Surfshark VPN: Wie installiere ich die App auf einem Android-Smartphone?

Tarnkappe.info Tutorial

Das Einrichten der Android App von Surfshark VPN ist wirklich einfach. Wir zeigen Euch hier Schritt für Schritt, wie es geht. Eher unerfahrene Nutzer haben manchmal Angst, etwas bei der Installation neuer Apps kaputt zu machen. Keine Sorge! Wir haben uns bei dieser Anleitung für Surfshark entschieden, weil man dabei ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis geboten bekommt.


Zum Verschleiern der eigenen IP-Adresse beim Surfen, der Umgehung von Netzsperren oder Geoblocking (z.B. von YouTube Videos) oder für Downloads via P2P, reicht Surfshark allemal aus. Wer hingegen in Webseiten nach Sicherheitslücken suchen möchte, um die Betreiber zu warnen, wäre beispielsweise bei Perfect Privacy besser aufgehoben. Sollte sich bei der Installation zwischenzeitlich etwas geändert haben, bitte beachten: Diese Anleitung wurde Ende Januar 2020 veröffentlicht.

Surfshark will mit niedrigem Preis mit aller Macht Marktanteile erobern

Surfshark ist noch vergleichsweise neu im Markt. Trotz einer umfangreichen Server-Infrastruktur, die man den Kunden bietet, versucht sich Surfshark vor allem über den vergleichsweise geringen Preis in den Markt zu drücken. Wer bereit ist, sich für 24 Monate an ein und denselben Anbieter zu binden, bezahlt bei Surfshark nur 1.79 EUR monatlich. Einen derart niedrigen Preis sucht man bei sehr vielen Wettbewerbern vergeblich.

Den Nutzern kann das eigentlich egal sein. Wir zahlen nur 42,96 EUR, um unsere IP-Adresse für zwei Jahre zu verschleiern (Stand 22.01.2020). Außerdem kann man das Abonnement innerhalb der ersten 30 Tage ohne Angabe von Gründen kündigen. Das ist nur fair. Wie bei vielen Anbietern üblich, steht der Briefkasten des Unternehmens irgendwo außerhalb der 14-Eyes-Staaten. Wer weiß, wo die wirklich sitzen. VIP, einer unserer Moderatoren im Forum, dröselt Euch bei Bedarf gerne den Standort aller Server auf, das macht er eh häufiger… ;-)

Was ist denn überhaupt ein VPN?

surfshark 2-jähriger VPN-PlanDie Abkürzung VPN steht für Virtual Private Network. Das VPN wird üblicherweise dazu genutzt, um eine sichere Verbindung von Eurem Zuhause oder Smartphone mit dem Internet herzustellen. Um uns geschützt im Internet zu bewegen, starten wir erst die Software von Surfshark und erst dann benutzen wir den Firefox oder einen anderen Browser. Der Vorteil dabei liegt auf der Hand. Während das VPN läuft, wird automatisch die gesamte Kommunikation verschlüsselt. Der VPN-Server leitet hierfür einfach all Eure Anfragen an die Ziel-Adresse weiter, sodass Eure IP-Adresse unbekannt bleibt. Beim Smartphone oder Tablet-PC ist die Vorgehensweise die gleiche. Zuerst muss die App des VPN-Anbieters aktiv sein und Euch erfolgreich mit einem VPN-Server verbunden haben, bevor man sich im Internet bewegt. Dann bekommen die Seitenbetreiber die IP-Adresse von Surfshark und nicht Eure echte zu Gesicht. Wer sich wegen seiner IP-Adresse unsicher ist, kann vor und nach dem Start der App YourIPis.org oder eine andere Website zur Prüfung der übermittelten IP-Adresse aufrufen. Es gibt unzählige davon, leider strotzen die meisten vor nerviger Werbung.

Warum sollte man einen VPN einsetzen?

