NSA-Überwachung: EFF stellt 8-Punkte-Plan vor

Die Bürgerrechts-Organisation EFF stellt einen Plan zum Kampf gegen die NSA-Überwachung vor, der auf politischen Aktivismus und Verschlüsselung setzt.

eff, Electronic Frontier Foundation (EFF)

Die US-amerikanische Bürgerrechts-Organisation „Electronic Frontier Foundation“ (EFF) stellt einen 8-Punkte-Plan zur Beendung exzessiver Massenüberwachung durch den Geheimdienst NSA vor. Dieser Plan sieht sowohl technische als auch juristische und politische Maßnahmen vor.

Maßnahmen hat EFF langfristig ausgelegt

Er soll vor allem Menschen aus dem Ausland vor NSA-Überwachung schützen, die nicht wie US-Bürger verfassungsmäßig und juristisch vor Bespitzelung durch die NSA geschützt sind. Überwachung, so die EFF, sei ein globales Problem und fordere dementsprechend auch globale Lösungen.

Zukünftig wollen die Aktivisten mit Website-Betreibern und Internet-Providern zusammenarbeiten und auf diese einwirken, ihre Systeme besser zu schützen. Zur Begründung heißt es, derartige Firmen würden oft mit der NSA kooperieren. Die EFF will nun Druck ausüben, dass sich die Firmen stärker gegen den Einbau von Hintertüren oder Abhörschnittstellen in ihren Systemen wehren, und sie dabei unterstützen.

Auf technischer Seite setzt die EFF vor allem auf die Förderung von Verschlüsselung – eine Maßnahme, die IT-Sicherheits-Fachleute zweifellos vernünftig finden würden.  Sie fordern eine globale Bewegung für die Verbreitung von Verschlüsselung auf Benutzerseite. Die EFF will dabei unterstützend tätig sein und vor allem die Benutzerfreundlichkeit entsprechender Software zu verbessern versuchen. Bereits bestehende Tipps und Anleitungen sollen ausgebaut und in möglichst viele verschiedene Sprachen übersetzt werden.


Daneben nennt die EFF mehrere Gesetze und Vorschriften, bei denen sie Verbesserungsbedarf sieht, und verspricht, sich auch in diesem Bereich für Reformen einzusetzen. Bürgerrechte und Privatsphäre sollen stärker in der US-Gesetzgebung verankert werden.

All diese Maßnahmen sind natürlich eher langfristig angelegt und werden viel Arbeit und Engagement fordern. Die EFF erklärt daher, der Plan sei „nicht für die nächsten zwei Wochen oder drei Monate“. Es sei vielmehr „eine mehrere Jahre dauernde Schlacht“. Mit zunehmender Erfahrung könnte er auch durchaus noch abgeändert und angepasst werden. Alle interessierten und engagierten Menschen fordert die EFF auf, diesen Kampf zu unterstützen, indem sie sich für Verschlüsselung engagieren, ihre Mitmenschen über Überwachung aufklären oder EFF-Mitglieder werden.

Tarnkappe.info