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Perfect Privacy punktet mit neuem VPN Manager

Der VPN-Dienst Perfect Privacy entwickelte einen neuen VPN Manger, der dem alten überlegen sein soll. Die Community durfte ihn vorab testen.

In den letzten Wochen hatten die Nutzer des VPN-Dienstes Perfect Privacy die Möglichkeit, den neuen VPN Manager vorab im Beta-Status zu testen. Einer der Mitarbeiter hat dazu im eigenen Forum den Download-Link zur aktuellen Version veröffentlicht und in der Community um Feedback gebeten.

Perfect Privacy setzt Messlatte sehr hoch

Der in der Schweiz ansässige Betreiber gilt seit Jahren als Vorreiter in Sachen Sicherheit und Technik. Von daher hat man die Messlatte für die neue VPN-Software von vornherein sehr hoch gelegt. Natürlich funktioniert das Programm nur, sofern man Kunde von Perfect Privacy ist. Wer probeweise ein Abonnement abschließen will, kann dies dort* tun. Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, sich erstmal nur für einen Monat festzulegen.

Die Version für macOS und Windows beinhaltet keine Kinderkrankheiten mehr. Sie gelten beide als nutzbar und ausgereift. Die Ausfertigungen für verschiedene Linux-Distributionen dürften auch bald ™ erscheinen.

Verschiedene Modi für Einsteiger und Profis

Der VPN Client bietet drei verschiedene Modi an, die oben links im Fenster gewechselt werden können. Nach der Erstinstallation ist der Modus „Einfach“ voreingestellt. Er enthält die wichtigsten Einstellungen für die Sicherheit bei der Nutzung des Internets.

Daneben gibt es bei Perfect Privacy noch die Modi für Fortgeschrittene (Advanced) und echte Profis (Expert). Wem einer der umfangreichen Modi mit vielen Optionen zu kompliziert erscheint, kann problemlos mit einem Mausklick in den Einsteigermodus zurückkehren.

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Das Dashboard als Kontrollzentrum

Im Dashboard des VPN Clients stellt man den VPN-Server ein, den man in Anspruch nehmen möchte. Perfect Privacy empfiehlt jedem, einen Serverstandort zu wählen, der sich tatsächlich in der Nähe befindet, um die optimale Geschwindigkeit und den geringsten Ping zu erhalten. Wer möchte, kann bevorzugte VPN-Server mit einem Sternchen versehen, um sie zu markieren. Mit der Software ist es sogar möglich, die Auslastung des jeweiligen Servers zu überprüfen. Das ist in der Branche eher ungewöhnlich. Normalerweise gibt man freiwillig nur sehr ungerne Auskunft über die Auslastung der eigenen Hardware.

Multi-Hop & TrackStop bei Perfect Privacy inklusive

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Auch Multi-Hop-Verbindungen mit bis zu vier Hops sind möglich. Voreingestellt sind zwei Hops, die Anzahl kann aber bei Bedarf problemlos erhöht werden.

Im TrackStop-Menü können bestimmte Domains direkt auf den VPN-Servern von Perfect Privacy gesperrt werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die entsprechenden Online-Dienste anschließend unter Umständen nicht mehr funktionieren. Vor allem Google ist dafür bekannt, verschiedene Dienste in unzähligen Webseiten Dritter unterzubringen, um möglichst viele Daten zu sammeln und sich quasi unersetzbar zu machen. Bei der Vielzahl an Diensten, wie z.B. reCAPTCHA von Google, denkt man vielleicht nicht sofort daran und wundert sich, warum man auf bestimmte Webseiten plötzlich nicht mehr zugreifen kann.

Wichtig: die Leak Protection

Hier wird das Verhalten des Firewall- und DNS-Leak-Schutzes, also vom Kill-Switch, festgelegt. Bei der Standardeinstellung „Tunnel“ ist der Leak-Schutz aktiv, solange eine VPN-Verbindung besteht und der Benutzer diese nicht selbst beendet. Mit der Option „Programm“ startet der Schutz der eigenen IP-Adresse, sobald der VPN-Manager läuft. Wer online gehen will, muss zuerst einen VPN-Server auswählen, vorher ist man vom Netz getrennt. Bei „Permanent“ ist der Schutz immer aktiv. Das Internet funktioniert also nur, wenn eine VPN-Verbindung besteht. Dies ist dann aber unabhängig davon, ob der VPN Manager läuft oder nicht. Wählt man „Disabled“, deaktiviert man automatisch alle Firewall-Einstellungen.

Zusätzlicher Schutz mit dem Stealth-Mode

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Mit Stealth-VPN kann man die Art auswählen, wie Perfect Privacy den VPN-Traffic verschleiern soll. Zur Auswahl stehen im VPN Manager Stunnel, Socks, HTTP, OBFS oder SSH. Zusätzlich kann man auswählen, welcher Port dafür verwendet werden soll.

Die Ports ändern sich abhängig davon, ob man als Verschlüsselungsprotokoll das empfohlene TLS Crypt oder das ältere TLS Auth ausgewählt hat. Kundige VPN-Nutzer können darüber hinaus je nach Stealthmethode auf weitere Optionen zugreifen.

Jetzt die neue Software ausprobieren!

Wer möchte, kann sich hier den fortschrittlich aussehenden VPN-Client für macOS und Windows herunterladen. Der Client wurde von einem Mitglied des Perfect Privacy Teams in Python geschrieben und ist komplett Open Source. Der Programmierer hat auch eine Linux-Version für die nahe Zukunft angekündigt.

Noch nie etwas von Perfect Privacy gehört?

Dann bitte dieses Interview inklusive des zweiten Teils ganz in Ruhe durchlesen. Das Gespräch ist schon ein paar Tage älter, hat aber an Aktualität nur wenig eingebüßt.

Wer sich einen kurzen aber aussagekräftigen Überblick über den VPN-Markt verschaffen möchte, dem empfehlen wir einen Besuch auf dieser Webseite, wo wir verschiedene Dienstleister offen und ehrlich miteinander vergleichen.

Unser Autor Moritz Poldrack führt übrigens derzeit Geschwindigkeitstests durch, bei denen er hide.me*, Perfect Privacy* und ovpn.com* gegeneinander antreten lässt. Außerdem testet er, ob man bei den VPN-Providern das Angebot von Netflix nutzen kann. Wir werden die Ergebnisse so bald wie möglich veröffentlichen.

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Lars Sobiraj

Über

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem brachte Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.