50 Mrd. US-Dollar Einbußen wegen illegaler Streaming-Anbieter

Article by · 7. November 2017 ·

Laut der Studie von Digital TV Research sollen Videostreaming-Anbieter weltweit durch Online-Piraten bis zum Jahr 2022 Einnahmeverluste in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar erleiden. Die legalen Einnahmen sollen bis 2022 bei über 80 Milliarden US-Dollar liegen.

Die Umsatzeinbußen der Videostreaming-Anbieter wie Amazon Prime Video, Netflix & Co. sollen sich von 2016 bis zum Jahr 2022 nahezu verdoppeln. Im Rahmen der Studie wurden die zu erwartenden Umsätze der legalen Anbieter und ihrer illegalen Konkurrenz in 148 Staaten untersucht. Die Umsätze der Anbieter von kostenpflichtigen TV-Programmen via Satellit und Kabel wurden bei der Erhebung nicht mit einbezogen. Dann würden die Einnahmeverluste noch deutlich höher ausfallen. Man denke nur an die Popularität der HBO-Serie „Game of Thrones“ und wie häufig diese Serie von Streaming-Hostern an die Zuschauer in aller Welt übertragen wird.

Analyst Simon Murray kommentiert die Veröffentlichung von Digital TV Research mit den Worten: Die “Piraterie wird man nie auslöschen können. Trotzdem sind dies (unter dem Strich) nicht so schlechte Nachrichten. Das Wachstum der Piraterie wird sich verzögern, sobald effektivere Maßnahmen der Regierungen greifen und die Vorzüge der legalen Angebote besser sichtbar werden.“ Schon im Jahr 2013 haben die Umsätze der legalen Streaming-Anbieter die der Online-Piraten überholt. Murray weist in der Pressemitteilung von Digital TV Research zudem darauf hin, das sich die beiden Kurven weiter voneinander entfernen werden. Der Abstand zu den im Graubereich erzielten Umsätze wird also weiter zunehmen. Die Nation mit den größten Problemen in diesem Bereich ist und bleibt die USA, gefolgt von China und Brasilien. Weitere „Hot Spots“ sollen im weltweiten Vergleich die Länder Indien, Großbritannien, Mexiko und Südkorea sein.

Im Juni dieses Jahres gab man bekannt, dass auch Amazon und Netflix der Alliance for Creativity und Entertainment (ACE) beigetreten sind. Derzeit sind 30 große Filmstudios in dieser Anti-Piracy Organisation vertreten. So zum Beispiel das Studio Babelsberg, MGM, Sony Pictures, Paramount, Disney, Sky, HBO, hulu, CBS, Constantin Film, die BBC und viele mehr. Seit der Gründung im März dieses Jahres hat die ACE aber noch nicht viel von sich reden gemacht.

Quelle Beitragsbild, thx! (CC0 1.0 Public Domain)

Mehr zu diesem Thema:

Flattr this!

5 Comments

  • comment-avatar

    Sigismund_Alzheimer

    Langsam aber sicher bin ich dieses ewige Gejammmer „Zu Hülfe wir verhungern“ leid, aber Oberkante Unterlippe, sprengt alle Undergroundsboards, Todesstrafe für alle Raupkopierer Terrorristen . . . . Tja und dann werden’s bemerken, dass ihre prognostizierten „Gewinnerwartungen“ nicht so steigen, wie sie es sich denn gerne „schön-rechnen“ Mindestlöhne, Rente unter Grundsicherungs-Niveau,
    und dann erwartet die Content-Industrie, dass jeder Bürger, sich eine Streaming, eine Musik-Flat eine E-Book-Flat und eine „Verarsch mich Flat“ im monatlichen Abo bezieht . . ? Miete Kühlschrank und dann kommt erstmal verdammt lange NIX.

    Die Leute, die den ganzen Tag arbeiten müssen, haben gar nicht die Zeit, alle Content-Flats zu nutzen, die sie sich leisten könnten, und jene die reichlich Zeit haben, haben nicht mehr das Geld, diese Flats zu bezahlen . . .

  • comment-avatar

    Triangelspieler

    Trau keiner Statistik die du nicht selbst verfaked hast ;)

  • comment-avatar

    Digital TV Research buuhhh

    Digital TV Research sollte sich mal an der vorhersage des wetters versuchen vielleicht klappt es da besser

  • comment-avatar

    Anonymous

    Was für eine Aussage… da hat dieser Experte aber kräftig orakelt. Grundlage 404 not found.

  • comment-avatar

    Ichbins

    Solange man die Zuschauer weiterhin gängelt … habe ich KEIN Mitleid.


Leave a comment