hide.me wirbt mit einer Preisgarantie, ihrem No-Logs-Versprechen und dem kurzfristig gültigen Sommerdeal für 2.59 Euro netto pro Monat.
Kann man einem VPN-Anbieter eigentlich noch vertrauen?
Der VPN-Markt leidet seit Jahren unter einem massiven Vertrauensproblem. Die Anbieter versprechen maximale Anonymität, eine strikte No-Logs-Politik und absolute Transparenz. Gleichzeitig häufen sich Berichte über fragwürdige Datensammlungen, intransparente Firmenkonstruktionen und Marketingversprechen, die einer genaueren Prüfung oft nicht standhalten. Manche nutzen für ihre Apps gleich mehrere Tracker, die so gut wie alles mitschneiden, was der Nutzer ansurft. Und oft genug mussten prominente Vertreter im Nachhinein einräumen, dass sie Daten ihrer Nutzer an die Behörden weitergegeben haben. Jetzt kommt hide.me mit einer Preisgarantie und einem neuen Sommerangebot* um die Ecke.
Der VPN-Anbieter hide.me versucht ausgerechnet jetzt, sich mit einem ungewöhnlichen Versprechen von der Konkurrenz abzugrenzen. Im Rahmen der aktuellen Sommeraktion bietet das Unternehmen seinen Zwei-Jahres-Tarif inklusive drei Bonusmonaten für umgerechnet 2,59 Euro netto pro Monat an*. Interessanter als der Rabatt selbst ist jedoch die sogenannte Preisgarantie: Kunden sollen ihren Tarif auch nach Ablauf der ersten Vertragslaufzeit zum identischen Preis und für die gleiche Laufzeit verlängern können.
In einer Branche, in der viele Anbieter mit aggressiven Lockangeboten werben und die Preise nach der ersten Vertragsperiode deutlich erhöhen, wäre das tatsächlich eine bemerkenswerte Ausnahme. War haben uns das Ganze einmal genauer angesehen.
Wer oder was steckt eigentlich hinter hide.me?
hide.me gehört zur malaysischen eVenture Ltd. und ist bereits seit dem Jahr 2012 am Markt aktiv. Der Firmensitz befindet sich in Labuan in Malaysia, einem Standort, den das Unternehmen regelmäßig als datenschutzfreundliche Jurisdiktion hervorhebt. Malaysia verfügt über keine gesetzlichen Pflichten zur Vorratsdatenspeicherung (VDS) für VPN-Anbieter, was hide.me seit Jahren als wichtigen Vorteil gegenüber Konkurrenten in Europa oder Nordamerika vermarktet. In Deutschland will die Bundesregierung die VDS auch wieder einführen, diesmal aber kürzer und weniger umfangreich. Andere Anbieter geben zwar einen Briefkasten weit außerhalb Europas an. Doch bei näherer Betrachtung findet man eine Firmenkonstruktion innerhalb unserer Nachbarländer, weswegen man aller Wahrscheinlichkeit nach an das gültige EU-Recht gebunden ist. Das betrifft insbesondere die Weitergabe von Nutzerdaten an Strafermittlungsbehörden und Geheimdienste!
Innerhalb der VPN-Szene gilt hide.me nicht als Newcomer, sondern als etablierter Anbieter mit einer vergleichsweise langen Historie. Während viele VPN-Dienste in den vergangenen Jahren den Besitzer wechselten oder von größeren Konzernen übernommen wurden, operiert hide.me weiterhin unter derselben Unternehmensstruktur.
No Logs: Marketing oder Realität?
Günstig zu sein und eine Preisgarantie anzubieten, wird vielen alleine nicht reichen. Die wichtigste Frage lautet nicht, wo ein VPN-Anbieter sitzt, sondern ob er tatsächlich keine Nutzerdaten speichert. Der Betreiber von hide.me verweist dabei auf mehrere unabhängige Audits seiner Infrastruktur. Nach Angaben des Unternehmens wurde bereits 2015 eine externe Überprüfung der No-Logs-Politik durchgeführt. Spätere Audits bestätigten laut den Prüfern erneut, dass keine Aktivitätsprotokolle gespeichert werden und keine technischen Auffälligkeiten festgestellt wurden, die die Privatsphäre der Nutzer gefährden könnten. Das heißt, man antwortet auf behördliche Anfragen und teilt mit, es gebe keine Daten, die man preisgeben könnte.
Das unterscheidet hide.me von zahlreichen kleineren VPN-Anbietern, die ihre Datenschutzversprechen ausschließlich über Marketingtexte belegen. Allerdings sollte man auch solche Audits nicht mit einer Garantie verwechseln. Sie bestätigen lediglich den Zustand zum Zeitpunkt der Prüfung. Das ist so gesehen eine Momentaufnahme. Eine dauerhafte technische Kontrolle findet nicht statt. Das gilt übrigens für nahezu alle VPN-Dienste der Branche.
