Priester in Chile wegen Sex-Chats suspendiert

Article by · 21. Mai 2018 ·

Auf Grund „unangemessenem Verhalten“ sind in Chile Dutzend katholische Priester von Bischof Alejandro Goic suspendiert worden. Hintergrund sind Vorwürfe wegen angeblicher Sex-Chats mit Minderjährigen. Dem TV-Sender T13Sender zufolge hatte eine Gruppe von Geistlichen im Internet Kontakt zu Minderjährigen gesucht und auch Gespräche mit sexuellem Inhalt geführt. Der Bischof entschuldigte sich, nicht früher gehandelt zu haben.

Wie der Sender berichtet, hatte eine Gruppe von Geistlichen im Internet Kontakt zu Minderjährigen gesucht und auch Gespräche mit sexuellem Inhalt geführt. Bischof Alejandro Goic suspendierte die Priester der Diözese Rancagua. Ebenso habe er Informationen an die Staatsanwaltschaft und den Vatikan weitergeleitet.

Das südamerikanische Land wird seit Monaten von einem Missbrauchsskandal erschüttert. Sexualdelikte des früheren Pfarrers und Priesterausbilders Fernando Karadima sind jahrelang von der Kirche gedeckt worden sein. Nach dem Missbrauchsskandal in Chile haben alle Bischöfe des südamerikanischen Landes ihren Rücktritt angeboten. „Alle in Rom anwesenden Bischöfe legen ihre Ämter in die Hand des Heiligen Vaters, damit er frei über jeden einzelnen von uns entscheiden kann“, teilte die Bischofskonferenz nach einem Treffen der 34 Geistlichen mit Papst Franziskus am Freitag in Rom mit. Einen vergleichbaren Schritt einer Bischofskonferenz hat es im Skandal um Missbrauch in der katholischen Kirche noch nicht gegeben.
Der Papst muss nun über die Rücktritte entscheiden. Es gilt aber als unwahrscheinlich, dass er alle akzeptiert, da dann die gesamte chilenische Kirche keinen Bischof mehr hätte.


Bei seiner Chile-Reise im Januar hatte Franziskus noch selbst einen Eklat ausgelöst, als er Barros in Schutz nahm. Später bat er um Verzeihung und räumte ein, die Lage falsch eingeschätzt zu haben. Der Papst beauftragte daraufhin den maltesische Erzbischof Charles Scicluna mit einer Untersuchung des Falls und hörte selbst Missbrauchsopfer an.

Der Argentinier rief 2014 eine Kinderschutzkommission ins Leben, die allerdings auch mit internen Problemen zu kämpfen hat. Moniert wird auch, dass es innerhalb der Kirche auch unter Franziskus noch Widerstand gegen die Aufklärung gibt. Franziskus selbst wird vorgeworfen, zu milde zu sein und seinen Worten keine Taten folgen zu lassen.

Quelle: Beitragsbild myeviajes, thx! (CC0 1.0)

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2 Comments

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    Fummelbär


    Aber auf der Kanzel Homosexualität und vorehelichen Sex verurteilen. Eigentlich sollte das Volk die Kirche aus dem Land verbannen. Das wäre mal eine Maßnahme. Nur blöderweise kauft die Kirche sich da durch ihre „Mildtätigkeit“ ein. Wäre ich der Papst, würde ich alle Beteiligten Priester stumpf rauswerfen. Schlicht ihres Amtes entheben und dann sollen sich die Behörden darum kümmern. Ach, die Behörden sollten dann die Zusage bekommen, dass der Vatikan für die Haftkosten und die Prozesskosten komplett aufkommt. Dann würde ich mal das Gegenteil von Absolution machen. Ich würde diese Taten verdammen und würde diesen Menschen den Zutritt zu allen katholischen Einrichtungen versagen. Die würden auch keine letzte Beichte vor dem Tod bekommen. Wäre aus katholischer Sicht hart, aber nur so könnte er den Ruf der Kirche wenigstens noch ein wenig retten.

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      Mauzi


      Wenn die katholische Kirche alle ihre Sünderlein wie Pädophile, Schwule, Lügner und die die ihre Haushälterin schwängern raus werfen wollte.. wer soll dann noch von der Kanzel predigen? Ich denke wenn die katholische Kirche sich endlich vom Zölibat trennen würde.. gäbe es weniger Probleme


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