GO Unlimited von Cloudflare gekicked

Der Streaming-Hoster GO Unlimited wurde gestern von Cloudflare rausgeworfen. Der Anbieter hat sich in der Vergangenheit in der Szene mit seiner Bullet Proof Philosophie einen guten Namen gemacht. Auf DMCA-Löschaufforderungen reagiert man nämlich grundsätzlich nicht.

Der Streaming-Hoster GO Unlimited löscht grundsätzlich keinen Content. Auch nicht, wenn Rechteinhaber oder Verbände wie die MPAA versuchen, aktuelle Kinofilme oder Fernsehserien von den Servern dieses Anbieters entfernen zu lassen. Nach aktuellen Schätzungen werden dort monatlich mehr als 50 Millionen Seitenaufrufe generiert. Wahrscheinlich ist es noch viel mehr, weil das Online-Analysetool Similarweb die Zugriffe asiatischer Surfer kaum bis gar nicht berücksichtigt und sich mehrere Portale an das asiatische Publikum wenden, die ihre Videos von dort beziehen.


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GO Unlimited LogoVlado aka tunny, der selbst DDL.to nebst VUP.to betreibt, fragt in einem Blogbeitrag, wie GO Unlimited das eigentlich schafft, die ganzen Löschanfragen einfach zu ignorieren. Die meisten Anbieter reagieren aus Angst vor rechtlichen Konsequenzen früher oder später auf die DMCA Requests und entfernen die fraglichen Werke von ihren Servern.

Wahrscheinlich aufgrund der massiven Urheberrechtsverletzungen wurde Cloudflare nun juristisch dazu gedrängt, GO Unlimited als Kunde zu entfernen. Das Portal ist seit gestern Nachmittag wieder ohne Probleme erreichbar. Cloudflare scheint mit Piraterie im Allgemeinen wenig Probleme zu haben. Nur darf man es halt nicht übertreiben. Wer zu viel Trafic mit illegalen Inhalten erzeugt, wird gekündigt. Dies ist im Februar diesen Jahres auch dem Wettbewerber RapidVideo geschehen. CEO Alex Bytes musste sich ganz schnell einen anderen Anti-DDoS-Dienstleister suchen. Genauere Gründe für die Kündigung seiner Firma wollte man dem Geschäftsführer von RapidVideo hingegen nicht mitteilen.

GO Unlimited: kein Support mehr über Wjunction

ogboard logoSeit der Gründung des englischsprachigen Forums OGBoard vor einem Monat, über das wir bereits berichtet haben, wurde der Support bei Wjunction eingestellt. Wer Fragen hat, kann sich im entsprechenden Thread beim OGBoard direkt an den Betreiber wenden.

Bislang hat Cloudflare nur die größten Missetäter seiner Tür verwiesen. Unzählige Fraud-Foren, Fake-Shops und andere Portale, wo im gewerbsmäßigen Umfang Urheberrechtsverletzungen vollzogen werden, dürfen bislang noch als Kunden bleiben. Man wird sehen, wie lange das noch so weitergeht. Statt der bösen RaubMordKopierer sollte man wohl besser erstmal die Portale rauskicken, die mit Hilfe von Cloudflare ihre menschenfeindliche terroristische Propaganda verbreiten. Der Geschäftsleitung ist dies schon seit dem Jahr 2012 bekannt.

Weitere Details zum Thema Cloudflare kann man bei Interesse in diesem oder jenem Hintergrundbericht nachlesen.

Tarnkappe.info

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

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