Usenet-Razzia: Was droht den Nutzern? (Podcast)

Article by · 14. November 2017 ·

Letzten Donnerstag zogen die Behörden bei mehreren Usenet-Foren und Usenet-Providern die Stecker. Daraufhin schlossen aus Angst vor weiteren Razzien, alle deutschsprachigen Usenet-Boards ihr Angebot. Fachanwalt Benedikt Klas erläutert im Telefon-Interview, mit welchen straf- und zivilrechtlichen Konsequenzen die Nutzer dieser Dienste rechnen müssen, wenn man sie verfolgen sollte. Alleine beim Forum usenetrevolution.info sollen 27.000 Personen angemeldet gewesen sein.

Die Webseiten town.ag, Usenetrevolution.info, NFO-underground.XxX und usenet-town.com sowie die Usenet-Provider SSL NEWS und speedUSE.NET wurden von den Behörden am Donnerstag stillgelegt. Daraufhin gingen aus Angst vor weiteren Razzien, alle anderen deutschsprachigen Usenet-Foren offline. Einzig das Invite-only Board usenet-4all ist noch online, allerdings wurden dort alle Bereiche entfernt, die etwas mit Urheberrechtsverletzungen zu tun hatten.

Am Wochenende wurden bei myGully.com im Bereich Netzwelt Gerüchte von zwei Nutzern gestreut, dass es am Wochenende die ersten Durchsuchungen in Bayern gegeben haben soll. Angeblich waren diesmal von der Durchsuchung am Sonntag früh nicht die Betreiber, sondern die Nutzer der Webseiten betroffen. Bisher ist unklar, wie ernst man diese Meldungen nehmen kann. Unabhängig davon sollte man unbedingt klären, was den Nutzern im Einzelnen drohen könnte. Sowohl zivil- als auch strafrechtlich gesehen.

Benedikt Klas ist Fachanwalt für IT-Recht und regelmäßig als Strafverteidiger im Bereich Cybercrime tätig. Er stand uns heute im Podcast Rede und Antwort. Wenn man bei den Ermittlungen, wie die GVU behauptet, der Spur des Geldes gefolgt ist, wäre es kein Problem, der zahlenden Kundschaft der betroffenen Usenet-Foren habhaft zu werden. In manchen Foren wurden die Warez nämlich erst dann sichtbar, nachdem man für deren Bereitstellung gezahlt hatte. Somit haben manche Personen für die illegale Verbreitung der Werke bezahlt, obwohl es sich um eine offensichtlich rechtswidrige Quelle handelte. Sie haben die Urheberrechtsverletzungen damit aktiv mit ihren Zahlungen unterstützt.

Dazu kommt: Die Foren-Software, egal welche, führt rund um die Uhr eine perfekte Protokollierung jedes einzelnen Schrittes der User durch. Man kann im Nachhinein genau sehen, was die Nutzer im Forum getan haben. Sichtbar sind die NZB-Dateien nur für angemeldete Nutzer. Und auch bei den kostenlos zu nutzenden Foren nur dann, sofern man sich vorher für den Upload des Archivs per Mausklick “bedankt” hat. Im Nachhinein ist für alle registrierten User in einer separaten Liste sichtbar, wer sich für welche Uploads bedankt hat. Das gleiche gilt natürlich auch für den Fall, dass die Behörden die Server beschlagnahmt haben. Im nächsten Schritt haben die Nutzer die NZB-Datei heruntergeladen. Sie ist (ähnlich wie ein Magnet-Link oder Torrent-Datei) eine Art technische Anleitung, wo genau die Dateien mittels einer entsprechenden Software heruntergeladen werden können. Laut Benedikt Klas ist aber weder der Besuch der Webseite, noch der Bezug der NZB-Datei illegal oder strafbar. Entscheidend ist und bleibt, ob man den Verdächtigen den tatsächlichen Download der Dateien auf ihren Computer nachweisen kann. Da der eigentliche Transfer ausschließlich über die Server des Usenet-Providers läuft, können auch nur darüber die Urheberrechtsverletzungen der Downloader nachgewiesen werden.

