Betreiber von Fake-Shops: Fragen für ein Interview bis zum 14. Oktober einreichen!

Wir haben die Betreiber mehrerer Fake-Shops gebeten, sich den Fragen unserer Leserinnen und Leser zu stellen. Bis zum 14. Oktober könnt Ihr Eure Fragen für das Interview als Kommentar einreichen. Wer diese besonders perfide Methode an das Geld Dritter zu gelangen, hinterfragen möchte, bekommt nun die Gelegenheit dazu.

Fake-Shops sind ohne Zweifel eine waschechte Pest im Internet. Angeboten werden zumeist hochpreisige Produkte aus den Bereichen Elektronik, Sportartikel, Bekleidung, Schmuck und Brillen, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Eines haben sie alle gemeinsam: die Preise sind auffällig günstig. Zudem sollen die Kaufinteressenten die Ware ausnahmslos vorab bezahlen. Ohne Bezahlung per Vorkasse ist offenbar keine Kunden-Abzocke möglich.

Geiz ist geil – oder einfach nur gefährlich?

Viele Fake-Shops sehen wirklich sehr professionell aus. Oftmals verfügen sie über vertrauensweckende Siegel wie “Trusted Shops“, eine Domain in Deutschland und ein ladungsfähiges Impressum. Wir haben die Problematik der Domain-Verwaltung DENIC in diesem Zusammenhang ja schon einmal recht ausführlich beleuchtet. Selbst Konsumenten mit einigem Hintergrundwissen und Online-Erfahrung fallen auf die ausgeklügelten Maschen der Betrüger herein. Die Pest breitet sich weiter aus. Man bekommt den Eindruck, es gibt immer mehr nachgemachte Online-Shops, auch im deutschsprachigen Raum.

Die Thematik war sogar letzten Monat dem Online-Portal der Bundesregierung einen Beitrag wert. Sie warnen eindringlich vor den Risiken gefälschter Internetseiten angeblicher Versandhändler.

crimebiz.net Fake-Shops

Doch die Methoden gehen über das Einbehalten der vorab gezahlten Geldmittel hinaus. Wie uns unsere anonymen Gesprächspartner mitgeteilt haben, hat man es mittlerweile auch auf die großen Anbieter von Zahlungsdienstleistungen abgesehen und nicht mehr nur auf Privatpersonen, die man um ihr Erspartes bringt. Zu glauben, man wolle beim Bestellvorgang alternativ lediglich die Kreditkartendetails der Besucher abgreifen, geht auch nicht weit genug. Es gibt weitaus mehr Herangehensweisen.

Fake-Shops: Warum wir den Betreibern überhaupt so viel Aufmerksamkeit schenken?

Zunächst, weil es ähnlich wie bei Hackern oder Uploadern, sonst niemand tut. Doch es geht um etwas anderes. Das Thema ist wichtig! Für die Aufklärung und Warnung der Verbraucher vor derartigen Methoden ist es entscheidend zu wissen, wie dieses “Geschäft” im Detail funktioniert. Und es ist essentiell zu erfahren, wie man sich vor dieser Abzocke schützen kann. Oder beispielsweise, was man tun kann, sollte man wider Erwarten doch zum Opfer werden.

Denic Duckload Tim C. Fake-Shop

Der Aufbau eines professionell aussehenden Online-Shops kostet zwar viel Zeit, doch der Aufwand dürfte sich für die Cyberkriminellen sehr schnell rentieren. Man klaut einfach die Logos von führenden Gütesiegeln, wie vom TÜV SÜD, ips oder EHI und kombiniert sie mit dem Signet von Mastercard und VISA – und schon könnte man glauben, dass dort alles mit rechten Dingen zugeht. Doch weit gefehlt. Oder liegt es nicht auch ein wenig an der anhaltenden Geiz-ist-geil-Mentalität der Deutschen? Das sind beispielsweise Fragen, die wir von der Redaktion den Drahtziehern stellen wollen.

