Digitale binäre DDoS-Angriff - eine binäre Warnung
Digitale binäre DDoS-Angriff - eine binäre Warnung
Bildquelle: kentoh, Lizenz

DDoS-Angriff gegen CannaPower ist ein Erpressungsversuch

Heftige DDoS-Angriffe sorgen dafür, dass die bei vielen beliebte „Queen of Music Warez“ derzeit oft stundenlang nicht erreichbar ist.

Schon seit Tagen kämpft CannaPower mit heftigen DDoS-Angriffen. Vor allem in den Abendstunden sind die Angriffe so erbittert, dass die bei vielen beliebte „Queen of Music Warez“ oft stundenlang nicht erreichbar ist. Nun stellt sich heraus, hinter den DDoS-Angriffen steckt ein gemeiner Erpressungsversuch.

Ein „teuflischer Anwalt“ und ein Erpressungsversuch gegen CannaPower

Fünf Tage ist es nun schon her. Am vergangenen Mittwochabend war CannaPower auf einmal nicht mehr erreichbar. Liegt es an den Servern, oder ist mal wieder eine Festplatte „abgeraucht“? Es hat nicht lange gedauert und es stand fest. Die bei vielen beliebte „Queen of Music Warez“ wird angegriffen.

DDoS-Angriff gegen CannaPower
DDoS-Angriff gegen CannaPower

Seit diesem Tag hören die Angriffe nicht mehr auf. Wer könnte dahinter stecken? Wer hat einen Grund, CannaPower kontinuierlich anzugreifen? Etwa die Musik-Industrie?

Drei Tage nach dem ersten Angriff kam dann das erste „Bekennerschreiben“ mit einer Forderung. Der Absender ein „teuflischer Anwalt“ (evil_lawyer) verlangt Geld, damit die DDoS-Angriffe aufhören. Jetzt war es allen klar. CannaPower wird erpresst.

Canna: Bezahlen werden wir ganz bestimmt nicht

Wer das Urgestein kennt, der weiß, dass CannaPower sich hauptsächlich über Spenden und ein bisschen Werbung finanziert.

Dann müsste ich auch weniger für Server ausgeben, wofür das ganze Geld von der Werbung draufgeht. Leider verdient man mit illegalen Seiten heutzutage eh fast nix mehr mit Werbung, das war vor 10 Jahren noch besser.

CannaPower im Interview

Auch dass die „Einnahmen“ gerade so reichen, um die Server und Infrastruktur am Laufen zu halten, ist kein großes Geheimnis in der Szene und bei den Usern.

Allerdings muss man auch sagen, dass erpresserische Angriffe gegen scheinbar gut laufende Webseiten leider keine Seltenheit mehr sind. Das bestätigt uns auf Nachfrage auch Reddington von RedWareZ.

Bei RedWareZ versuchen sie es auch immer mal wieder, scheitern aber regelmäßig. :D

Reddington

Einem gemeinen Erpressungsversuch nachzugeben kann nicht der richtige Weg sein. Die „Queen of Music Warez“ sieht das ähnlich: „Erstens aus Prinzip und zweitens, weil wir schlicht das Geld nicht hätten, um auf solch eine Erpressung einzugehen„.

Über

Sunny schreibt seit 2019 für die Tarnkappe. Er verfasst die wöchentlichen Lesetipps und berichtet am liebsten über Themen wie Datenschutz, Hacking und Netzpolitik. Aber auch in unserer monatlichen Glosse, in Interviews und in „Unter dem Radar“ - dem Podcast von Tarnkappe.info - ist er regelmäßig zu hören.