Digital TV Research: 50 Mrd. Dollar weniger wegen illegaler Konkurrenz

Laut Digital TV Research erleiden Streaming-Anbieter weltweit durch Online-Piraten bis 2022 Einnahmeverluste von 50 Milliarden US-Dollar.

Digital TV Research: 50 Mrd. Dollar weniger wegen illegaler Konkurrenz

Laut der Studie von Digital TV Research sollen Videostreaming-Anbieter weltweit durch Online-Piraten bis zum Jahr 2022 Einnahmeverluste in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar erleiden. Die legalen Einnahmen sollen bis 2022 bei über 80 Milliarden US-Dollar liegen.

Digital TV Research misst die Umsatzrückgänge der Streaming-Anbieter

Die Umsatzeinbußen der Videostreaming-Anbieter wie Amazon Prime Video, Netflix & Co. sollen sich von 2016 bis zum Jahr 2022 nahezu verdoppeln. Im Rahmen der Studie wurden die zu erwartenden Umsätze der legalen Anbieter und ihrer illegalen Konkurrenz in 148 Staaten untersucht. Die Umsätze der Anbieter von kostenpflichtigen TV-Programmen via Satellit und Kabel hat die Digital TV Research bei der Erhebung nicht mit einbezogen. Dann würden die Einnahmeverluste noch deutlich höher ausfallen. Man denke nur an die Popularität der HBO-Serie „Game of Thrones“. Oder aber wie häufig diese Serie von Streaming-Hostern an die Zuschauer in alle Welt übertragen wird.


Legale Anbieter haben die Online-Piraten überholt

Analyst Simon Murray kommentiert die Veröffentlichung von Digital TV Research mit den Worten: Die “Piraterie wird man nie auslöschen können. Trotzdem sind dies (unter dem Strich) nicht so schlechte Nachrichten. Das Wachstum der Piraterie wird sich verzögern, sobald effektivere Maßnahmen der Regierungen greifen und die Vorzüge der legalen Angebote besser sichtbar werden.“ Schon im Jahr 2013 haben die Umsätze der legalen Streaming-Anbieter die der Online-Piraten überholt. Murray weist in der Pressemitteilung von Digital TV Research zudem darauf hin, das sich die beiden Kurven weiter voneinander entfernen werden. Der Abstand zu den im Graubereich erzielten Umsätze wird also weiter zunehmen. Die Nation mit den größten Problemen in diesem Bereich ist und bleibt die USA, gefolgt von China und Brasilien. Weitere „Hot Spots“ sollen im weltweiten Vergleich die Länder Indien, Großbritannien, Mexiko und Südkorea sein.

ACE mit 30 großen Filmstudios als Mitglieder

Im Juni dieses Jahres gab man bekannt, dass auch Amazon und Netflix der Alliance for Creativity und Entertainment (ACE) beigetreten sind. Derzeit sind 30 große Filmstudios in dieser Anti-Piracy Organisation vertreten. So zum Beispiel das Studio Babelsberg, MGM, Sony Pictures, Paramount, Disney, Sky, HBO, hulu, CBS, Constantin Film, die BBC und viele mehr. Seit der Gründung im März dieses Jahres hat die ACE aber noch nicht viel von sich reden gemacht.

Quelle Beitragsbild, thx! (CC0 1.0 Public Domain)

Tarnkappe.info

Über den Autor

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.