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Neue WhatsApp-Betrugsmasche kapert Dein Konto

Bei einem neuen WhatsApp-Betrug bittet man das Opfer, eine bestimmte Telefonnummer zu wählen. Danach haben Dritte Kontrolle über Dein Konto.

WhatsApp-Betrügereien sind an sich nicht neu. Doch kürzlich hat Rahul Sasi, der Gründer und CEO von CloudSEk, eine neue Gefahr für WhatsApp-Nutzer entdeckt. Der aktuelle WhatsApp-Betrug besteht darin, die Opfer anzurufen, um sie anzuweisen, eine bestimmte Telefonnummer zu wählen.

Wer ahnungslos genug ist, das zu tun, hat schon verloren. Nach der Wahl der Nummer kann der Hacker den Schutz von WhatsApp umgehen und das Konto des Opfers übernehmen. Die Cyberkriminellen baten ihre Opfer eine zehnstellige Telefonnummer zu wählen.

Medienberichten zufolge kann das Opfer nicht einmal feststellen, ob es gehackt wurde, weil es dafür keine Nachweise gibt. Der Kriminelle loggt den Eigentümer des WhatsApp-Accounts aus und kann sich danach selbst einwählen, um die Zugangsdaten zu ändern. Die Servicenummern der Telekommunikationsunternehmen Jio und Airtel dienen der Weiterleitung von Anrufen. Der Trick funktioniert aber nicht nur in Indien, sondern laut dem Sicherheitsforscher Sasi überall auf der Welt.

Neuer WhatsApp-Betrug simpel und effektiv

Laut dem CEO ist dieser neue Betrug „eine der einfachsten und daher effektivsten Methoden, um das Konto einer Person zu stehlen“. Viele Menschen glauben nämlich noch immer, dass man sie nicht hinter das Licht führen könne, ohne ihr Smartphone zu besitzen. Deswegen haben viele Betroffene die unverdächtige Service-Hotline angerufen und waren danach ihren Account los. Die Vorgehensweise ähnelt dem WhatsApp-OTP-Betrug, der im April 2021 erstmals auftrat und letzten Monat zahlreiche Nutzer betraf.

Doch der aktuelle WhatsApp-Trick ist für die Täter wohl sehr leicht durchführbar. „Sobald der Hacker Zugriff auf das Konto hat, fordert er Geld von den Kontakten des Opfers.“ Möglich wären auch Erpressungsversuche der Konto-Inhaber selbst.

Aufforderungen von Fremden nicht nachkommen!

Da beim Mobilfunk die Telekommunikationsfirmen vielerorts die gleichen Service-Nummern verwenden, die stets mit den Ziffern 67 oder 404 anfangen, erscheinen sie den Opfern seriös zu sein. Wer sich davor schützen will, sollte einfach derartigen Aufforderungen nicht nachkommen.

Andererseits wäre es auch eine gute Gelegenheit, einen anderen Messenger wie beispielsweise Signal, Telegram oder Threema auszuprobieren. Es gibt genügend leistungsstarke Alternativen abseits von WhatsApp, die einen näheren Blick wert sind.

Tarnkappe.info


Lars Sobiraj

Über

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.