Manche Beobachter fragen sich indes, warum man letzte Woche nicht gegen die im deutschsprachigen Raum bekannten Usenet-Provider vorgegangen ist, die im Graubereich immer wieder wegen ihrer Werbung auffallen. Hätte man diesen Bereich ernsthaft aufräumen wollen, hätte es eigentlich ganz andere Usenet-Provider treffen müssen, weil dort die meisten Deutschen angemeldet sind. Sie zahlen dort für die hausgemachten Download-Clients und einen Hauch Komfort ein Vielfaches von dem, was man sonst für den Zugang zum Binärbereich des Usenet bezahlen muss. Doch die großen Usenet-Anbieter sind offenbar zu gut juristisch abgesichert. Oder sie hatten zufällig nichts mit den Ermittlungsergebnissen der Behörden oder den Strafanträgen der GVU zu tun. Getroffen hat es auf jeden Fall einen südeuropäischen Anbieter für Affiliate-Partnerprogramme, der oft und gerne Kunden an einen der einschlägigen Anbieter aus San Marino vermittelt.

Was also droht den Nutzern der Usenet-Razzia, sofern man auch gegen sie vorgehen sollte? Wie wahrscheinlich sind die Bustmeldungen von myGully.com? Dies und mehr klären wir gemeinsam mit Benedikt Klas im folgenden Podcast:

 

 

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30 Comments

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    Anonymous

    Ich meine Strafrechtlich.
    Zivilrechtlich muss der Download wohl exakt nachgewiesen werden. Eine Firma kann sicher nicht sagen da war irgendwas von uns dabei, sondern kann nur exakt für das Schadensersatz verlangen was auch gezogen wurde.

    100 mal dieselbe Safe Knack Anleitung zu laden ist sicher kein Problem. 100 verschiedene, da bist du dann sicher auf dem Radar von FBI, CIA und Konsorten.
    Wenn die Wahrscheinlichkeit gross genug ist das Zweifel ausgeschlossen sind, dann wird das auch ohne Beweise reichen. Sprechen so viele Indizien für eine Täterschaft das das kein Zufall mehr sein kann ist das dem Richter manchmal ausreichend.

    Aber nicht falsch verstehen, es wird den Usern hier definitiv nichts passieren,es geht nur darum das es nach meiner Meinung theoretisch möglich wäre wenn man den Überriesigen Aufwand dazu nicht scheuen würde

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    mrmofro

    @BlueVik

    Ich bin von meinem Provider dank Brothers zu speedusenet gewechselt (mein alter hatte extreme Probleme mmit der Geschwindigkeit gehabt)

    Ich denke mal nicht das da was passiert. Dank SSL und co düfte alles extrem schwer nachzuweisen sein

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    Uwe

    Ich denke mal so…..Mitgliedschaft bei den Boards ist nicht illegal, einen Provider zu haben wie Speeduse ist auch völlig problemlos. Speeduse ist Reseller von Eweka und wird die Kunden über Ihre Server an die Rechencenter/Server von Eweka weitergeleitet haben. Eweka schreibt in Ihren Nutzungsbedingungen das sie nichts loggen und speichern. Selbst wenn man auf dem Board als Nutzer identifiziert wird und Kunde bei Speeduse war und selbst wenn es eine IP gäbe die zu Eweka führen würde bzw. bei Speeduse abgegriffen worden wäre, dann fehlt immer noch der Nachweis, von dem was man geladen hat! Und ohne diesen Nachweis ist nix zu beweisen. Selbst ohne die Meldung oben wäre es sehr unwahrscheinlich, das dem Downloader irgendwas nachzuweisen wäre.

