Burning Series vor einigen Monaten gehackt?

Burning Series gehackt? Uns wurde letzte Nacht vom Hacker xParadoxon eine Linksammlung der bei bs.to verfügbaren Filme der Streaming-Hoster Vivo und OpenLoad zugespielt. Einige Filme aus der Liste sind schon offline, weil sie im Auftrag diverser Rechteinhaber gelöscht wurden. Ansonsten wirkt der Hack mit den Daten vom Sommer des Vorjahres authentisch.

Kurz notiert: Mit über 285 Millionen Seitenzugriffen pro Monat ist Burning Series (BS.to) eine der am besten besuchten Streaming-Portale im Netz. Uns schickte letzte Nacht ein unbekannter Hacker einen Link bei Pastebin. Dort wird auf zwei Textdateien mit unzähligen Links zu den Streaming-Hostern OpenLoad und Vivo  verwiesen, die bei MEGA gehostet werden. Die Daten sind offenbar echt, sie stammen allerdings aus Mai 2017. Einige Links wurden zwischenzeitlich von diversen Firmen im Auftrag der Rechteinhaber offline genommen und funktionieren deswegen nicht mehr.

Wie der Hack bei Burning Series gelungen sein soll und wie tief der Hacker in die Infrastruktur vordringen konnte, ist noch unklar. Möglicherweise handelt es sich dabei lediglich um ein ehemaliges Teammitglied, was sich nun mit den geleakten Informationen wichtig machen will. Oder aber ein Wettbewerber versucht damit, den Ruf des Marktführers für illegale Serien-Streams zu untergraben. DDoS-Angriffe sind unter den Konkurrenten keine Seltenheit, vielleicht versucht man es jetzt mal mit etwas Neuem.

Wir haben dem Absender der Listen per E-Mail mehrere Fragen gestellt und hoffen auf weitere Infos. Interessant wäre es auch zu wissen, mit welcher Motivation bs.to zum Ziel des Angriffs wurde. Das Team von BS hält sich in der Öffentlichkeit stets sehr bedeckt und ist in der Szene recht beliebt.

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

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8 Kommentare

  1. Lars... sagt:

    was ein Halbwissen.Es läuft alles wie immer!


    • Etwas anderes wurde auch nie behauptet, oder?

  2. Karl sagt:

    Inwiefern ist das denn bitte ein Beweis für einen hack?
    Wäre es nicht auch möglich, das der werte Herr einen Linkcrawler hat laufen lassen und unzählige Male das Captcha gelöst hat?


    • Deswegen steht da ja auch das Fragezeichen im Titel, gell?

    • Anonymous sagt:

      auch das dachte ich mir schon beim lesen des snippets dieses artikels. wichtigtuer vermutlich

    • CopyCat sagt:

      Captcha lösen ist noch nicht einmal notwendig. Ich glaube im Mai 2017 gab es diese Captcha-Abfrage noch nicht einmal.
      Ansonsten muss man bei diesem invisible Captcha auch erst nach 3-4 Zugriffen interagieren. Die Fifthfreedom GmbH hat zum Beispiel ein riesiges Netzwerk aus Vics und Bots und kann so problemlos tausende von Links in kurzer Zeit crawlen ohne je ein Captcha gesehen zu haben.

      • Kriminell sagt:

        Wo der gute Andreas Kaspar mit der weißen Weste das nur her hat?? :-)

  1. 7. Juli 2018

    […] ihren Mitgliedern gehören auch Branchengrößen wie Cloudflare, die Cyando AG (Uploaded), Dancom (bs.to), OVH, Voxility und Dienstleister, die für Piraten arbeiten, wie Akami (tätig für […]

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