Onlinepay24 GmbH: angebliche Mahnung verbreitet Trojaner

Momentan werden erneut unzählige Spam-E-Mails mit dem Absender Onlinepay24 GmbH verbreitet. Im Anhang der Mahnung befindet sich Schadsoftware.

spam, onlinepay24 gmbh

Momentan verschicken Unbekannte weitere Spam-E-Mails mit dem Absender Onlinepay24 GmbH. Im Anhang der angeblichen Mahnung befindet sich Schadsoftware, weswegen man E-Mails mit diesem Absender sofort löschen sollte. Die Täter verfügen neben den E-Mail-Adressen auch über die dazu passenden Vor- und Zunamen der Empfänger.


Mahnung soll Nutzer verwirren, damit sie den Anhang öffnen

Die Empfänger dieser Spam-Mails werden persönlich mit dem korrekten Vor- und Familiennamen angesprochen. Dies erhöht die Chance, dass sich die Empfänger persönlich angesprochen fühlen und die angehängte ZIP-Datei entpacken. Dies aber sollte man tunlichst sein lassen, darin befindet sich Schadsoftware, die sich ansonsten auf dem Computer des Empfängers verbreitet. Das Zahlungsziel wurde bewusst kurz gesetzt, um weitere Panik zu verbreiten. In der E-Mail wird weder eine Bankverbindung angegeben und auch nicht, wie die Forderung entstanden sein soll.

Bislang ist unklar, wie die Cyberkriminellen an die E-Mail-Adressen in Verbindung mit den korrekten Namen gelangt sind. Wahrscheinlich wurde mal wieder das Resultat eines umfangreicheren Hacks in Form eines Datensatzes an Dritte verkauft. Genaueres dazu ist nicht bekannt. Keine Angst: Nur weil man Ihren Namen kennt, droht Ihnen aber noch lange keine Gefahr. Mit dem Namen Onlinepay24 GmbH wird schon seit längerem Schindluder betrieben. Dies ist nicht die erste Spamwelle dieses Absenders – es wird sicher auch nicht die letzte sein.

Die Spam-Mail lautet wie folgt:

Absender: Abrechnung OnlinePay24 GmbH <toprod@btinternet.com>

Betreff: Unbeglichene Rechnung 23.07.2015 Buchung 50238454

Anhang: Unbeglichene Rechnung 23.07.2015 Buchung 50238454.zip

Guten Tag Lars Sobiraj,

in der nachfolgend beschriebenen Forderung haben wir uns bereits an Sie gewandt, und den Anspruch unserer Auftraggeber geltend gemacht.

Sie haben eine nicht bezahlte Rechnung bei unserem Mandanten OnlinePay24 GmbH.

Ihr Kreditinstitut hat die Kontoabbuchung storniert, da Ihr Girokonto zur Zeit der Buchung nicht genügend gedeckt gewesen ist.

Wir erwarten die vollständige Zahlung zuzüglich der Mahnkosten bis zum 27.07.2015 auf unser Girokonto.

Wegen des bestehenden Zahlungsausstands sind Sie gezwungen außerdem, die durch unsere Inanspruchnahme entstandenen Kosten von 86,00 Euro zu tragen. Namens und in Vollmacht unseren Mandanten OnlinePay24 GmbH verpflichten wir Sie, die noch offene Forderung unverzüglich zu begleichen. Bei Fragen oder Anregungen erwarten wir eine Kontaktaufnahme innerhalb von zwei Werktagen. Die vollständige Forderungsausstellung, der Sie alle Buchungen entnehmen können, fügen wir bei.

Erfolgt kein Ausgleich der offenen Forderung bis bis zum festgelegtem Datum, werden wir ohne weitere Kontaktaufnahme den Vorgang an das Gericht übergeben und der SCHUFA melden.

Hochachtungsvoll

Abrechnung Wolff Jan

Spam von der OnlinePay24 GmbH erhalten – was tun?

Im Idealfall diese E-Mail sofort löschen! Keine Links aus der E-Mail anklicken! Keine Anhänge öffnen! Bitte auch nicht darauf antworten. Jede Antwort ist eine Betätigung, dass Ihre E-Mail-Adresse noch aktuell ist. In dem Fall werden die Täter den Datensatz entsprechend aktualisieren, was weiteren Spam nach sich ziehen dürfte.

Den Vorgang melden? Zwar gibt es im Internet mehrere Anlaufstellen, um solche Vergehen online zu melden. Die Chancen die Cyberkriminellen zu überführen, sind aber leider extrem gering. Das wissen leider auch die Absender solcher Nachrichten. Ihnen geht es nur darum, so viele Computer wie möglich zu infizieren, um ihren Umsatz zu maximieren.

Tarnkappe.info

 

Über den Autor

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.