Netflix: Anime Serie soll Ingress Prime anteasern

Ingress Prime soll im Oktober bei Netflix durch eine eigene TV-Serie angeteasert werden. Es geht um eine Neuauflage des Augmented Reality-Spiels „Ingress“. Niantic Labs plant auch ein eigene Smartphone App für Harry Potter Fans. Für künftige Spiele wurde ein eigenes System entwickelt, welches die Umgebung als dreidimensionalen Raum und nicht mehr nur als plattes Bild versteht. Dann würde Pikachu nicht mehr ungewollt in der Luft schweben.

Bereits im Dezember wurde bekannt, dass die frühere Google-Tochter Niantic Labs das weltweit erste Augmented Reality Game „Ingress“ neu auflegen will. Im Gegensatz zu Nintendos „Pokémon Go“ verfügt Ingress weltweit nur über etwa 500.000 Mitspieler. Die App des Retro Klassikers hat im Gegensatz dazu bisher rund fünf Millionen aktive Spiele für sich begeistern können. Kritik wurde zudem am ersten AR-Projekt laut. “Ingress” sei vom Konzept her zu verkopft, komplex und nicht so richtig zugänglich für neue Mitspieler.

Im Herbst diesen Jahres soll deswegen „Ingress Prime“ erscheinen, bei dem die alte Story mit den Erleuchteten und dem Widerstand durch eine bessere Geschichte ersetzt werden soll. Die neue Storyline soll sich an Superhelden-Geschichten wie Ant-Man oder Doctor Strange orientieren. Man geht davon aus, dass das besser als das bisherige Konzept ankommen wird. Um Aufmerksamkeit zu generieren, soll dann zur Markteinführung von „Ingress Prime“ zeitgleich eine Anime-Serie bei Netflix anlaufen. Die Serie soll dabei erwachsener wirken als das eher kindlich wirkende „Pokémon Go“ oder das kommende „Harry Potter Wizards Unite“. Bisher ist nicht bekannt, ob man die alten Statistiken von Ingress mitnehmen kann oder, wie die Fortsetzung im Detail aussehen soll. Bislang sind noch keine weiteren Informationen zur Fortsetzung durchgesickert. CEO John Hanke sagte gegenüber dem Magazin Variety, man habe aus den Fehlern aus den beiden vorherigen Spielen gelernt. Zumindest im Fall von “Pokémon Go” war dies für Niantic Labs ein Erfolg mit mehr als 20 Millionen Downloads und einem Umsatz von geschätzten 1.8 Milliarden US-Dollar.

 

Ingress Prime: Augment Reality goes 3D ?

Ende letzten Monats kaufte Niantic Labs das Londoner Softwarehaus Matrix Mill, das eine neue Technologie für AR-Spiele entwickelt hat. Da deren Software die eigenen Kameraaufnahmen nicht mehr nur als flache Scheibe sondern als dreidimensionalen Raum versteht, können die virtuellen Mitspieler in der eigenen Umgebung auch perfekt eingefügt werden. Pikachu würde folglich auf dem Boden laufen, statt versehentlich in der Luft zu fliegen oder innerhalb von Mauern, wie dies in der Vergangenheit häufiger der Fall war. Auf dem Beispielvideo (siehe unten) kann man sehen, dass man sogar je nach Stand der Sonne für die virtuellen Figuren einen eigenen Schatten eingebunden hat. Eine solche Technik hat man vorher noch nie in Kombination mit einer App im Einsatz gesehen, das wäre revolutionär.

Bislang wurde Ingress vor allem als Sammelstelle für Portale eingesetzt, um die Fotos und Beschreibungen der Community auch bei den nachfolgenden Spielen zu verwenden. Bis auf einige große Events, die Entwicklung der App und der kontinuierliche Ausbau der Portale, hat sich bei Ingress in den letzten Jahren aber nicht mehr viel getan. Ob eine Storyline aus einem Comic in Verbindung mit der Fernsehserie und der neuen Okklusions-Software die Wende bringen wird, bleibt abzuwarten. Bis auf ein Video und die Möglichkeit, sich in deren Newsletter einzutragen, wird einem auf der Seite noch nichts geboten. Die Ingress-Fans werden sich also noch mindestens bis Oktober gedulden müssen.

 


Video: Einbindung der Figuren Eevee & Pikachu in eine reale Umgebung, die gerade gefilmt wird.

"Netflix: Anime Serie soll Ingress Prime anteasern", 5 out of 5 based on 1 ratings.

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

Vielleicht gefällt dir auch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.