Wir hatten auch schon Kontakt zu mehreren Personen, deren Daten als Betreiber solcher Fake-Shops angegeben wurden, obwohl sie damit nichts zu tun haben. Sie entdeckten irgendwann per Zufall, dass man ihre Daten missbraucht hat. Dieses Vorgehen ist für die Betroffenen sowohl extrem rufschädigend als auch gefährlich, weil es die Unbeteiligten in den Fokus der Behörden rückt. Eine Strafanzeige, Beschlagnahmung beziehungsweise Hausdurchsuchung aufgrund eines falschen Impressums? Das ist durchaus möglich.

Fragen spätestens bis zum 14. Oktober 2018 einreichen!

Fake-Shops Interview MikrofonWas würdet ihr gerne von den Strippenziehern erfahren, die nachweislich mehrere Fake-Shops online gestellt haben? Wertfrei gestellte Fragen haben ohne Zweifel die größten Chancen, ausführlich beantwortet zu werden. Sorry: Beleidigungen werden wir in den Kommentaren nicht veröffentlichen. Das Interview soll der Aufklärung und dem Verbraucherschutz dienen. Uns geht es nicht darum, die Straftäter an den Pranger zu stellen.

Wir sammeln Eure Ideen hier im Kommentarbereich bis Mitte Oktober (14.10.2018), danach machen wir uns selbst Gedanken, um die Fragen dann auszuarbeiten.

Wir sind sehr gespannt auf Eure Anregungen und Ideen, wie man die Cyberkriminellen ein wenig ausquetschen könnte. Vorab vielen Dank für Eure Mitarbeit!

 

 

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Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

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57 Kommentare

  1. Alter Schwede sagt:

    Klar!

    Wie schafft ihr es eigentlich, die Masse von Artikeln, Fotos und ausführlichen Beschreibungen einzupflanzen?
    Das sieht ja nach sehr viel Arbeit aus.

  2. Blablub sagt:

    Was hier auch einige interresieren wird ist was ihr für eure Sicherheit unternehmt bzw eure IP verschleiert . Siehe Ebolas oder Kaffekannes Tut (die ja leider schon etwas älter sind). Und Anonymität ist ja nicht nur für Fraudler sinnvoll.

  3. Wolfgang Söhlemann sagt:

    Wie wärs denn damit,

    @Interviewpartner

    Ihr seid doch bestimmt schon gewissen Ermittlern ein Dorn im Auge, wenn ihr das Net mit Fakeshops vollpflastert.
    Ist euch noch keiner von denen richtig auf den Pelz gerückt? So über SE und Kontakt, Malware, K_logger, Würmer oder einen schönenTrojaner? Dürfte doch gerade bei Fakeshops, WordPress, Hoster & Co. nicht so schwer sein, sich bis zum Router durchzubohren? Keine Angst vor FinSpy und bösen Serverupdates?^^

    • Interviewpartner sagt:

      Nicht nur Ermittler. Auch ein Teil der Szene findet das nicht so gut. Wir haben ein Setup entwickelt, dass sehr kurzlebig ist und jegliche Übernahme nahezu wertlos macht. Auch an den Router und die IP zu kommen, die vom ISP vergeben wird, würde zu keinem Leak führen. Gefakte Ausweise gibts schon für 200€, die reichen problemlos für Internet- und Mietverträge. Darüber hinaus gibt es noch ein paar Kniffe, wie man da sehr entspannt schlafen kann. Vor allem, wenn die Platten leer sind. Das ganze Setup möchte ich aber nicht preisgeben.

  4. Wolfgang Söhlemann sagt:

    Gibt es neben dem ganzen Müll hier vielleicht auch noch ein paar interessante Fragen?^^
    Dachte doch, daß es darum geht, oder?^^

  5. üwchen sagt:

    Zum glück bin ich noch NIE auf solche Schwachmaten reingefallen! aber wer beim I-Netsurfen das Gehirn zu hause lässt/ abschaltet, hat’s aber auch nicht anders verdient!!!

