Darknet: Zollfahndung deckt illegalen Waffenhandel auf

Article by · 15. Juli 2017 ·

Laut einer Pressemitteilung des Zollfahndungsamtes Frankfurt am Main vom Donnertag (13.07.2017) sollen drei Tatverdächtige, Waffen und Munition für 25.000 Euro im Darknet bestellt haben. Die Ermittlungen richteten sich gegen einen 81-Jährigen aus dem Landkreis Northeim (Niedersachsen), einen 54-Jährigen aus Dortmund und einen 46-Jährigen aus dem Landkreis Altenkirchen (Rheinland-Pfalz).

Bei den drei Tatverdächtigen haben Beamte des Zollfahndungsamtes Frankfurt am Main in drei voneinander unabhängigen Ermittlungsverfahren insgesamt 17 erlaubnispflichtige Schusswaffen, 2.312 Schuss Munition, zehn verbotene Gegenstände (2 Messer, 8 Schlagringe) sowie 2.711 verbotene pyrotechnische Gegenstände beschlagnahmt. Die Sicherstellungen erfolgten Ende Mai und im Juni 2017 bei den Durchsuchungen der Wohnungen der Beschuldigten.

Hans-Jürgen Schmidt, Sprecher des Zollfahndungsamtes Frankfurt am Main gab zu den Fällen bekannt: “Eine besondere Gefährdungssituation ergab sich für unsere Einsatzkräfte bei dem 81-Jährigen aus dem Landkreis Northeim, der einen Teil der bei ihm sichergestellten Schusswaffen schussbereit in seinem Zugriffsbereich aufbewahrte. Nach seinen Angaben wollte er auf alle Eventualitäten vorbereitet sein, deshalb sein Waffenarsenal”.

Bereits im Frühjahr 2017 wurden die Strafverfahren gegen die drei Beschuldigten bei der Staatsanwaltschaft Köln eingeleitet unter der Sachleitung der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main bzw. der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW). Diese Ermittlungserfolge sind das Resultat der Arbeit einer sechsköpfigen Ermittlungskommission des Zollfahndungsamtes Frankfurt am Main, die seit April 2016 gezielt gegen den organisierten Handel und Schmuggel von illegalen Schusswaffen vorgeht.

Bildquelle: bykst, thx! (CC0 Public Domain)

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