Darknet-Drogenhandel: Wuppertaler Polizei stoppt Handel mit Rauschgift

Ein 29-Jähriger soll von Wuppertal aus Drogen in die ganze Welt verschickt haben. Die gelagerte Ware im Wert von drei Millionen Euro verkaufte er im Darknet

haschisch, Darknet

Nach umfangreichen Ermittlungen gelang Staatsanwaltschaft und Polizei in Zusammenarbeit mit dem LKA NRW, dem Zoll und dem Sicherheitsdienst der Post in Wuppertal ein Schlag gegen die Drogenkriminalität. So soll ein 29-Jähriger Niederländer von Wuppertal aus weltweit Drogen verschickt haben. Die gelagerte Ware im Wert von drei Millionen Euro verkaufte er, den Ermittlern zufolge, im Darknet.

Darknet Razzia in Wuppertal

Polizei und Staatsanwaltschaft berichteten, dass sie bei einer Razzia am 13. November 2017 die Wohnungstüre des Verdächtigten eingetreten und ihn festgenommen hätte. Dem Niederländer wird vorgeworfen, von Wuppertal aus einen weltweiten Drogenhandel betrieben zu haben. Bei diesem Einsatz sind 200 Kilogramm Drogen im Wert von drei Millionen Euro beschlagnahmt worden. Der mutmaßliche Großdealer hatte eine breite Palette im Angebot, man fand sowohl Ecstasy, Cannabis-Schokotafeln, aber auch Kokain und Amphetamine. Zudem habe die Polizei Datenträger und Computer beschlagnahmt.


Den Verkauf der Rauschmittel habe der Mann in großem Stil über das Darknet abgewickelt, versandt hat er die Ware per Post unter Benutzung eines ganz gewöhnlichen Briefkastens. Abnehmer hatte er in aller Welt, die Drogenpakete gingen nach Thailand, in die USA und nach Australien, sowie flächendeckend nach Europa.

Familie war offenbar ahnungslos

Vermutlich waren Frau und Kind des Mannes völlig ahnungslos. Sie wurden von der Razzia absolut überrascht. Für den Drogenvertrieb im Darknet hatte der Mann noch eine zusätzliche, zweite Wohnung in Wuppertal angemietet. Nun hat ein Richter gegen ihn Untersuchungshaft angeordnet. Ihm droht eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren. Im Rahmen der Durchsuchungen konnten auch zahlreiche Daten der Käufer sichergestellt werden. Sie müssen nun ebenfalls mit Strafen rechnen. Die derzeitigen Ermittlungen, sowohl zur Herkunft der Drogen, als auch zu etwaigen Mittätern, dauern noch an.

Marc-Andre Opdam, Leiter der Ermittlungskommission würdigte den Erfolg mit den Worten. „Dieser Erfolg konnte nur durch die gute Zusammenarbeit mit dem LKA NRW, der Deutschen Post und den einzelnen Dienststellen der Polizei erreicht werden. Durch diese enge Zusammenarbeit gelingt es der Polizei immer mehr, die Besteller aus ihrer Anonymität zu holen“. „Das Darknet ist nicht sicher“, betonte auch Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert, der die Ermittlungen als „Beispiel hervorragender Kriminalarbeit“ bezeichnete.

Tarnkappe.info

Über den Autor

Antonia ist bereits seit Januar 2016 Autorin bei der Tarnkappe. Eingestiegen ist sie zunächst mit Buch-Rezensionen. Inzwischen schreibt sie bevorzugt über juristische Themen, wie P2P-Fälle, sie greift aber auch andere Netzthemen, wie Cybercrime, auf. Ihre Interessen beziehen sich hauptsächlich auf Literatur.