  6. Besserwisser sagt:

    @ Jornalist – Du hast 100% Recht, der Vergleich hinkt nicht nur, er geht nicht…
    @ Lars – Der “Vergleich” stösst bei vielen auf, auch bei mir.

    Ein “Kriegsberichterstatter” geht unter enormen Risiko, in ein Krisengebiet und darüber zu berichten… Sein Verdienst ist berechtigterweise sehr sehr hoch, wobei er allerdings möglicherweise einen hohen Preis bezahlen muss. Nämlich sein Leben !!! Solch ein “Journalist” weist nie was ihm erwartet, im schlimmsten Fall ist es die “Hölle auf Erden” ohne Rückfahrtkarte… / wenn du verstehst, was ich sagen möchte.

    Du führst lediglich ein “harmloses” Interview, wie und wo es auch immer stattfinden mag. Mit deiner “Ausführung” disqualifiziert du zu Unrecht die Journalisten die unter extremsten Bedingungen ihren Job in jenen Kriegs- Schauplätzen machen… / Muss ich klarstellen!

    Was “Lars” wohl sagen, wollte ist das mann bei manchen Aufgaben “inkognito” arbeiten muss, um an Informationen ranzukommen… / Das macht das Team Wallraff als auch das A-Team falls jemand die Serie noch kennt… Dafür ist natürlich Lars wieder der richtige Ansprechpartner.

    Oh, da fällt mir ein, es gibt noch ein weiteres TEAM welches mit Sonderaufgaben betraut werden kann, ne Penny… !

  7. Jornalist sagt:

    @ Ghandy, der Vergleich mit einem Kriegsberichterstatter hinkt wohl gewaltig! Dieser zeigt in Wort, Bild und/oder Schrift, was abgeht und wer bzw. welche Gruppe dafür verantwortlich ist. Es ist OK, wenn man aus journalistischer Sicht seine Informanten nicht preis gibt aber bitte nicht mit solchen Vergleichen.
    Um dann noch bei den Fragen zu bleiben:
    Wie spielen die Banken bei der Sache mit? Für ein Konto muss man laut Gesetz (zumindest im EU Raum) die Identität per amtliches Dokument nachweisen. Damit wäre es leicht, solche Typen zu bekommen oder Konten/Geldtransfer zu stoppen.

    • @Jornalist: Also, tut mir leid. Aber Du willst mir jetzt nicht ernsthaft erzählen, dass Kriegsberichterstatter die Wahrheit zu Gesicht bekommen oder gar immer die reine Wahrheit berichten!?? Das ist spätestens seit dem Verlust des Vietnamkrieges der USA und der daraus entstandenen Folgen, nicht mehr korrekt. Die US Army, um nur ein Beispiel zu nennen, lässt es nur noch zu, dass exakt die Fernsehbilder in die Wohnzimmer übertragen werden, die sie dort sehen wollen.

      Ich kenne die Identität der Täter nicht, ich will sie auch nicht kennen, das ist schlichtweg nicht meine Aufgabe. Ich verurteile deren Vorgehen. Aber nur weil das alle Medien verschweigen, werden von den Kriminellen nicht weniger sondern MEHR Konsumenten abgezogen.

      • Besserwisser sagt:

        So, beruhigt euch mal wieder…
        Die “Antonia Rados” von RTL, die ist wirklich “Kriegsberichterstatterin”, und hat sich auch damals aus dem Irak-Krieg gemeldet…, auch unter “Gefahr” ihres Lebens. / So habe ich das seinerzeit empfunden und stehe mit meiner Meinung auch dahinter…

        Lars, in diesem Fall geht es aber nicht grundsätzlich um die “Wahrheit”, sowieso nicht wenn die USA aktuell den Trump als Präsidenten hat… / Ist aber ein anderes Thema!

        ABER du kannst deinen Job mit dessen nicht Job vergleichen, geht nicht, das steht dir im Grunde überhaupt nicht zu!

