Tony Hawk wurde bei seinem eigenen Videospiel fast abgezockt

Der bekannte Profi-Skateboarder Tony Hawk wurde bei Lizenzvereinbarungen mit Activision deutlich unter Wert gehandelt.

Im Zusammenhang mit Verhandlungen bei seinem eigenen ersten Videospiel „Tony Hawk’s Pro Skater“ wurde dieser um ein Haar abgezockt.

Der bekannte Profi-Skateboarder Tony Hawk dürfte jedem ein Begriff sein. In einem Interview mit Andrew Schulz und Akaash Singh gibt der 53-Jährige neue Einblicke in die damaligen Verhandlungen um Lizenzgebühren. Der Publisher Activision, der für die beliebte Videospielreihe „Tony Hawk’s Pro Skater“ zuständig war, bot ihm im Rahmen der Lizenzverhandlungen eine eher mickrige Summe an.

Tony Hawk bekam Pauschalsumme angeboten

Activision rechnete bei „Tony Hawk’s Pro Skater“ mit ungefähr 250.000 Verkäufen. Diese Schätzung wurde mit über fünf Millionen Verkäufen deutlich überschritten. Kurz vor der Veröffentlichung des Spiels bekam Tony Hawk einen Anruf von Activision. Zu diesem Zeitpunkt war Hawk beschäftigt mit den X-Games und dem Umzug in ein neues Haus. Activision bot ihm als Lizenzzahlung 500.000 USD an.

Diese sollte als Zahlung für die Nutzung in seinem ersten Videospiel fungieren, allerdings auch alle zukünftigen Videospiele abdecken. Tony Hawk war damals noch nicht so bekannt, wie er es später wurde. Im Interview erzählt er, dass diese Summe für ihn damals nach sehr viel Geld klang.

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Weiter führt Tony Hawk aus, dass er die Summe vermutlich auch akzeptiert hätte, wenn er nicht gerade ein neues Haus gekauft hätte. Jedoch konnte er bereits ein gutes Einkommen aus gemischten Quellen, zumeist Lizenzgebühren, vorweisen. Deswegen entschied sich Hawk dazu, die Pauschalsumme abzulehnen und ein prozentuales Auszahlungsmodell zu wählen. Dies erwies sich im Nachhinein als die deutlich bessere Entscheidung.

Nicht nur konnte er deutlich mehr Geld einnehmen durch die Tatsache, dass er auch für Merchandise-Verkäufe Geld bekam. Auch führte der überwältigende Erfolg seines ersten Videospiels „Tony Hawk’s Pro Skater“ zu weiteren Lizenzvereinbarungen mit anderen Rechteverwertern. Weiter erzählt Hawk, dass seine Skaterkollegen ebenfalls ähnliche prozentuale Deals mit ihren Lizenzabnehmern vereinbart hatten.

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