WikiLeaks: Neue Leaks zur US-Politik angekündigt

WikiLeaks plant die Veröffentlichung weiterer Geheimdokumente zur US-Politik. Rund eine Million Dokumente rund um die bevorstehenden Wahlen und drei verschiedene US-Regierungen hat die Plattform angeblich zugespielt bekommen und will sie in Kürze veröffentlichen.

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Assange kündigt Release zur US-Politik an

Wie WikiLeaks-Gründer und -Chefredakteur Julian Assange am heutigen Dienstag ankündigte, sollen insgesamt über eine Million Dokumente veröffentlicht werden. Sie enthalten geheime Informationen über die bevorstehenden Wahlen sowie drei verschiedene US-Regierungen.

Einen genauen Zeitplan für die Veröffentlichungen nannte Assange noch nicht. Er ließ aber durchblicken, dass die Dokumente noch vor Jahresende öffentlich gemacht werden sollen. Ein erstes Datenpaket soll schon nächste Woche verfügbar gemacht werden.

Anti-Clinton-Kampagne dementiert

Assange dementierte Spekulationen, dass WikiLeaks mit seinen Veröffentlichungen Hillary Clinton schaden wolle. Diese waren in den letzten Wochen immer wieder laut geworden, unter anderem im Zusammenhang mit den Veröffentlichungen über die Democratic National Convention (DNC). Die DNC-Leaks führten zum Rücktritt der DNC-Vorsitzen Debbie Wasserman Schultz, die sich in internen, von WikiLeaks veröffentlichten E-Mails sehr abwertend über Clintons damaligen (ebenfalls demokratischen) Konkurrenten Bernie Sanders geäußert hatte. Hillary Clinton musste im Umfeld der Veröffentlichung Umfrage-Einbußen hinnehmen. Insbesondere das Timing des Leaks, kurz vor Clintons Ernennung zur demokratischen Präsidentschafts-Kandidatin, ließ Kritiker vermuten, dass WikiLeaks Clinton gezielt schaden wolle. Assange wies diese Spekulationen aber nun zurück. Die Behauptung, die Veröffentlichungen sollten Clinton gezielt schaden, sei unwahr. Er sei diesbezüglich falsch zitiert worden.

Assange kritisierte dafür seinerseits Clinton und ihr Wahlkampf-Team. Diese hätten WikiLeaks wegen der Veröffentlichungen unverhältnismäßig angegriffen und diffamiert. So habe Clintons Wahlkampf-Team fälschlicherweise behauptet, beim Zugriff auf von der Whistleblowing-Plattform bereitgestellte Daten könnten Nutzer sich mit Schadsoftware infizieren.

Quelle: Reuters

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