        Es geht um die korrekten “Kriegberichterstatter” die es wohl gibt bzw. gegeben hat. Das uns im modernen “digitalen ” Zeilalter viele “Fakenews” irgendwo präsentiert und aufgetischt werden, ist allerdings auch nicht von der Hand zu weisen…
        Trotz allem und vor allem grundsätzlich ist dein Vergleich ist nicht angebracht… / Sorry

        PS. Die reine Wahrheit – Gibt es die überhaupt…

        Es gibt immer verschiedene Auffassungen von Recht / Unrecht, sie liegen manchmal um Haaresbreite dicht bei einander, können aber trotzdem im Kontext falsch bewertet, somit sogar fatal falsch interpretiert werden.

        Im Nachhinein gab es so viele “Fehlurteile” mit massiven Folgen, die nicht in ein Buch passen…

      • Alex_Bytes sagt:

        Thumbs up!
        Kann dir nur recht geben Lars! Schaut euch mal den Vortrag von Dr. Udo Ulfkotte ab 1:50min an.
         https://m.youtube.com/watch?v=DKxXzjggC88
        Ein ehemaliger deutscher “Kriegsberichterstatter” der FAZ klärt auf ^^
        Dachte erst das wäre ein Scherz, aber trauriger weise wohl nicht :/ Der Rest vom Vortrag ist geschmackssache…

        Und nach StGB §138 besteht für dich doch auch keine Anzeigepflicht, oder?  Die besteht doch eigentlich nur bei schweren Delikten wie Raub, Mord und so… Also machst du dich mit dem Interview auch nicht strafbar!? Bitte korregieren wenn ich mich irre.

        • Ulfkotte ist jetzt leider kein so super glückliches Beispiel. Der sprach dummerweise auch bei Pegida Demonstrationen und hat lange für den Kopp Verlag gearbeitet. Ihm wurde immer wieder vorgeworfen, rechtspopulistische, islamfeindliche und vor allem verschwörungstheoretische Theorien verbreitet zu haben. Ich habe das nicht weiter verfolgt. Keine Ahnung, ob das stimmt.

          In den ersten viereinhalb Minuten seines Vortrages klingt Ulfkotte aber sehr vernünftig. Tja, wie Schlagzeilen gemacht oder von Nachrichtenagenturen bzw. Medienhäusern verfälscht werden (teils mit, teils ohne Absicht), habe ich selbst hin und wieder erlebt, als ich die Redaktion von gulli.com geleitet habe.

          Ich bitte darum, sich endgültig von der Vorstellung zu verabschieden, die Medien seien völlig eigenständig und agieren total unabhängig. Das ist nämlich überhaupt nicht der Fall. Verlage sind sowohl von der Werbung und den Auftraggebern der Werbung, als auch von den Vorlieben ihrer Leser abhängig. Wer keine Schlagzeilen produziert, verkauft deutlich weniger Zeitschriften oder wird auch online weniger gelesen, ist leider einfach so. Im Internet und bei den sozialen Netzwerken funktionieren Aufreger am besten. Da hat sich leider in den letzten 20 Jahren sehr viel zum Nachteil verändert.

  8. Mutti sagt:

    Wie alt seit ihr eigentlich?

  9. hansmariajosef sagt:

    Wie wird das Geld gewaschen? bzw. wie bekommt ihr es “sauber” zu euch damit Ihr es nutzen könnt?

  10. Mutti von Fillie sagt:

    Die richtigen Fragen würdet ihr sowieso nicht beantworten und ausweichen.
    Was soll das alles also? Was bezweckt ihr denn dann damit, wenn ihr nur dämliche Fragen noch dämlicher beantwortet?
    Habt ihr zu viel Zeit? Langeweile? Einsam? Macht Geld doch nicht glücklich?^^

  11. David sagt:

    Wie wascht ihr das Geld, sodass ihr es im Real Life wieder ausgeben könnt?
    Versteuert ihr die Einnahmen legal an eurem Wohnsitz (z.B. Deutschland) und habt ihr dafür eine Frontcompany als Gewerbe angemeldet?
    Wie vermeidet ihr das das Finanzamt auf euch aufmerksam wird bei derart hohen Einnahmen? (auch Thema Hartz IV)

  12. Alex_Bytes sagt:

    Konsumiert ihr Drogen?

