Darknet: Drogenhändler aus den Niederlanden vor Gericht

Ein niederländischer Drogenhändler versendete in über 126 Fällen Betäubungsmittel über das Darknet. Die Staatsanwaltsschaft geht von über 3.400 Fällen aus. Die Betäubungsmittel versandte er in den DHL-Filialen in Emmerich, Rees und Kleve.

Ein 33 jähriger Niederländer muss sich seit Montag vor dem Landgericht Kleve verantworten. Er soll über das Darknet in mehr als 3.400 Fällen Drogen an den oben genannten Orte abgesendet haben.


Anklageschrift umfasst 126 Fälle

Dem 33-Jährigen wird in der Anklageschrift der Handel und die Einfuhr von Betäubungsmitteln vorgeworfen. Die Kölner Staatsanwaltschaft brauchte alleine anderhalb Stunden zum Vorlesen der Anklagepunkte. Doch die Staatsanwaltsschaft gehe von mindestens 3400 Fällen aus, wobei sie sich in ihrer Anklageschrift nur auf die 126 beschränkt hätten.

Darknet-Händler belieferte Kunden aus aller Welt

Der Drogenhändler belieferte Kunden aus der ganzen Welt. Mit auf seiner Liste standen Städte wie San Francisco, Teheran, Christchurch, Haifa etc. Ebenso vielfältig soll sein Sortiment gewesen sein, dort sind unter anderem Betäubungsmittel wie Crystal Meth, Kokain, Ketamin etc. zu finden. Laut der Staatsanwaltschaft soll er unter dem Pseudonym „BerlinMannschaft“, auf dem mittlerweile beschlagnahmten Marktplatz „Dream Market„, seine Waren verkauft haben.

 

Seine Ware war beliebt beim Dream Market

Die Ware des Angeklagten soll eine hohe Reputation auf dem Dream Market gehabt haben. Seine Bestellungen verpackte er versandfertig in einem Ferienpark in Niederlande. Für den Versand soll er sich fiktive Absender ausgedacht und die Ware in unauffälligen Karaokekartons verpackt haben. Danach habe er sich auf dem Weg nach Deutschland gemacht, um dort seine Pakete an deutschen DHL-Filialen für den Versand abzugeben.

 

Ermittler führten Testkäufe durch.

Auch die Ermittler kauften bei „BerlinMannschaft“ Betäubungsmittel ein und führten Observationen durch. Daraufhin gab es Hausdurchsuchungen im Dezember 2018 in Putten. Dabei wurden mehrere Kilogramm Betäubungsmittel beschlagnahmt. Der Angeklagte sitzt seitdem in Untersuchungshaft und muss sich seit dieser Woche vor dem Landgericht Kleve deshalb verantworten. Er soll laut der Staatsanwaltschaft mehr als 500.000€ damit verdient haben.

Tarnkappe.info

 

Beitragsbild von Jukka Niittymaa von Pixabay, thx!

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