Verkauf von Konzertkarten stark rückläufig

Eigentlich gilt das Konzert als Fels der Musik-Brandung. Doch eine aktuelle Umfrage bezeugt das genaue Gegenteil. Demnach sind die Einnahmen durch den globalen Verkauf von Konzertkarten gegenüber dem Vorjahr um satte 29% zurückgegangen.


Preise für Konzertkarten gestiegen

Dafür gibt es viele Erklärungsversuche. So beispielsweise, dass es im fraglichen Zeitraum einfach nicht genügend Tourneen von Superstars gab. Doch gestiegen ist in den letzten Jahren nur eines: nämlich die durchschnittlichen Preise für Eintrittskarten. Im Vergleich zu 2017 stiegen die Ticketpreise im Durchschnitt um 21 % auf 84,40 US-Dollar pro Stück an. Immer weniger Besucher sind offenbar bereit, 100 und mehr Euro auszugeben, um einen Superstar wie Jeff Lynne von ELO live zu sehen. Es gibt sogar Stimmen, die behaupten, die Anzahl der Konzerte der großen Acts wird bewusst klein gehalten, um eine künstliche Knappheit herzustellen. Verkleinert man das Angebot, steigt die Nachfrage automatisch, um somit die hohen Eintrittspreise zu begründen. In der Vergangenheit hat die Strategie soweit funktioniert, doch dann hat sich das Blatt gewendet. Dafür erfreut sich die Musikbranche bei der Vermarktung der Tonträger an einem kleinen aber stetigen Wachstum.

Kein Fels mehr in der Brandung

Diesen Sommer sind viele Menschen in Konzerte gegangen. Doch fast ein Drittel Rückgang der Umsätze für Konzertkarten im ersten Halbjahr, derart hohe Einbußen kann man nicht mal eben ausgleichen. Die Umfrage wurde erstellt vom Online-Magazin MusicBusinessWordwide.com. Im ersten Halbjahr wurden mit den Top 100 Tourneen immerhin 2.06 Milliarden US-Dollar verdient, dennoch ist dies ein Rückgang von 26,8 %. Der Großverdiener unter den Musikern war Elton John, der in den ersten sechs Monaten dieses Jahres alleine 82,6 Millionen US-Dollar in 56 Shows generiert hat. Darauf folgen Pink, Justin Timberlake, Metallica und Fleetwood Mac auf Rang fünf.

Tarnkappe.info

 

Beitragsbild Anthony DELANOIX, thx! (unsplash licence)

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

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