  13. Petra K. sagt:

    Ein paar Fragen:

    Habt ihr eigentlich den Respekt vor diesem System komplett verloren?
    Gibt es keine Ermittlergruppe, vor dem ihr Angst habt, daß sie euch mal ins Gefängnis bringen könnte?
    Würde euch das überhaupt was ausmachen, oder seid ihr so abgebrüht, daß bei euren Einnahmen auch ein paar Jahre Knast nicht weiter schlimm wären?

    • Bernd sagt:

      Ein wenig schmunzeln musste ich schon, auch wenn das sicherlich nicht deine Absicht gewesen ist. :)

      In diesen Fakeshops werden in der Regel teure Markenklamotten, hübsche Turnschuhe, Sonnenbrillen, Unterhaltungselektronik und sonstiges Zeug “angeboten”, welches kein Mensch zum Leben braucht. Kurzum: Lifestyleprodukte. Lifestyleprodukte die zum Großteil unter widrigen Bedingungen hergestellt werden, die davon leben das Menschen ausgebeutet und deren Gesundheit mit Füßen getreten wird. Ohne dieses System wäre das alles nicht möglich. ;)

      Bevor du also das nächste mal im Internet “Respekt vor diesem System” einforderst, stell dich doch mal vor die nächste Primark-Filliale oder den nächsten Apple-Store in deiner Nähe und frag die mit Plastiktüten beladenen System-Respektierer ob sie den Respekt vor der Menschheit komplett verloren haben.

  14. Sven sagt:

    Gibt es Fakeshop-Frameworks/Kits ähnlich wie bei Phishingseiten?

    Was verdient man an einem Fakeshop?

    Wie lange dauert es, bis die Seite down genommen wird?

  15. Name sagt:

    Habt ihr das Gefühl, dass es schwieriger oder einfacher wird als Fake-Shop anbieter?
    Machen die Zahlungsanbieter was um euch die Arbeit zu erschweren? Werden die “Kunden” immer klüger und erkennen Fake-Shops?

  16. Die Frage nach dem möglichen Aufenthalt im Gefängnis oder dem Gewissen, haben wir jetzt schon mehr als 1x gehabt. Lasst Euch bitte mal etwas Neues einfallen, ansonsten werde ich die Fragen auch löschen, danke!

  17. Wiesel sagt:

    Wenn Ihr (Tarnkappe) diese, oder ein Teil der Verbrecher kennt, sie aber nicht bloßstellt…. Seid Ihr dann nicht genau so schlimm? Nur so ein Gedanke….

    • Ein Kriegsberichterstatter ist auch nicht automatisch ein Kriegsverbrecher. Dann wären alle Journalisten im Krieg schuldig im Sinne der Anklage. Diese moralische Frage ist schwierig zu beantworten, finde ich. Wir kennen die Identität nicht und ehrlich gesagt, ich habe auch nie versucht, sie zu kennen. Wer so etwas tut, hat sich wahrscheinlich gut genug gegen solche Recherchen abgesichert.

  18. DaFreak sagt:

    Wurdet ihr selbst schon im Internet verarscht oder wie kommt man dazu, Scharlatan zu werden?

    Mit Ausreden wie “die Menschen sollen endlich mal ihren Verstand gebrauchen” kann man jedes Sozialverbrechen rechtfertigen. Warum dann nicht gleich Drogendealer werden…?