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    BlueVik

    @mrmofro
    Ich habe das, was ich in den überall verteilten Pressemitteilungen gelesen habe so verstanden, dass Speeduse.net als Sponsor von z.B. UsenetRevolution.info tätig war, und seine Zugangsangebote offensiv auf dem Board beworben wurden. User, die einen Account eben bei den Revos gehabt hätten, und die gleichzeitig einen kostenpflichtigen Zugang beim dort beworbenen Speeduse.net gebucht haben, könnten sich demnach unter Umständen der Beihilfe zu gewerbsmäßigen Urheberrechtsverletzungen schuldig gemacht haben! Inwieweit Zahlungsdaten noch vorhanden sind, denn meines Wissens warb Speeduse ja genau damit, dass diese Daten sofort wieder vernichtet werden, wird sich zeigen. Auch muss der Zusammenhang mit genau zu bestimmenden gedownloadeten Titeln ja auch erstmal hergestellt werden, da ja ein Zugang alleine ja eigentlich legal ist, und bestimmt nicht jeder Zugangsbucher über die geschlossenen Boards an Speeduse rangekommen ist. Zudem habe ich überhaupt noch nicht davon gehört, das bestimmte Usenet-Boards Mitgliedsgebühren erhoben haben sollen, was ja auch schonangeklungen ist. Naja, wie du siehst mache ich mir auch so meine Gedanken und harre der Dinge………….

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    MissingUHQtoo

    Edit:
    Gerade erst den neuen Artikel gelesen.
    Ändert aber nicht allzu viel an dem was ich geschrieben habe.
    PW muss auch hochwertig genug gewesen sein (siehe Video Udo Vetter Recht auf schweigen 2.0) Wie er dort sagt war sich einer seiner Clienten auch sicher das die nichts rausbekommen. Nach zwei tagen haben sie angerufen “Das PW ist Limonade”
    Selbst wenn auch alle auf privaten PCs vorhandenen daten verschlüsselt waren ist die Frage – Sind alle PWs hochwertig genug ?

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      Michael

      Also das mit der Limonade ist auch echt grob fahrlässig :D Meine verschlüsselten Container haben Passwörter von über 30 Zeichen mit Groß/Kleinschreibung, Zahlen, Sonderzeichen und nix aus dem Wörterbuch. Und es ist trotzdem einfach zu merken und einzugeben, wenn man sich ein bisschen Gedanken bei der PW-Erstellung macht.

      Ich kann auch jedem nur empfehlen VeraCrypt zu nutzen. Egal ob man digitaler Pirat ist oder einfach nur seine Daten schützen will. Bei meiner Freundin, die eine völlig weiße Weste hat, richte ich jetzt auch VeraCrypt ein. Wenn man Programme installieren kann, dann kann man auch VC nutzen, total einfach.

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    MissingUHQtoo

    Wie sollte bitte folgendes zusammenpassen:
    Bei zwei Usern waren angebliche Hausdurchsuchungen. Möglicher Grund dafür -> Powerleecher die Beweismittel vernichten könnten. Ich frage mich jetzt, wieso Hausdurchsuchungen wenn es möglich wäre über die Providerlogs eindeutig festzustellen wer, was gezogen hatte ? Da wären doch Hausdurchsuchungen überflüssig.
    Entweder die beiden (oder nur eine Person ?) möchte Angst schüren und die Haussuchung hat gar nicht stattgefunden.
    Oder es ist nicht möglich per Providerlogs User eindeutig den Download nachzuweisen. (Falls Logs existieren)
    Oder – die beiden taten etwas was sie über die normalen Leecher rausragen lässt. (Eher sehr unwahrscheinlich)

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      Ich halte die Durchsuchungen bei den Nutzern für eine Ente, ehrlich gesagt. Wenn die Logs bis auf Usenetrevolution gelöscht waren, wie soll man das dann noch nachweisen? Und dort gab’s ja das Strom-“Problem”. ;-)

