Apache OpenOffice 4.1.8 behebt schwerwiegende Sicherheitslücke

Von Apache OpenOffice gibt es eine neue Version. Darin behebt man kritische Sicherheitslücken. Nutzer sollten bald ein Update durchführen.

Apache OpenOffice 4.1.8 behebt schwerwiegende Sicherheitslücke

Das kostenlose Office-Paket Apache OpenOffice hat eine neue Version veröffentlicht. Darin behebt man mehrere Fehler sowie mindestens eine kritische Sicherheitslücke. Nutzer sollten ihre Software im eigenen Interesse zeitnah updaten.


Die Liste der behobenen Bugs ist lang

Die OpenOffice Community hat gestern früh ein Update ihrer beliebten Office Bürosuite veröffentlicht. Apache OpenOffice 4.1.8 ist eine sogenannte Wartungsversion, die diverse wichtige Fehlerbehebungen enthält. Man rät allen Nutzern, zeitnah auf OOo V. 4.1.8 upzudaten. Die aktuelle Version kann man für alle gängigen Betriebssysteme von hier herunterladen. Kostenlos, versteht sich!

Laut den Release Notes ist die Liste der behobenen Bugs lang. Zuvor gab es beispielsweise Probleme beim Einfügen von dib-Bilddateien in Dokumente, bei der Verbindung mit dem Bilderdienst MediaWiki in den Optionen, gelegentliche Abstürze beim Export von PDF-Dateien und Fehlermeldungen beim Öffnen Passwort-geschützter Dokumente, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Noch wichtiger: Eine Schwachstelle erlaubte das Ausführen lokaler Anwendungen über Hyperlinks in entsprechend präparierten Dokumenten. In der aktuellen Version haben die Entwickler diese Sicherheitslücke behoben. Zudem liefert sie einige aktualisierte Wörterbücher und verbesserte Übersetzungen in vielen verschiedene Sprachen.


LibreOffice vs. OpenOffice: Spaltung der Community schädlich für alle!

Das Problem: Als sich vor etwa zehn Jahren die Programmierteams aufgeteilt haben, sind zahlreiche wichtige Coder zu LibreOffice gegangen und gingen Apache somit verloren. Der Fork (die Abspaltung der Software) hat dem Projekt, also der Erstellung einer kostenlosen Alternative zu Microsoft Office, deutlich geschadet. Über den Kleinkrieg in der Open Source Community wird sich das Redmonder Unternehmen wahrscheinlich am meisten gefreut haben, hält es doch alle kostenlosen und quelloffenen Alternativen im Zaun.

Dazu kommen wahrlich unverschämte Aufforderungen der Document Foundation, man solle OpenOffice doch lieber gleich ganz einstampfen. Dann würden endlich mehr Menschen davon erfahren, dass sie ihre Präsentation, ihren Brief u.v.m. mit LibreOffice erstellen können. Tatsächlich kann die OOo-Alternative viele Updates und neue Features seit der Spaltung vorweisen. Bei Apache hatte sich die Entwicklung in den letzten Jahren merklich verlangsamt. Über mehr als sechs Jahre lang erfolgten keine Updates mehr bei Apache OpenOffice, die innovative Funktionen eingeführt hätten. Seit der Veröffentlichung des ersten Quellcodes vor über 20 Jahren ist das Projekt merklich ins Stocken geraten.

LibreOffice vs. OpenOffice

Im hauseigenen Blog ging die Apache Software Foundation anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums auf den Zankapfel nicht weiter ein. Bei Twitter wurde man hingegen sehr deutlich (siehe Tweet oben). Wenn man bei LibreOffice ernsthaft an einer Zusammenarbeit interessiert sei, solle man die eigenen Lizenzen so gestalten, dass jeder den Code des anderen benutzen darf. Von Anfang an hat sich LibreOffice umfangreich bei OOo bedient. Die hingegen dürfen das schon länger nicht mehr.

Tarnkappe.info

Über den Autor

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.