Deezer ließ bei Github 25 Download-Programme löschen

Der französische Musikstreaming-Dienst Deezer geht derzeit aktiv gegen Download-Programme bei Github vor. 25 davon mussten kürzlich gelöscht werden.

deezer, deezloader

Der Musikstreaming-Dienst Deezer geht derzeit aktiv gegen jegliche Software vor, die einen Download der Musikdateien ermöglicht. Bei der Software-Plattform Github gingen alleine 25 Löschaufforderungen wegen dem Angebot illegaler Download-Programme ein, die der Umgehung des hauseigenen Kopierschutzes dienen.

Deezer hat bei Github aufgeräumt

Bei Github gab es bis vor kurzem unzählige Programme wie den Deezloader, Deezer-Decoder, Deedown, Deezit, Deezbot und viele andere mehr. In den vergangenen Tagen haben die Betreiber von Github DMCA-Mails des Musikstream-Dienstes Deezer erhalten. Den Empfängern der E-Mails teilt man mit, dass der Download der Musikstücke, die Deezer ausschließlich zum Stream anbietet, nicht erlaubt sei.

Alle Programme für eine Umgehung des Deezer-Kopierschutzes seien folglich illegal und müssten binnen kürzester Zeit vom Netz genommen werden. Zudem verlangt der französische Anbieter, dass ebenfalls alle fraglichen Forks (Abwandlungen) der Download-Programme von Github entfernt werden müssen. In der kürzlich veröffentlichten E-Mail verlangt man eine zeitnahe Reaktion.


Download der Musik soll unterbunden werden

Dem Streaming-Dienst sind die fraglichen Programme naturgemäß ein Dorn im Auge, erlauben sie doch den simplen Download einzelner Musikstücke oder ganzer Musikalben ohne Qualitätseinbußen und inklusive aller Tags. Zwar sind die fraglichen Downloader bei Github nun nicht mehr verfügbar. Dafür kann man sie frei nach dem Streisand-Effekt überall sonst im Internet herunterladen. Ein flüchtiger Blick in die Suchmaschinen ist dafür schon ausreichend. Andere Download-Programme wie der SMLoadr von Deezer sind hingegen noch immer online.

Die Rechtsabteilung von Deezer wird sich also noch mit einigen Webseitenbetreibern beschäftigen müssen, bis man die Verbreitung dieser Hacks einigermaßen eindämmen kann, wenn überhaupt.

Tarnkappe.info

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.