Immer noch angesagt: Bitcoins zur Bezahlung im Darknet

In der Serie Crypto Crime informiert der Chainalysis-Blog über die jüngsten Trends der Krypto-Kriminalität, einschließlich Vorhersagen für das kommende Jahr. Sie stellen fest: Im Jahr 2018 kam es zu einem Rekord an Krypto-Kriminalität, wobei die Arten vielfältiger und zunehmend komplexer werden. Zudem zeigen Darknet-Märkte eine starke Widerstandsfähigkeit gegenüber Markttrends.

Gemäß ihrer Studie sank zwar kurzfristig die Darknet-Marktaktivität nach der Schließung von AlphaBay und Hansa Market Mitte 2017 um 60%. So wurden als Folge der Nachwirkungen Anfang 2018 durchschnittlich nicht mehr als eine Million Dollar umgesetzt. Diese Entwicklung hielt jedoch nicht lange vor.


Darknet: Kursverlauf des Bitcoin unerheblich

Die Beratungs- und Marktforschungsfirma Chainalysis kommt zu dem Schluss, dass „die Aktivitäten des Darknet-Marktes in den letzten Jahren bemerkenswert robust waren, trotz der fortgesetzten Bemühungen der Strafverfolgungsbehörden, illegale Aktivitäten zu unterbinden. Wenn ein Darknet-Markt schließt, treten andere auf, um ihren Platz einzunehmen.“ Im Jahr 2018 wurden demnach dennoch täglich Waren im Wert von zwei Millionen Dollar umgesetzt, wobei das Volumen im Jahresverlauf noch anstieg. Das Gesamtvolumen der Bitcoin-Darknet-Transaktionen 2018 lag jedoch insgesamt mit etwa 600 Millionen Dollar noch rund 100 Millionen Dollar unter dem Vorjahresniveau. Die Darknet-Marktaktivität ist relativ preisunelastisch. Das heißt, sie verzeichnet auch dann keinen Rückgang der Aktivität, wenn die Kryptowährungspreise fallen. Tatsächlich stand 2018 die Marktaktivität des Darknet und die Gesamtmarktleistung in umgekehrter Beziehung. Während der Bitcoin nach wie vor die erste Wahl für Mainstream-Nutzer und illegale Akteure ist, haben ebenso zunehmend Ethereum, Litecoin, Bitcoin Cash und andere Kryptowährungen an Bedeutung gewonnen und neue Formen krimineller Aktivitäten angezogen.

darknet stefan meyErmittlungserfolge wirken sich nur kurzfristig aus

Chainalysis hilft mit ihrer Cryptocurrency-Untersuchungssoftware Strafverfolgungsbehörden und Finanzinstituten, Cybercrimaktivitäten zu identifizieren und zu stoppen, die Kryptowährungen für Betrug, Erpressung und Geldwäsche verwenden. Mit einer intuitiven grafischen Benutzeroberfläche ermöglicht Chainalysis Reactor Benutzern, auf einfache Weise tiefgehende Untersuchungen zu Quelle und Herkunft von Transaktionen der Kryptowährung durchzuführen. Das Unternehmen existiere, „um Vertrauen in Kryptowährungen zwischen Institutionen und Benutzern aufzubauen“, betont Jonathan Levin, Mitgründer von Chainalysis. „Die Schwäche der Kryptowährung liegt in ihrer Volatilität. Das Vertrauen in eine stabile Währung könnte den Weg zu einer stärkeren kommerziellen Nutzung ebnen. Chainalysis sieht in dieser Vision die Zukunft.“

 

Bildquelle: AaronJOlson, thx! (Pixabay Lizenz)

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