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        MissingUHQtoo

        Ich habe das nicht richtig mitbekommen wo das gewesen sein soll, habe aber etwas von einem Ausfall beim Serveranbieter gehört. Vermutlich ist das gemeint.
        Aber Stromproblem hin oder her ….
        Erstmal liegen die Daten natürlich auf dem Server. Vielleicht auch ein paar Dumps der DB
        Aber das ist mit Sicherheit nicht der einzige Ort. Es wäre mehr als nur grob fahrlässig wenn nicht mindestens ab und an der ein oder andere Admin eine Kopie der Datenbank und Boarddateien gemacht hätte.
        Die dann eben bei im Zuhause auf dem PC liegen. Ob diese Daten bei allen gut genug verschlüsselt waren (Udo Vetter sprach letztens von minimum 30 Zeichen PW) oder rechtzeitig vor den Durchsuchungen gelöscht werden konnten ist eine andere Frage.
        DA war nur in einem Board wirklich der TEC-Admin. Die anderen hatten eigene Tecs die sicher selber ein Backup machten. Und auch die Boardbesitzer selber hatten sicher eines. Also einige Personen mit entsprechenden Daten zuhause.
        Ich frage mich sowieso warum DA meinte er hat die FP geschreddert. Ist er nach Frankreich gefahren dazu oder zu den ganzen Kollegen in Deutschland um die zu zerstören ? Ich hoffe es zwar, aber sorry, ich glaube nicht wirklich das jedes Backup rechtzeitig zerstört wurde.
        Alleine wenn man bedenkt das löschen alleine ja nicht nutzt, die Platte muss überschrieben werden. Das dauert bis zu einige Stunden.

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    IchVermisseUHQ

    Danke für den informativen Podcast Lars, bitte halte uns auf dem Laufenden was das Usenet-Thema angeht!
    Bin gespannt wie es weitergeht.

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    OlloBollo

    Danke für die kompetenten Infos. Ich habe Filesharig über Bearshare, Torrent und Megaupload überlebt. Hoffentlich sinkt mein Glücksstern hier nicht. :) Danke Lars

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    mrmofro

    Ich hatte selber einen speeduse account. Bin mal gespannt ob da überhaupt was passiert. Der reine Besitz ist ja eh nicht illegal.

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    Anonymous

    Gibt es zu den angeblichen HDs in Bayern schon Näheres?

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    d0wNLoAdEr

    Danke für den Podcast. Hatte glücklicherweise nie einen „SSL-News-Account“ Kam mir schon immer spanisch vor und gab es (zum Glück) woanders günstiger…

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    Anonymous

    Na Glückwunsch… das haben die ja toll gemacht. Erst lassen sie das Gutachten von 2014 verschwinden, aus dem hervorgeht, dass es gerade KEIN Millionengeschäft ist ein paar Bücher oder Filme zu ziehen und das die Kundschaft verschwinden gering ist und nun wird sich hier oberwichtig gemacht… Ziel ist es sie deutsche Warez-Szene zu zerstören, Hausfrauen, kids, Opis und Omis die gerne lesen zu belangen… jaja, der Wahnsinnscoup gegen das organisierte Verbrechen ist gelungen. Das wirkt wie die üblichen Soziopathen, die in Behörden eine Arbeit gefunden haben und sonst im Osten Chiwawas Maulkörbe verpassen, weil sie den Postboten angeblich gekniffen haben. Herzlichen Glückwunsch.

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    Stromzaehler

    Dem Anwalt würde ich grundsätzlich erstmal zustimmen.
    Nur, wie soll das in der Praxis weitergehen, sollte man da wirklich durchgreifen wollen?
    30000 lul.to Kunden, 20000+ Usenet, kino.to usw.
    Aktuell schafft es die Justiz nicht die Einsprüche gegen die Abschiebungen abzuarbeiten und kommt da jetzt schon in Teufels Küche. Ja, das sind andere Gerichte aber denen werden aktuell Richter und anderes Personal zugeordnet, welches von anderen Kammern abgezogen wird.
    Dazu noch die ganzen popeligen Drogendelikte nach der Art hat 1,7 Gramm Hasch dabei usw.
    Jetzt noch dieser Mist obenauf und wir haben Zustände wie in Italien wo Verjährung auch bei schweren Straftaten, der Regelfall ist. Schwere Körperverletzung kann nicht bearbeitet werden, nur weil man noch mindestens 500000 Filesharer und sonstige Urheberrechtsverletzer aburteilen muss.

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    Wie immer

    Eine theoretische Überlegung wie das mit den Usenetboards abgelaufen sein könnte. Nur spekulativ, aber es sind auch ein paar Fakten dabei….

