Finanzministerium: Olaf Scholz warnt vor dem Monero

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) ist ein bekannter Skeptiker von Kryptowährungen. Er lobt den Bitcoin und warnt vor dem Monero (XMR).

Olaf Scholz Monero

Der Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) ist ein bekannter Kryptwährungsgegner. Doch nun äußerte er sich positiv über den Bitcoin, aber warnte zugleich vor dem Monero.


Vorurteile gegenüber Kryptowährungen

Olaf Scholz macht sich in der Kryptowährungs-Community schon damals unbeliebt, als er das Vorurteil der Terrorfinanzierung und Geldwäsche in Verbindung mit den digitalen Coins ins Spiel brachte. Hinzu kam dann noch sein Gesetzesentwurf, unter dem Kryptowährungsbörsen strengen Kontrollen unterworfen sind.

MoneroBitcoin ist nun ungefährlich in den Augen des Bundesfinanzministers

Das Finanzministerium hat mit der Ersten Nationalen Risikoanalyse 2018/2019 die Vorurteile des Finanzministers entkräftigt. Umso überraschender lässt sich auch aus dem Bericht herauslesen, dass man „derzeit noch keine großumfänglichen Geldwäscheaktivitäten“ durch die Nutzung von Kryptowährungen feststellen konnte. Die erste Wahl sei – wer hätte das gedacht – Bargeld. Die Gründe sprechen auch für sich, denn Bargeld ist anonymer als eine Kryptowährung und es unterliegt nicht so starken Schwankungen.

„Das Risiko der Nutzung von Kryptowerten für die Terrorismusfinanzierung wird derzeit als niedrig eingestuft.“

Kryptowährung Monero (XMR) die große Gefahr?

Trotz des Berichts, in dem man davon ausgeht, dass es noch keine Geldwäscheaktivitäten mit Kryptowährungen gibt, ist die Furcht vor Monero (XMR) am größten. Die anonyme Kryptowährung Monero sei auf dem Vormarsch im Darknet. Das Besondere an dieser Währung ist die Anonymität. Diese Kryptowährung hat das Potenzial sich zu einer bessere Alternative zu Bitcoin zu entwickeln. Des Weiteren geht das Finanzministerium davon aus, dass bisherige Coins weitere Anonymität-Features erhalten. So kündigte bereits schon der Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin bei der Schließung von Bestmixer.io an, dass Ethereum (ETH) noch anonymer werden soll. Für Liebhaber des Monero gibt es Portale wie XMR.to, wo man anonym und ohne Anmeldung tauschen kann.

Anonymität durch Kryptomixer

Was das Bundesfinanzministerium in seinem Bericht außer Acht gelassen hat, sind die Mixer von Kryptowährungen. Kryptowährungsmixer verwenden zahlreiche Funktionen, um die Privatsphäre und Anonymität zu gewährleisten. In der Regel müssen Benutzer temporäre Wallets anlegen. Die Plattformen, die die temporären Wallets erstellen, speichern die Benutzerinformationen nicht länger als 24 Stunden. Diese Dienste verschleiern dann durch das Mixen, die Absender- und Empfängeradressen von Transaktionen. Bezüglich der Sicherheit muss man sich letztlich auf die vollmundigen Versprechen der Anbieter verlassen, eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Wer ganz sicher gehen will, tauscht besser sein Guthaben in XMR um und dann bei Bedarf wieder zurück in BTC oder eine andere Kryptowährung.

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