Xrel.to nach Ausfall wieder erreichbar

Der Webserver war nie weg. Erreichbar war die NFO-Seite Xrel.to trotzdem über mehrere Tage hinweg nicht. Jetzt läuft wieder alles.

Kurz notiert: Aufruhr im digitalen Untergrund. Selten wurden wir so häufig angeschrieben wie in den letzten Tagen. Die populäre deutschsprachige NFO-Seite xREL.to samt eigenem Board und mehreren, wenn auch inaktiven, Blogs ist wieder da.


Kürzlich war die Domain offenbar einfach ausgelaufen. Jemand im Forum hat sogar angekündigt, er habe die Domain gekauft, um ein Fortbestehen der Seite zu gewährleisten. Das Dumme ist nämlich, dass es sowohl im deutsch- als auch im englischsprachigen Bereich an Alternativen mangelt. In den letzten Jahren sind sehr viele NFO-Seiten offline gegangen. Wer auch immer ein solches Projekt realisiert, tut es aus Spaß an der Freude. Geld kann man damit im Gegensatz zu einem P2P-Indexer oder einer Streaming-Webseite nur schwerlich verdienen. Es gibt zwar manche durchaus brauchbare Seiten. Die zeigen aber nur die NFOs bestimmter Kategorien an. Also beispielsweise nur von Konsolen-Spielen, ausschließlich von neu releasten MP3s etc. Doch mit solchen Nischen-Seiten kann kaum jemand etwas anfangen.

Interessant war Xrel.to auch deswegen, weil dort verhältnismäßig viel kommentiert wurde. Bei populären Windows-Games liest man dort sehr zeitnah, ob die Cracks funktionieren, die Spiele flüssig laufen, oder eben nicht. Es gibt zwar Alternativen, die sind aber nicht unbedingt in Deutsch wie etwa Crackwatch bei Reddit. Oder aber sie sind nicht so gut sortiert oder eher unübersichtlich, wie die vielen Warez-Börsen im Netz.

Zumindest kann man jetzt wieder ohne Umweg auf die Seite zugreifen. Bleibt abschließend zu hoffen, dass das so bleibt, weil im Web sonst eine wirklich wichtige Seite fehlen würde.

Tarnkappe.info

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

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