    Jeder der sich ein klein wenig in die theoretische Materie einarbeitet, bekommt schnell mit, dass es für ein Usenetboard derzeit mehrerer Dinge bedarf. Einen Boardserver, einen Uploadserver und eine Quelle für Waren. (abgesehen vom Personal und KnowHow) Summa summarum ca. 2.000 bis 2.500 Euro im Jahr.

    Nun mag es vereinzelt Leute geben die jährlich soviel Geld für ihr Usenethobby ausgeben, aber gleich 7, 8 oder mehr Boards?
    Es muss also eine andere Geldquelle da sein. Der einzige Hinweis – der sogenannte Sponsor mit dem Werbebanner. Gut, nach diesen Überlegungen steht also jetzt der Provider genug unter Verdacht, dass man ihn überwachen darf.

    Schaut man jetzt den von dort ausgehenden Geldfluss zu, stellt man überraschenderweise fest, dass der nicht an Privatpersonen geht, sondern an OVH (Cloud-Dienstleister). Wobei manche der bezahlten Server IPs mit denen der Usenetboards überein stimmen.
    Doch Halt – da ist ja doch noch eine regelmäßige Zahlung an eine Privatperson.
    Natürlich möchte man wissen was da dahintersteckt, und Recherchen und Überwachung ergeben dann, dass die Server von Usenetrevolution nicht vom Provider bezahlt werden, obwohl die dafür werben. Die Zahlungen werden doch nicht….. Tatsächlich, die revos lassen sich im Gegensatz zu den anderen Boards den Server nicht stellen, sondern besorgen den selber, und lassen sich die Ausgaben dafür sponsern.
    Ein gefundenes Fressen also.

    Natürlich könnte sich ein ähnliches Szenario auch so mit dem VPN-Sponsor zugetragen haben, falls man tatsächlich ein paar Euro zum auszahlen hatte, aber so einen hatten viele, wieso dann ausgerechnet die revos….

    Tatsache ist, jedes Usenetboard zahlt drauf.

    Mit den Millioneneinnahmen sind die beiden Usenet-Provider gemeint.
    Zwei Provider, 5Jahre macht ca. gute 8.000 Euro Einnahmen im Monat.
    Aber Einnahmen sind nicht Gewinn. Als Reseller und die Unkosten…. Keine Ahnung, ich halte höchsten 10% Gewinn für real, guter Nebenverdienst, aber nichts zum reich werden. Millionen Einnahmen hört sich da natürlich viel besser an.

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    Kritik am Podcast oder am Beitrag ist gern gesehen. Aber wer uns BILD-Zeitungs-Niveau vorwirft ohne dies zu begründen, muss damit leben, wenn sein Kommentar gelöscht wird.

    Anzeichen für Boulevard-Journalismus kann ich beim besten Willen keine entdecken. Im Gespräch kommt zudem ganz deutlich und kurz ausgedrückt heraus, was den Nutzern drohen kann. Manche Leute finden in jeder Suppe ein Haar.

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      hans

      könntest du evt. nochmal beim Anwalt nachfragen welche konkreten zivilrechtlichen Kosten auf die Nutzer zukommen könnten?

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        Das ist abhängig davon, wie viele Downloads man der Person nachweisen kann. Und natürlich, wie wertvoll die Werke waren, die sich der Abgemahnte illegal beschafft hat. Im Gegensatz zu P2P-Abmahnungen hast Du das Werk ja keinen Dritten hochgeladen, um so weiteren Schaden zu erzeugen, den Du hinterher ersetzen müsstest. D.h. pro Kinofilm der Preis der DVD (soweit schon vorhanden) etc. Ist die Fragen, ob sich das für die Abmahnkanzleien überhaupt lohnen würde, Euch zivilrechtlich zu belangen. Bei Uploadern sieht es natürlich ganz anders aus.

        Aber das würde ich erstmal abwarten, ob es soweit überhaupt kommen wird.

