Skype: Microsoft führt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ein

Skype-Nutzer können ab jetzt ihre Chats und Anrufe Ende-zu-Ende-verschlüsseln. Das Protokoll kommt von Signal und gilt als besonders sicher.Die Funktion ist jedoch nicht standardmäßig aktiviert.

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Was für WhatsApp und zahlreiche andere Kommunikations-Apps schon lange zum Standard gehört, ist nun auch bei Skype angekommen: Der zu Microsoft gehörende Skype-Messenger führt die Sicherheitsfunktion der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ein. Allerdings ist der Zugriff auf private Unterhaltungen jeweils nur auf einem Gerät möglich und muss zudem von Nutzer erst aktiviert werden.

Wie bereits im Januar von Microsoft angekündigt, so ist es nun mit der Funktion „Private Conversations“ möglich, Ende-zu-Ende verschlüsselte Skype-Audioanrufe zu führen und Textnachrichten oder Dateien, wie Bilder, Audio oder Videos, zu senden unter Verwendung des Industriestandard-Signalprotokolls von Open Whisper Systems, das als besonders sicher gilt. Der Inhalt dieser privaten Konversationen wird sowohl in der Chat-Liste als auch in Benachrichtigungen ausgeblendet, um die Informationen privat zu halten.


Private Unterhaltungen sind optional, User müssen sie für jede Konversation extra aktivieren. Sie lassen sich starten über das „+Chat“-Symbol und dem Auswählen von „Neue private Unterhaltung“, alternativ kann man im Profil des Empfängers „Private Unterhaltung beginnen“ auswählen. Ein weiterer Schritt ist zum verschlüsselten Telefonieren notwendig. Hier wird der verschlüsselte Anruf gestartet durch das Anklicken des kleinen Schlosses, das sich gleich neben dem Telefonhörer-Symbol befindet. Nachdem der Empfänger die Einladung angenommen hat, werden alle Anrufe und Nachrichten in dieser Konversation Ende-zu-Ende verschlüsselt, bis sie beendet werden. Allerdings kann man nur jeweils von einem Gerät aus an einer privaten Unterhaltung teilnehmen, mehrere gleichzeitige verschlüsselte Unterhaltungen lassen sich nicht führen. Zwar lassen sich die Konversationen auf jedes Geräte umstellen, nur sind die Nachrichten, die man aktuell sendet und empfängt, an das Gerät gebunden, das gerade verwendet wird. Wer also auf dem Handy einen solchen verschlüsselten Chat startet, kann das entsprechende Gespräch auf seinem Rechner nicht sehen. Die Funktion ist nur in der aktuellen Version von Skype für Windows, Mac, Linux, iOS und Android (6.0+) verfügbar.

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Ich bin bereits seit Januar 2016 Tarnkappen-Autor. Eingestiegen bin ich zunächst mit Buch-Rezensionen. Inzwischen schreibe ich bevorzugt über juristische Themen, wie P2P-Fälle, greife aber auch andere Netzthemen, wie Cybercrime, auf. Meine Interessen beziehen sich hauptsächlich auf Literatur.