Japan geht gegen Anime- und Manga-Piraten vor

Article by · 29. Juli 2014 ·
Bild: kawaiikiri (CC BY-SA 2.0)

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Die japanische Regierung bereitet derzeit nach Medienangaben zusammen mit 15 Verlagshäusern eine Kampagne gegen 580 Webseiten vor, wo bereits illegale Inhalte ausgemacht wurden. Die extreme Verschärfung des japanischen Strafrechts im Oktober 2012 konnte die illegale Verbreitung von Manga- und Animefilmen nicht effektiv einschränken. Man darf gespannt sein, ob sich dies bald ändern wird.

Das Strafrecht in Japan hat drakonische Ausmaße angenommen. Seit Oktober 2012 kann das Hochladen von urheberrechtlich geschützten Werken mit Freiheitsentzug von bis zu zehn Jahren bestraft werden. Der reine Download kann einen Freiheitsentzug von bis zu zwei Jahren nach sich ziehen. Entgegen der Hoffnung der Regierung werden Manga- und Animefilme weiterhin in großen Mengen illegal verbreitet.

Kommenden Freitag will man zeitgleich gegen 580 ausländische Piraten-Seiten vorgehen. Die zumeist in China beheimateten Webseiten sollen zur Löschung der fraglichen Inhalte gebracht werden. Gleichzeitig soll eine Online-Kampagne eine legale Flatrate für Anime- und Mangafans bekannt machen. Für den Kampfpreis von unter einem Euro monatlich (73 Yen) soll man unbeschränkten Zugriff auf bis zu 250 Werke erhalten. Leider wird nicht ausgeführt, wie beliebt die ausgewählten Filme sind.

Ob die zumeist chinesischen Seitenbetreiber oder deren Hoster den zahlreichen Löschaufforderungen nachkommen werden, bleibt abzuwarten. Mittelfristig soll mit der massenhaften Löschung erreicht werden, dass künftig keine japanische Kultur mehr ohne Entlohnung der Rechteinhaber verbreitet wird. Wenn es mangels illegaler Alternativen keine solchen Werke geben sollte, dürften mehr In- und Ausländer ihre Portemonnaies öffnen. Das ist zumindest die Strategie, die unsere Kollegen von Torrentfreak dahinter vermuten.


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