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          Thomas

          kannst du vielleicht trotzdem nachfragen wieviel das werden kann? Anwaltsgebühren pro Werk? Oder würden die dann gesamt auf die entgangenen Lizenzen verrechnet? einfach bei einem beispiel mit x filmen?

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            TeeB

            Immer diese Panik und die hypothetischen Fragen. Warte doch ab, bis da mal einer verdonnert wurde, dann siehst Du ja was einem blüht oder auch nicht. Meinst Du, das ne Aussage von irgendeinem Anwalt garantiert, dass ein Gericht auch in Deinem Fall so entscheidet?

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          hans

          Reicht für die Abmahnung das danke und das nzb, oder müssten dafür auch die Downloads mit den ( möglicherweise vorhandenen) Usenet Provider Protokollen bewiesen sein? Ist aus dem Podcast nicht wirklich hervorgegangen

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            Der Download der NZB-Datei wird nicht abgemahnt, weil das legal ist. Auch das Bedanken ist legal und kein Beweis für eine Urheberrechtsverletzung. Die findet in dem Moment statt, wenn Du die Datei auf Deine Festplatte lädst. Das muss bewiesen werden für eine straf- oder zivilrechtliche Verfolgung. Das wurde im Podcast aber auch so gesagt.

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            Anonymous

            Ich denke das das in 99,99% der Fällen zwar stimmt, aber ganz sicher kann man sich nie sein. Es wird auch bei diesem Bust den Usern nichts passieren, davon bin ich überzeugt. Aber die unwahrscheinliche Möglichkeit besteht trotzdem.
            Es hat schon Richter gegeben die Ihr Urteil damit begründeten – ein paar Klicks können Versehen gewesen sein, aber einige Dutzende ? Das ist kein Zufall, da wurde mit der Absicht drauf geklickt das dahinter liegende Release zu beziehen. Ob das dann auch tatsächlich gemacht wurde ist unerheblich, in Deutschland ist alleine der Versuch strafbar.

            Ungelogen, es gab Urteile die sinngemäss so gesprochen wurden, wenn auch nicht im Usenetbereich. Ich denke aber das sowas dann immer nur auf einzelne User angewandt werden kann, nicht auf eine Gruppe von mehreren Tausend wie hier der Fall und der Aufwand ist einfach zu riesig um da jetzt jeden Fall einzeln zu betrachten. Das wären schon keine Kanonen mehr mit denen auf die Spatzen geschossen wird, das wären dann schon ganze Kontinente die sie nach den Spatzen werfen.

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            Anonymous

            Ja, aber Du hast ja nicht mal das File runtergeladen, sondern nur eine NZB. jetzt müsste der Richter hingehen und einen Durchsuchungsbefehl ausstellen, weil Du eine NZB geladen hast und damit dann einen/mehrere Film/Spiel/Serien/Software heruntergeladen haben KÖNNTEST. Keine Ahnung, ob unsere Rechtsprechung das hergibt.

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            Anonymous

            Und wer soll glauben das man 30, 50, 100 oder mehr nzbs nur zum Spaß geladen hat und keine einzige weiter verwendet? Das ist so sinnlos das das nicht mal der allerdümste Alpha-Kevin glauben würde, geschweige den ein Richter.

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            Anonymous

            Richtig. Aber darf der Richter jetzt aufgrund eines Verdachtes etwas unternehmen bzw. eine HD anordnen? Ich könnte mir auch eine Anleitung zum Safe knacken runterladen. Auch gerne 10 Duzend. Reicht das schon? Denn wer weiss schon, ob ich die dann wirklich knacken gehe.
            Per Se ist der Download einer NZB nicht strafbar.

          • comment-avatar

            Tom

            @anon

            meinst du jetzt strafrechtlich oder zivilrechtlich?

          • comment-avatar

            Anonymous

            warum nicht?

            “Bei einem Verdächtigen kann die Durchsuchung seiner Wohnung oder anderer Räume angeordnet werden, wenn zu vermuten ist, dass diese Durchsuchung zum Auffinden von Beweismitteln führt. Es muss aber auch hier ein Anfangsverdacht vorliegen, also es müssen zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Straftat gegeben sein.”


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