  19. Besserwisser sagt:

    Auch ein “Besserwisser” hat paar Fragen, obwohl ICH die Antworten schon alle kenne…

    1. Macht es Spass, Geld zu kassieren und das ohne jeden Gegenleistung?
    2. Kann mann da noch ruhigen Gewissens bei schlafen?
    3. Ihr nimmt oft Domain-Namen die mal “bekannt” waren, aber nicht unbedingt was mit dem Artikel zu tun haben….,
    fällt das den Leuten nicht auf, oder sind wegen des Preises “blind”?
    4. Kann mann sagen ob überwiegende Frauen oder Männer darauf hereinfallen?
    5. Weiterhin, auf welche Zielgruppe habt ihr es “Altermäßig” abgesehen?
    5b Wie lang kann mann ein “Shop-Namen” verwenden, um nicht gefasst zu werden, irgendann muss ja wohl
    ein kritischer Punkt erreicht sein, um es Nett zu sagen?
    6. Ist die Lieblingsszahl von meinen Mentor den großen und einzigartigen Pennywise!
    7. Spürt ihr “Verfolger” hinter euch, kann nicht jeden Moment die Polizei bei euch anklopfen?

    PS. Besonders gut finde ich auch nicht das ein solches “Interview” stattfindet.
    ABER, wenn mann schon mal die Möglichkeit hat zu fragen…

    Anmerkung: Jeder halbwegs intelligente USER lässt sich doch nicht über die
    Preise ködern, oder? Das einige da in Vorkasse gehen, oder nicht mal
    ein wenig “nach googlen” ist mir total Unverständlich. Da muss mann manchmal
    zwangsläufig “denken”, selber Schuld.
    ABER ist nur die Meinung eines unbescholtenen Bürgers eurer Stadt.

  20. wolf sagt:

    Frage: Weiß eure Familie, euer Partner bzw. eure Kinder, das Papa ein skrupeloser Betrüger Ist?

  21. Martin R. per Facebook sagt:

    Interviews mit Verbrechern zu führen finde ich jetzt nicht wirklich prickelnd, um es mal milde auszudrücken. Dann könnt ihr auch gleich Interviews mit Hütchenspielern und Drückerkolonnen führen.

  22. ArmageddonNow...Please sagt:

    Ich hab noch nie nen echten Fake-Shop gesehen. :P
    Was mache ich falsch?

  23. MoneyMaker sagt:

    wieviel Netto bleibt euch so durchschnittlich im Monat übrig.
    – 50k

    Nach Abzug aller Kosten für Betreiben der Shops, Wartung, Support, Läufer, Auscashgebühren usw. ?
    – Läufer fällt aus, Auscash über private Exchanger (Bitcoin), Support mit Bots, Betreiben teils mit Bots, Kosten ca. 200-500€ pro Shop

    Und wie lange am Tag seid ihr damit beschäftigt?
    Also für ein Profi Fakeshop Betrieber ist es eher wie ein 8h job (normale Bürojob Zeiten), oder eher 4h oder mehr oder weniger full-time wie Selbstständige Einzekämpfer?
    – 3-4h

    Mit was habt ihr angefangen im Fraud Bereich oder kommt ihr aus ganz anderen Bereichen wie drug vending im danknet bzw. Drogenverkauf im RL?
    – Recherche

    Geht ihr noch legal arbeiten?
    – ne

    Und was für einen schulischen bzw. Ausbildungs / Studienhintergrund habt ihr?
    – Eigenbildung

    Denke mal da sind eher gut ausgebildete Leute dahinter.
    – nicht unbedingt

    Warum geht ihr nicht einem normalen Bürojob etc. nach?
    – warum sollten wir

  24. Bitte: Fragen stellen und keine Kommentare schreiben. Steht ganz klar im Artikel, dass FRAGEN gestellt werden sollen. Bitte auch noch keine Antworten zu einzelnen Fragen schreiben, das machen wir dann gesammelt im eigentlichen Interview. ;-)

  25. fraudsters.is sagt:

    Das Interview wird ja schon in der Szene beachtet: fraudsters.is/index.php?thread/47897-interview-mit-betreibern-von-fakeshops/&postID=288116#post288116

  26. Era sagt:

    Was mich ja mal intersieren würde. wäre, von welchem Land man da aus operiert. Und warum mann, wenn man so etwas dauf hat, nicht im legalen Segment aebeitet und sein Geld in einem erlichen Beruf verdient.

  27. Herrmann Fraudler sagt:

    wieviel nett0 bleibt pro Monat übrig?

