Mega-Panne stoppt Kim Dotcoms Bitcache

Eigentlich sollte heute Bitcache, der neue Sharehoster von Kim Dotcom, der schon jetzt Milliarden US-Dollar wert sein soll, online gehen. Nur 90 Minuten vor dem Start seines neuen Projekts wurde dieser verschoben. Die genauen Hintergründe hat der Gründer bisher nicht bekannt gegeben.

Eigentlich wollte Dotcom am fünften Jahrestag der Megaupload-Razzia seinen neuen Online-Speicherdienst inklusive innovatives Feedback-System und Implementierung der virtuellen Währung Bitcoin starten. Laut Dotcom sei dieses neue Projekt schon jetzt mehrere Milliarden Dollar wert.

Kurz vor dem geplanten Launch kam es offenbar zu einem ernsthaften Problem. Ohne auf die Problematik inhaltlich einzugehen, kündigte er einen „Schluckauf“ an. Später war von einer „Straßenblockade“ die Rede, deren Beseitigung ein bis zwei Tage in Anspruch nehmen könnte. Weder die bisher in Neuseeland veröffentlichten Medienberichte, noch der Blogeintrag der Kollegen von TorrentFreak verraten, was heute hinter den Kulissen passiert ist. Vorab hatte der deutsche Internetunternehmer Torrentfreak verraten, es gebe Probleme mit dem Fund-Raising und auch eine juristische Hürde, an dessen Lösung seine Anwälte arbeiten würden. Zwar wäre am heutigen 20. Januar kein kompletter Start möglich. Wohl aber wollte man eigentlich mehr Details verraten, was Bitcache zu einem besonderen Sharehoster machen soll.

Bis dato trudelte leider keine weitere Pressemitteilung mehr in unserem E-Mail-Postfach ein. Lediglich einen Tag vor dem Boot-Vorgang von Bitcache wurde der geplante Start und weitere Informationen mit der nächsten Presseaussendung angekündigt. Laut dem New Zealand Herald soll ein Firmenkonsortium bestehend aus den Unternehmen MU2 Ltd., Bitcache Technologies Ltd. und Bitcache Ltd. hinter dem Projekt stehen. Die Firmen haben ihren Sitz in Cook Island und den Cayman Islands. Steuerlich gesehen erscheint dies clever. Möglicherweise war die Konstruktion am Ende doch ein wenig zu kompliziert, um so schnell an den Start zu gehen? Genaueres werden wir wohl erst in ein paar Tagen erfahren.

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

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