alluc.ee schließt seine Pforten

Der deutsche Betreiber der Film-Suchmaschine alluc.ee schließt nach 13 Jahren die Pforten. Dort waren nach eigenen Angaben rund 80 Millionen Streaming-Links von mehr als 700 Streaming-Hostern verzeichnet. Für die Macher war es nun nach so vielen Jahren an der Zeit, sich mit anderen Dingen zu beschäftigen.

Der Eigentümer der ALUCEE Ltd. soll aus dem Raum Hamburg stammen und wirft nach über einer Milliarde Suchanfragen nach Filmen und TV-Serien nun das Handtuch. Man will sich künftig lieber auf andere Projekte konzentrieren, heißt es. Das Team sieht noch immer Chancen auf eine zensurfreie Suche im Internet und hofft, jemand anderes wird schon bald die entstandene Lücke im Netz schließen.

Die Gründe für das Aus sollen keiner monetären Natur sein. Es sei jetzt schlichtweg nach 13 Jahren Fulltime-Job alluc.ee an der Zeit, mit anderen Dingen weiterzumachen, sagte einer der Betreiber den Kollegen von TorrentFreak. Die Film-Suchmaschine war derart populär, dass sie sogar im Februar 2017 nach einem Gerichtsbeschluss in Australien blockiert werden musste.

pron.tvMan bezeichnete sich selbst stets als unzensierte Suchmaschine für Streaming-Links und sah sich nicht als Online-Piraten. Die Technik hinter der Suchmaschine wird bei pron.tv, einer sehr ähnlich aussehenden Seite für Erwachsenen-Unterhaltung fortgesetzt. Bei alluc.ee wird Ende des Monats endgütig der Stecker gezogen. Bis zu 200 Millionen Seitenzugriffe pro Monat werden dann woanders generiert.

Am anhaltend großen Interesse an Streaming-Angeboten wird das Aus von alluc.ee sicher nichts ändern. Allerdings ist die große Anzahl an Webseiten, die momentan im Graubereich geschlossen werden, sehr auffällig. An dieser Stelle seien nur Scenedownloads.pwBuchpirat.orgFettrap, Kraftwerk.to oder Cannapower genannt, wo seit Wochen nur noch User-Uploads erscheinen.

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

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Ein Kommentar

  1. mauzi sagt:

    Schon gruselig.. wie viele Foren zu machen.. aus welchen Grund auch immer.

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