    Tägliche Arbeitszeit in h (durchschnittlich)

  28. Herrmann Frauenarsch sagt:

    wieviel Netto bleibt euch so durchschnittlich im Monat übrig. Nach Abzug aller Kosten für Betreiben der Shops, Wartung, Support, Läufer, Auscashgebühren usw. ? Und wie lange am Tag seid ihr damit beschäftigt? Also für ein Profi Fakeshop Betrieber ist es eher wie ein 8h job (normale Bürojob Zeiten), oder eher 4h oder mehr oder weniger full-time wie Selbstständige Einzekämpfer?

    Mit was habt ihr angefangen im Fraud Bereich oder kommt ihr aus ganz anderen Bereichen wie drug vending im danknet bzw. Drogenverkauf im RL?

    Geht ihr noch legal arbeiten?

    Und was für einen schulischen bzw. Ausbildungs / Studienhintergrund habt ihr? Denke mal da sind eher gut ausgebildete Leute dahinter. Warum geht ihr nicht einem normalen Bürojob etc. nach?

  29. Herrmann Fraudler sagt:

    wieviel Netto bleibt euch so durchschnittlich im Monat übrig. Nach Abzug aller Kosten für Betreiben der Shops, Wartung, Support, Läufer, Auscashgebühren usw. ? Und wie lange am Tag seid ihr damit beschäftigt? Also für ein Profi Fakeshop Betrieber ist es eher wie ein 8h job (normale Bürojob Zeiten), oder eher 4h oder mehr oder weniger full-time wie Selbstständige Einzekämpfer?

    Mit was habt ihr angefangen im Fraud Bereich oder kommt ihr aus ganz anderen Bereichen wie drug vending im danknet bzw. Drogenverkauf im RL?

    Geht ihr noch legal arbeiten?

    Und was für einen schulischen bzw. Ausbildungs / Studienhintergrund habt ihr? Denke mal da sind eher gut ausgebildete Leute dahinter. Warum geht ihr nicht einem normalen Bürojob etc. nach?

  30. Interviewpartner sagt:

    Da kommen ja schon viele Fragen zusammen. Wir freuen uns alles ausführlich zu beantworten.

  31. Anonymous sagt:

    Habt Ihr keine Angst vor den Cybercrime Abteilungen der Polizei?
    Jetzt wo die keine Honeypots wie Ebookspender mehr zum hochnehmen haben, scheinen die sich ja auf wirkliche Kriminelle (siehe als Beispiel die Erfolge bei den Darknetshops) zu konzentrieren.

    • Anonymous sagt:

      Es waren nie mehr oder weniger Erfolge, es scheint nur so weil Cybercrime immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rückt.
      Was ich seit Jahren beobachte und äußerst faszinierend finde, sind die Bustwellen die anrollen wenn es gegen Ende des Jahres geht, während es Anfang und Mitte des Jahres relativ ruhig ist.

  32. Ronny sagt:

    Mich würde ja mal interessieren, woher sie die Konten beziehen, auf das das Geld eingeht. Und wie sie dann an das Geld kommen.

    • Interviewpartner sagt:

      Das ist ganz einfach. Partner die wir über das Darknet kennen, stellen uns Konten, welche über Läufer (Meist Penner oder Junkies) mit falschen Ausweisen und Gewerbeanmeldungen erstellt werden.

  33. So, zwei Kommentare wurden gerade von mir gelöscht. Wer nicht hören oder lesen kann, muss halt damit klar kommen, dass sie/er die Kommentare umsonst geschrieben hat.

  34. Rentnergang sagt:

    Wie fühlt ihr Euch dabei, ahnungslosen Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen?

    • Interviewpartner sagt:

      Da es vollautomatisiert geschieht, sind es nur Zahlen für uns. Da werden aus einem Namen einfach mal 799,99€. Die Menschen sollen endlich mal ihren Verstand gebrauchen und nicht immer allem und jenem glauben, nur weil es seriös aufgemacht wurde. Fangen wir mal bei den Medien an. Solange Menschen sich dermaßen naiv anstellen, werden wir das auch weiter betreiben. Ausserdem verkaufen wir nur unnützen Technik- und Lifestylekram.