Es ist schon seit längerem bekannt, dass der Bundesnachrichtendienst (BND) offiziell in Frankfurt a.M. den Datenknoten DE-CIX mitlauschen darf. Der BND leitet auch seit geraumer Zeit Eure Meta-Daten direkt an die NSA weiter. Wie aufschlussreich alleine die Meta-Daten eines Menschen sind, wird hier erklärt (Teil 2 des Hintergrundberichts). Das kann man nicht wollen, selbst wenn man nichts zu verbergen hat.

Neben dem Schutz Deiner Privatsphäre gibt es hier aber noch weitere nette Features. So darf man die Software von Surfshark auf so vielen Geräten installieren, wie man möchte. Das gilt neben Windows 10 natürlich auch für Android oder iOS. Des Weiteren bietet einem das VPN vom richtigen Anbieter Schutz bei zivilrechtlichen Anfragen. Wer Filesharing über eine P2P-Tauschbörse betreibt, muss sich zwingend vor Abmahnungen schützen. Ansonsten spielt Ihr Russisch Roulette. Wer diesbezüglich mehr Informationen braucht, sollte sich mal in Ruhe unseren Tarnkappe VPN Guide anschauen, da wird alles sehr ausführlich erläutert.

surfshark smartphone anzahl server

 

Wie richte ich mir auf meinem Android-Smartphone Surfshark-VPN ein?

Hier folgt ein kleines Tutorial, womit Ihr eine gewisse Grundsicherheit erlangt:

  1. Zuerst solltet Ihr Euch die Surfshark-VPN App herunterladen und installieren, diese findet Ihr Google Play Store, alternativ auch auf der Surfshark-Webseite.
  2. Erstellt Euch einen Account und loggt euch ein, dies geht in der App oder auf der Webseite.
  3. Nachdem Ihr euch eingeloggt habt, einmal „WIE STELLE ICH EINE VERBINDUNG HER?“ öffnen. Dann seht Ihr folgende Anleitung:

4. Wenn Ihr Euch sofort verbinden wollt, klickt Euch durch das Tutorial und drückt danach auf „VERBINDEN“. Hierbei verbindet Ihr Euer Android-Smartphone standardmäßig mit dem schnellsten Server in Eurer Nähe.

Welche Einstellungen soll ich in der Surfshark-VPN App vornehmen?

Natürlich haben wir uns von Tarnkappe.info ein paar Gedanken gemacht, welche Einstellungen der App für Euch am besten sind. Hier unsere empfohlene Konfiguration:

CleanWeb: Besonders gut bei Werbung in den Apps, denn es hält Euch jede Menge lästige Werbung, Tracker und Malware vom Leib. (Funktionen -> CleanWeb)

 

VPN Kill Switch: Deaktiviert bei Abbruch der Verbindung den kompletten Internetzugang, sodass kein Datenverkehr mehr stattfinden kann. Ansonsten würdet Ihr wieder die IP-Adresse Eures Androiden übertragen – und sei es nur gegenüber Eurem Mobilfunkanbieter, sofern Ihr Euch außerhalb eines WLAN-Netzwerkes bewegt, in das sich Euer Smartphone einwählen kann. (Einstellungen -> VPN Kill Switch)

 

Unsichtbar für Geräte. Um im lokalen Netzwerk unsichtbar zu sein, sollte man diese Einstellung vornehmen. Drigend erforderlich in öffentlichen Netzwerken! Diese Einstellung schützt Dich vor Angreifern im Netzwerk. Wer bei einer Konferenz des CCC ohne Schutz herumläuft, muss eigentlich nur ein paar Minuten bis Stunden warten, bis die ersten Hacker „anklopfen“.  (Einstellungen -> Unsichtbar für Geräte)Surfshark macht Euer Android unsichtbar

OpenVPN Protokoll: Begutachtet von unzähligen IT-Sicherheitsexperten. Nach jetzigem Kenntnisstand soll OpenVPN derzeit mit der richtigen Datenverschlüsselung sicher sein.  (Einstellungen -> Protokoll)Surfshark OpenVPN/UDP

Datenverschlüsselung: Damit das OpenVPN Protokoll auch sicher bleibt, empfehlen wir folgende Einstellung (Einstellungen -> Datenverschlüsselung):Surfshark Datenverschlüsselung

Das automatische Verbinden: Falls Ihr mal vergesst, das VPN wieder einzuschalten! (Einstellungen -> Autom. verbinden)surfshark vpn

 

Verbindungsverschlüsselung: Was sind die Unterschiede?

