine Anklage der Staatsanwaltschaft wird aktuell vorbereitet, berichtet die „Berliner Morgenpost“.

Darknet-Shop hatte 1.500 Kunden

Wie die Berliner Zollbehörde feststellte, waren ein Großteil von den 1.500 identifizierten Kunden, die Ware aus einem illegalen Onlineshop im Darknet bestellt haben, Berliner und Brandenburger. Diese können sich demnächst auf Post von der Staatsanwaltschaft einstellen. Gemäß Medienbericht ist es den Ermittlern gelungen, eine Lieferung abzupassen und dann die Wege zurückzuverfolgen. Sie konnten dabei die direkte Quelle ausfindig machen und in weiteren Ermittlungen erschlossen sich die Kundendaten.


Weit über 16.000 Fälle alleine in Berlin

Allein in Berlin haben die Behörden im vergangenen Jahr insgesamt 16.077 Fälle von Rauschgiftdelikten erfasst. Im Jahr 2008 waren es noch 11.631 Fälle. Ermittler führen den Anstieg auch auf die Nutzung des Darknets zurück. Als Antwort darauf rüsten sie nun auf. So haben die speziell geschulten Digital-Forensiker des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg erst kürzlich eine eigene Etage am Hauptquartier der Zollfahndung am Platz der Luftbrücke bezogen und wurden mit modernster Technik ausgestattet.

„Unsere Aufgabe ist es, Daten beweiskräftig zu sichern und so darzustellen, dass die Ermittler damit arbeiten können“, teilte ein Beamter der Berliner Morgenpost mit.

Bildquelle: geralt, thx! (CC0 1.0 PD)

Tarnkappe.info

Über den Autor

Antonia ist bereits seit Januar 2016 Autorin bei der Tarnkappe. Eingestiegen ist sie zunächst mit Buch-Rezensionen. Inzwischen schreibt sie bevorzugt über juristische Themen, wie P2P-Fälle, sie greift aber auch andere Netzthemen, wie Cybercrime, auf. Ihre Interessen beziehen sich hauptsächlich auf Literatur.