  35. Julius Tietze sagt:

    Wie hat alles begonnen? Habt ihr schon damit für das restliche Leben ausgesorgt? Was haltet ihr von den Szene-Boards wie Crimenetwork? Wie erklärt ihr euren Freunden/Familie wovon ihr lebt bzw. führt ihr eine Art Doppelleben?

  36. Franz Friedrich sagt:

    Warum habt ihr euch entschlossen, an diesem Interview teilzunehmen, obwohl es ja ‘geschäftsschädigend’ ist? Was denkt ihr selber über eure Shops (aus moralischer Sicht)? Wurdet ihr schon einmal ‘geschnappt’?

  37. Windelfaker sagt:

    Ja, ja, die Produkte des täglichen Bedarfs. Ich kenne einen Windelfakeshop, der hatte 250k eingespült. Die Preise waren unter der magischen Grenze, wo eine Strafverfolgung in Erwägung gezogen wird. Sprich 40 Euronen pro angebotenem Produkt. Es geht also auch ganz anders. Warum macht ihr sowas nicht?

  38. Marek Meier sagt:

    Da ja bis jetzt niemand gefragt hat, fange ich an.

    Arbeit ihr mit RL-IDs (Ausweise/Pässe), z.b. von Personen aus Drittländern als Tschechien, Polen etc. und erstellt auf diese die Konten, sowie eine Gewerbeanmeldung für den Onlinehandel zur Erhöhung der Seriosität?

    Erstellt oder nutzt ihr vorgefillte (zuvor gefüllte) Businesskonten zur Erhöhung des Umcashvolumens, bevor die Konten down gehen?

    Nutzt ihr klassische Läufer? Oder wickelt ihr das alles über Kryptobörsen wie z.b. Bitcoin.de mit “gefakten” business -oder privaten Fidor-Konten ab?

    Da ich den deutschen Markt für Fake-Shops gut kenne: Warum verkauft ihr (und Eure Wettbewerber auch) ausgerechnet Artikel, die das Risiko einer Strafverfolgung exponentiell erhöhen, anstatt vermehrt Artikel des täglichen Bedarf in großer Stückzahl zu verkaufen, bei denen eine Anzeige der VICs (Opfer) relativ unwahrscheinlich wäre, sowie eine Strafverfolgung von geringem öffentlichen Interesse?

    Wieso besitzt ihr als Fakeshop-Betreiber nicht die Möglichkeit, großflächig Paypal für Eure Kunden einzusetzen, obwohl es technisch möglich als auch realisierbar wäre?

    Warum verwenden die deutschen Fake-Shop-Anbieter im Allgemeinen zumeist keine deutschen Gewerbeanmeldungen, obwohl es gefakte (nachgemachte) gibt und diese Eure Seriosität massiv erhöhen würden?

    Warum macht ihr (bzw. Eure Konkurrenten) häufig solche Amateurfehler, wie ein fehlendes Impressum, keinen telefonischen Kundensupport? Das Impressum wäre schnell gemacht. Auch wäre über ein Dienstleister eine Hotline möglich, die absolut legal wäre – oder etwa nicht?

    • Interviewpartner sagt:

      Dein letzter Satz geht wohl häufig auf die Kappe der Amateure im Geschäft. Unsere Shops sehen teilweise besser aus als echte Onlineshops. Natürlich nutzen wir auch Warteschleifen, Email und Livesupport. Die meisten Leute fallen darauf rein.

      Wenn man das beruflich gemacht hat, fällt einem das nicht besonders Schwer.

      • Marek Meier sagt:

        Ich spreche nicht von den absoluten Profishops, sondern von denen von den “normalen” Fraudsters. Ich kenne selber welche mit ägyptischen Callcentern, die besser aussehen und besseren Support haben als richtige. Es dient ja lediglich darum um damit Zeit zu kaufen, um das Geld weg zu kriegen

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