Amazon-Patent: Drohne ermittelt Warenbedarf bei Kunden

Mit dem Patent 9,714,089 unter der Bezeichnung „Trigger Agents in Video Streams from Drones“ hat Amazon sich die Idee für eine neue Technik patentieren lassen: Eine Drohne wird mit einer Videokamera ausgerüstet. Sobald diese die Lieferadresse erreicht hat, sondiert sie die Umgebung. Der Stream wird in eine Zentrale übermittelt und dort ausgewertet. Daraufhin werden dem Kunden Angebote unterbreitet durch Amazon, die exakt auf seine Bedürfnisse zugeschnitten sind. Datenschützer dürften von einem solchen Szenario beunruhigt sein.

Demnach umkreist eine Drohne den Lieferort, macht Videoaufnahmen von den Örtlichkleiten, stellt eventuelle Mängel fest, wie das Fehlen von Dachschindeln auf einem Haus oder sie bemerkt, der Rasen müsse gemäht werden. Genau da würde der Kunde dann nicht nur entsprechende Produktangebote, wie Vorschläge für einen Rasenmäher, sondern auch Serviceangebote zum Reparieren des Daches von Amazon erhalten, die sich genau mit seinem Bedarf decken würden.


Zwar betont Amazon in dem Patent, dass sie die Privatsphäre der Nutzer dabei respektieren wollen und nur die Grundstücke jener Kunden auszuwerten, die das zulassen und entsprechend eingewilligt haben, jedoch kann niemand wirklich prüfen, was mit den Daten passiert, die in die Amazon-Zentrale eingehen. Ähnlich wie bei den Daten von Amazon Echo u.ä. muss der Nutzer darauf vertrauen, dass Amazon die Auswertungen auch tatsächlich nur intern verwendet und diese nicht missbraucht.

Grafik aus dem Patent zu dem geplanten Vorgehen: Nach dem Scanvorgang soll der Nutzer eine Nachricht in der App oder im Browser erhalten und bekommt dort Angebote aufgelistet.

Bildquelle: josemiguels, thx! (CC0 Public Domain)

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