Shiny Flakes: Netflix strahlt die Geschichte des Online-Shops aus

Die Geschichte einer der bekanntesten deutschen Online-Shops für Drogen, "Shiny Flakes", wird nächstes Jahr bei Netflix zu sehen sein.

shiny flakes

Die Geschichte einer der bekanntesten deutschen Online-Shops für Drogen, Shiny Flakes, wird 2019 bei Netflix zu sehen sein. Die Kölner bildundtonfabrik (btf) habe schon mit den Arbeiten an der Jugendkomödie „Don’t try this at home“ begonnen, wie der Streaming-Dienst kürzlich bekannt gab. Der Leipziger Maximilian S., der damals zu sieben Jahren Jugendstrafe verurteilt wurde, wird davon allerdings nicht profitieren.

Der Streaming-Dienst Netflix lässt derzeit die Geschichte des jungen Leipzigers Maximilian S. verfilmen, der mit seinem Dark-Commerce-Shop „Shiny Flakes“ nach Behördenangaben fast eine Tonne Drogen umgesetzt hat. Von Dezember 2013 bis zu seiner Verhaftung im Februar 2015, gingen über das Clearnet und Deep Web zusammen fast eine Tonne Kokain, Ecstasy und Haschisch über den virtuellen Ladentisch. Lediglich Heroin war dort nicht verfügbar. Während der Betriebszeit von 15 Monaten, generierte man mit „Shiny Flakes“ insgesamt vier Millionen Euro.


„Shiny Flakes“ – Ex-Betreiber geht leer aus

Es ist nicht geplant, den Leipziger an den Einnahmen finanziell zu beteiligen. Maximilian S. kann keinerlei Markenrechtsansprüche geltend machen, weil sicher noch kein Drogendealer der Welt jemals dreist genug war, seinen Online-Shop beim DPMA oder einer vergleichbaren Bundesbehörde als Wort-Bildmarke eintragen zu lassen.

Drogen aus dem Kinderzimmer, um die Liebe des Lebens zu retten?

darknet stefan meyDie Produktionsfirma bft gab auf Anfrage der BILD-Zeitung bekannt, alle Handlungen, Personen und Orte der geplanten Serie seien frei erfunden. Allerdings habe man sich vor allem von der Story von „Shiny Flakes“ inspirieren lassen. Netflix will nächstes Jahr drei Schüler zeigen, die den „lässigsten Online-Drogenhandel“ überhaupt auf die Beine stellen.

Shiny Flakes Verfilmung: Authentisch oder lächerlich?

Bleibt abzuwarten, ob man mal wieder wie bei vielen anderen Produktionen, die den Graubereich behandeln, lediglich die üblichen Vorurteile bedienen will. Oder geht es den Machern ausnahmsweise darum, die Hintergründe dieser Szene so authentisch wie möglich darzustellen? Sorry, alleine die Ankündigung, dass der Drogen-Shop in der Serie gegründet wird, um die Liebe des Hauptdarstellers zurückzugewinnen, spricht Bände.

Was meint ihr? Wird sich ein Blick auf „Don’t try this at home“ (zu Deutsch: Probiere das nicht zuhause aus!) lohnen? Sag uns Deine Meinung hier im Kommentar-Bereich oder in unserer öffentlichen Telegram-Gruppe!

telegram

Tarnkappe.info

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.