Transparenzberichte statt Blindflug
Ein weiterer Punkt, mit dem hide.me regelmäßig wirbt, sind seine Transparenzberichte. Darin veröffentlicht das Unternehmen Angaben zu Behördenanfragen, Beschwerden und anderen Auskunftsersuchen. Der jüngste Bericht für 2025 zeigte erneut, dass laut Anbieter keine Kundendaten herausgegeben wurden, weil entsprechende Verbindungsprotokolle nicht vorhanden seien.
Solche Transparenzberichte sind in der VPN-Branche längst zu einem wichtigen Vertrauensinstrument geworden. Allerdings basieren sie naturgemäß auf den Angaben der Anbieter selbst. Die Informationen kann man von außen nicht überprüfen.
Die VPN-Branche hat ein Glaubwürdigkeitsproblem
Die aktuelle Werbeoffensive* plus Preisgarantie von hide.me fällt in eine Zeit, in der die gesamte VPN-Branche unter zunehmender Beobachtung steht. Untersuchungen zeigten zuletzt, dass zahlreiche VPN-Apps grundlegende Transparenzstandards nicht erfüllen. Experten kritisieren insbesondere unklare Eigentumsverhältnisse, fehlende Audits und unzureichende Informationen über die technische Infrastruktur. Von gleich mehreren Trackern, die man bei manchen mobilen Apps mit eingebunden hat, einmal ganz zu schweigen.
Genau deshalb versuchen seriösere Anbieter verstärkt, ihre Datenschutzversprechen durch externe Prüfungen, Transparenzberichte und Mitgliedschaften in Brancheninitiativen zu untermauern. hide.me gehört beispielsweise zur VPN Trust Initiative (VTI), einem Zusammenschluss von VPN-Anbietern innerhalb der Internet-Branchenorganisation i2Coalition. Ziel ist die Förderung gemeinsamer Standards für Transparenz und Datenschutz.
Der Sommerdeal 2026* im Einzelnen
Worum geht es beim sogenannten Hero Deal, der ab heute läuft? Bezahle* 2.59 Euro netto monatlich für zwei Jahre und bekomme drei Monate geschenkt! Das sind netto 69.99 Euro. 💰 Wie man sich die Mehrwertsteuer „sparen“ kann, haben wir ja bereits in einem anderen Beitrag ausgeführt. Hinweis: Im Sinne des Finanzministers oder der Finanzämter ist das natürlich nicht! Von daher dürfen wir solche Tipps eigentlich gar nicht veröffentlichen.
Das Abonnement* für ein Jahr hide.me kostet monatlich 4.58 Euro netto. 💰 Vorab werden somit 54.99 Euro netto fällig. Wichtig: geschenkte Monate gibt es nur beim mehrjährigen Abo.
Ein einzelner Monat schlägt mit 11.99 Euro netto zu Buche.
Sichere Dir jetzt das Angebot*, Preisgarantie inklusive!
Wichtig: Die Abonnements verlängern sich jeweils zum gleichen Preis und mit derselben Laufzeit. Es gibt hierbei natürlich keine versteckten Kosten. Im Gegensatz zu manchen prominenten Anbietern existieren hier auch keine unerwarteten Preiserhöhungen, wenn man vergisst rechtzeitig zu kündigen. hide.me steht für vollständige Transparenz. Wegen der Fairness und positiven Tests, die wir immer wieder durchgeführt haben, unterstützen wir diesen Anbieter konsequent seit Jahren! Außerdem gibt es sehr viele positive Bewertungen bei Trustpilot.
Unser Fazit zum Thema hide.me
Die Sommeraktion von hide.me ist ausnahmsweise nicht wegen des Rabatts interessant. Spannender ist die angekündigte Preisgarantie, die in der VPN-Branche tatsächlich eher ungewöhnlich erscheint.
Wer auf der Suche nach einem VPN-Anbieter ist, sollte sich jedoch nicht allein von Sonderangeboten oder Marketingversprechen leiten lassen. Entscheidend bleiben nachvollziehbare Audits, transparente Unternehmensstrukturen und eine möglichst lange Historie ohne Datenschutzskandale.
hide.me kann in diesen Bereichen durchaus einige Pluspunkte vorweisen. Trotzdem gilt auch hier die alte Regel der IT-Sicherheit: Vertrauen ist gut, technische Überprüfbarkeit ist besser. Denn am Ende kauft man bei einem VPN nicht nur Bandbreite oder einen anderen Standort für Netflix. Man vertraut einem Unternehmen den gesamten eigenen Internetverkehr an. Alle Verbindungsdaten verbleiben dann nicht mehr beim Internet-Anbieter, sondern beim VPN-Provider.
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