Was geschah Silvester wirklich?

Article by · 25. Januar 2016 ·

join the revolution Bilgili Üretmen
Der Soester YouTuber Bilgili Üretmen sorgt für Aufruhr. So haben mehrere Personen, die die Kölner Silvesternacht erlebt und in Interviews beschrieben haben, absichtlich ihren beruflichen Hintergrund verschwiegen. Das „Opfer“ Jutta Roggendorf arbeitet beim WDR. Der „Türsteher“ Ivan Jurcevic ist u.a. als Schauspieler und Regisseur tätig. Häufig spielt er in Filmen einen Polizisten oder Justizangestellten. Wie echt sind die Interviews?

Der Medienhype, der nach der Kölner Silvesternacht erzeugt wurde, ist bis heute gigantisch. Auffällig ist, dass es angeblich mehrere Tage gedauert haben soll, bis Polizei und Medien Kenntnis von den Vorgängen rund um den Kölner Dom erhalten haben. Anfangs hieß es vonseiten der Polizei, die Nacht sei recht ruhig verlaufen. Aus den 100 Anzeigen gegen Unbekannt sind mittlerweile beinahe 1.000 geworden. Interessant ist auch: Weil das Thema ausländische Gewalt gegen Frauen spaltet und so herrlich die Emotionen schürt, wurde es sehr dankbar von den Medien aufgenommen.

cologne köln DomDass es rund um Mitternacht in Köln und anderswo zu Übergriffen gekommen ist, steht außer Frage. Interessant wäre es aber beispielsweise zu wissen, warum der Diplom Psychologe und Geschäftsführer der complex sports gbr Ivan Jurcevic im Gespräch nicht erwähnt, dass er in kurzen Abständen als Schauspieler und Regisseur tätig ist. Auf Facebook postet er Fotos, wo er oftmals als Justizangestellter oder Polizist zu sehen ist. Bei Facebook erwähnt er die Silvesternacht übrigens erst am 13. Januar. Er sei sowohl Türsteher als auch Schauspieler, versucht er erste kritische Kommentare zu beschwichtigen. Leider haben die investigativ tätigen Journalisten diese Tatsache in ihrem Fernsehbeitrag nicht erwähnt. Im Gespräch erzählt er stolz, der mehrfache Weltmeister im Profi Kickboxing habe mehrere Flüchtlinge „weggeklatscht“, nachdem sich immer mehr Frauen hilfesuchend an ihn gewendet haben. Bilgili Üretmen von Djihat TV aka Guerilla Minds hinterfragt, ob Herr Jurcevic beim Gespräch als Türsteher oder vielmehr als Schauspieler tätig war. Die Wahrheit wird er wohl nur selbst wissen.

horst siffrinEin „Opfer“ der Neujahrsnacht, Jutta Roggendorf, erzählt beim TV-Magazin „Brisant“ die Gegebenheiten aus ihrer Perspektive. Schade auch, dass es unterlassen wurde zu erwähnen, dass Frau Roggendorf für den WDR tätig ist. Im Video hat man den Eindruck, einer zufällig anwesenden Augenzeugin zuzuhören und keiner langjährigen Mitarbeiterin vom Studio Köln. Zumindest in einem Artikel auf WDR.de wird ihre Mitarbeit bei Sender offenbart. Ihre Tätigkeit hätte man zumindest in einer Bauchbinde erwähnen sollen. So erscheint ihre Aussage in einem denkbar ungünstigen Licht.

Dem YouTuber und Journalisten Üretmen fällt noch ein weiteres „Opfer“ mit Namen Selina Aline Siffrin auf. Ihr Vater teilt derzeit Beiträge der Seite „Für Familie, Volk und Heimat – Multimulti und Islamisierung stoppen“, die wir absichtlich nicht verlinken! Dort wird beispielsweise dafür geworben, “kriminelle Ausländer abzuschieben“. Wer dafür ist, soll das Foto verbreiten. Horst Siffrin tut dies mit den Worten: “Da hast du recht raus mit ihnen” (siehe Screenshot oben rechts). Laut der Selbstbeschreibung geht es den Seitenbetreibern darum, die ethno-kulturele Identität der Deutschen (mit ihren Hassparolen) zu schützen. Bilgili Üretmen hält offenbar eine Einflussnahme des Vaters auf die politische Sicht seiner Tochter für möglich. Wer sich ihr Interview anschaut, sollte das zumindest im Hinterkopf behalten. Frau Siffrin postet übrigens weder auf Instagram noch auf Facebook etwas über die ach so traumatische Silvesternacht. Bei Instagram ist zum Jahreswechsel lediglich ein Selfie zu bewundern. Am 8. Januar beklagt sie hingegen, dass man sie im Netz angegriffen habe. Sie müsse jetzt bei Facebook “eine Armlänge Abstand halten“, womit sie ironisch auf die Aussage der Kölner Bürgermeisterin abzielt.

Video von Bilgili Üretmen wird überall pausenlos gelöscht

ivan jurcevicInteressant ist auch, wie die Medien auf das Video von Bilgili Üretmen reagieren. Weil Üretmen immer wieder Ausschnitte aus dem urheberrechtlich geschützten Material zeigt, ist das Video weder bei YouTube noch bei Facebook lange online. Kurze Zeit nach dem Upload wird das Video immer wieder gelöscht. Im Kommentarbereich seines YouTube-Kanals fragen seine Zuschauer schon nach dem Verbleib der Videos. „Komischerweise finde ich es heute nicht mehr. Weißt Du, wo man dieses noch sehen kann?

Wir haben seinen höcht ironischen Beitrag bei einem Hoster hochgeladen, wo dieser mit Sicherheit nicht entfernt wird. Zwar befindet sich FreePlay noch in der Testphase, das Video kann man sich dort aber problemlos anschauen und bei Bedarf auch bei allen sozialen Netzwerken einbinden.

Als Beobachter stellt man sich immer wieder die Frage, wie viel echt ist, und wie viele Meldungen, die derzeit zirkulieren, künstlich hochgespielt wurden. Was geschah tatsächlich am 31.12. in Köln? Mit welchem Hintergrund wurden bei den Fernseh-Interviews derart wichtige Informationen verschwiegen? Zumindest für den Soester Journalisten Üretmen “stinkt die ganze Nummer zum Himmel” (siehe unten).

Video: Bilgili Üretmen über die Kölner Silvesternacht 2015/2016.


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