Kryptowährung: US-Steuerbehörde schickt Briefe an Käufer

Derzeit erhalten tausende US-Amerikaner Briefe von der US-Steuerbehörde bezüglich ihrer Kryptowährungen. Mitarbeiter der IRS prüfen derzeit, ob die Krypto-Investoren für ihre Gewinne auch entsprechende Steuern gezahlt haben.

Die US-Steuerbehörde hat über 10.000 Briefe verschickt an Bürger, die aktuell im Besitz von Kryptowährungen sind. In dem Brief wurden sie gewarnt, dass sie wahrscheinlich bereits gegen mehrere Steuergesetze verstoßen haben. Gegen welche Steuergesetze die Anleger verstoßen haben sollen, gaben sie aber nicht an. Dennoch ist sicher, dass es der Steuerbehörde um Kapitalgewinne geht.


Briefe wurden in drei Versionen versendet

Die US-Steuerbehörde Internal Revenue Service (kurz IRS) versendet die Briefe in drei verschiedenen Ausfertigungen. In den beiden harmlosen Versionen schreibt die Steuerbehörde, dass der Investor wahrscheinlich gar nicht wisse, dass Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen versteuert werden müssen. Hingegen steht in der schlimmsten Version, dass die Beschuldigten der Steuerbehörde eine Auskunft erteilen müssen. In der verlangen sie, dass der Empfänger des Schreibens bereits gezahlte Steuern zwingend nachweisen muss. Zuletzt warnt die Steuerbehörde mit einer Strafe bei nicht erfolgter Zahlung.

Verkauf von Kryptowährungen in den USA ist anonym

Der Verkauf von Kryptowährungen ist in den USA weitgehend anonym. Fraglich ist dennoch wie die US-Steuerbehörde an die Daten gekommen ist. Auf Nachfrage eines Wall Street Journal Reporters, wollte die Behörde ihre Methoden allerdings nicht preisgeben. Man vermutet, dass diese Daten von Coinbase stammen. Das Unternehmen mit Sitz in den USA musste die Daten wahrscheinlich auf Anordnung eines Gerichtsbeschlusses an die US-Steuerbehörde übergeben.

Wie sieht die Rechtslage in Deutschland aus?

Wer Kryptowährungen für Spekulationsgeschäfte nutzt, sollte jetzt aufpassen! Demnach müssen Besitzer, die sie erworben haben und weniger als 12 Monate besitzen, Steuern zahlen. Das heißt im Umkehrschluss: Wer seine Coins länger als 12 Monate am Stück besitzt, muss hingegen keine Steuern zahlen. Es dürfte nicht mehr lange dauern, bis die hiesigen Finanzämter die ersten Briefe an die Anleger aus Deutschland verschicken.

Tarnkappe.info

 

Bild von WorldSpectrum auf Pixabay

Autor bei Tarnkappe

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