Der VPN-Dienst verbirgt Eure IP-Adresse und vermischt Euren Datenverkehr mit dem der anderen Nutzer. Um die Sicherheit des Datenverkehrs zu gewährleisten, muss eine starke Verschlüsselung verwendet werden. Dafür stehen bei Surfshark die beiden Verschlüsselungsalgorithmen AES-256-GCM und Chacha20Poly1305 zur Verfügung.

Fangen wir mal mit Chacha20Poly1305 an. Stellt Euch vor, Ihr habt einen Brief geschrieben. Diesen Brief legt Ihr in einen Umschlag. Ihr wisst natürlich nicht, ob der Brief auf dem Weg zum Empfänger geöffnet und gelesen wurde. Wie stellen wir nun sicher, dass dieser Brief nicht geöffnet und gelesen wurde? Wir versiegeln den Brief und hier kommen die Datenverschlüsselungen ins Spiel. Anstelle des üblichen Wachssiegels auf Euren Briefen, gebt Ihr Datenpaketen einen geheimen Schlüssel mit, der Eure Datenpakete zugleich auch verschlüsselt. Mit diesem geheimen Schlüssel kann der Empfänger Eure gesicherten Datenpakete öffnen. Wie schnell die verschlüsselten Datenpakete geöffnet werden können, hängt von Eurer Hardware und von der Schlüssellänge ab. Denn ältere Smartphones können die versiegelten Datenpakete aufgrund Ihrer geringeren Leistung nicht so schnell öffnen. Deshalb wird für ältere Smartphones Chacha20Poly1305 empfohlen, da der Aufwand gering ist, um die Datenpakete zu Ver- und Entschlüsseln.

Jetzt bleibt noch AES-256-GCM übrig, was hat es damit auf sich? AES (Advanced Encryption System) ist ein starker Verschlüsselungsalgorithmus, der in der Kryptographie mit symmetrischem Schlüssel verwendet wird. AES unterstützt verschiedene Schlüssellängen von 128, 192 und 256 Bit. Je länger die verwendete Schlüssellänge, desto schwieriger ist es, die Verschlüsselung zu knacken. Wenn Ihr also für die verschlüsselten Datenpakete ein 256-Bit Schlüssel auswählt, gibt es 2256 oder 1,1 x 1077 mögliche Kombinationen, um einen Schlüssel zu bilden. AES-256-GCM wird daher auch von der US-Regierung verwendet, um geheime Informationen zu schützen. Werden nun Eure Datenpakete mitgeschnitten sind sie unlesbar für den Dieb. Selbst wenn der Dieb versuchen würde den Schlüssel per Brute-Force-Methode (ausprobieren von zufällig generierten Passwörtern) zu knacken, würde er je nach Länge der Schlüssel mehrere Milliarden Jahre brauchen.

Fazit

Die Surfshark-VPN App hat in unserem Testlauf eine gute Bandbreite gezeigt. Natürlich hängt die maximal zu erreichende Geschwindigkeit von Eurem Wohnort und Server-Standort ab. Der Speedtest ließ unsere Herzen höher schlagen, denn mit 40 Mbit/s (5 mb/s)* auf dem Smartphone, kann sich der Anbieter auf jeden Fall sehen lassen!

*Bitte beachtet, dass die Messergebnisse variieren und von Router zu Router unterschiedlich sein können.

Anmerkung: Ja, wir haben Tracking-Links im Beitrag eingebunden und erhalten eine Provision für den Fall, dass jemand seinen Zugang nicht innerhalb der ersten 30 Tage kündigen sollte. Vor Ablauf der 30 Tage fallen keine Gebühren an! Außerdem haben wir die Anleitung nicht wie eine Schleichwerbung aufgebaut, sondern ganz bewusst alle Vor- und Nachteile dieses Anbieters aufgeführt.

Bill & Ghandy

 

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Autor bei Tarnkappe


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