White House Market akzeptiert keine Bitcoin-Zahlungen mehr

Der Darknet-Marketplace White House Market hat die Unterstützung für Bitcoin-Zahlungen eingestellt und akzeptiert jetzt nur noch Monero.

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White House Market

White House Market stellt ab sofort alle Bitcoin-Zahlungen ein. Der Darknet-Marketplace akzeptiert infolge aktuell nur noch die Kryptowährung Monero, berichtet The Block Crypto.

White House Market erlaubt nur noch Monero

Die Administratoren des Darknet-Marktplatzes gaben an, dass ein Problem in der Zahlungsabwicklung aufgetreten ist. Die Schwierigkeiten mit der Unterstützung von Bitcoin verursachte demgemäß ein Drittanbieter-Service. Allerdings war der vollständige Übergang zu Monero schon immer geplant. White House Market bekundet nun:

„Wir akzeptieren nur Monero zur Zahlung. Bitcoin fehlt die erforderliche Privatsphäre und einige Benutzer wissen nicht, wie oder vernachlässigen die Reinigung ihrer Münzen.“

Bei der Kryptowährung Bitcoin können früheren Transaktionen zurückverfolgt werden. Das heißt, dass jeder Bitcoin, der auf einem Darknet-Marketplace ausgegeben wird, die Identität seines Vorbesitzers preisgeben kann. So verwenden illegale Diensteanbieter Bitcoin-Mixer, um den Transaktionsverlauf zu verschleiern. Als bevorzugtes Zahlungsmittel in Darknet-Marketplaces hätten Kriminelle, gemäß eines Berichts von Bitfury, in diesem Jahr Bitcoins im Wert von rund 1,4 Milliarden Dollar an Bitcoin Mixer geschickt.

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Monero

Im Gegensatz dazu ist Monero hingegen auf Anonymität ausgelegt. Die Währung hat man im April 2014 veröffentlicht. Bei Monero-Zahlungen werden Aufzeichnungen über Transaktionen verschlüsselt abgespeichert. Zudem verschlüsslet man auch die Wallet, die das Monero Guthaben enthält, ebenfalls.

Dank der Verwendung eines verteilten Peer-to-Peer Konsensnetzwerks ist jede Transaktion kryptographisch gesichert. Während man bei Bitcoin sieht, dass Adresse X beispielsweise 10 BTC zu Adresse Y gesendet hat, erkennt man bei Monero zwar auch, dass eine Transaktion erfolgt ist. Allerdings ist nicht ersichtlich, wer wem wieviel überwiesen hat.

Auch in einem Tweet bei Twitter, der dem White House Market zugeschrieben wird, weist man darauf hin, dass der Darknet-Marketplace künftig keine Bitcoin-Zahlungen mehr akzeptieren wird. Den Schritt begründen sie damit, dass Morphtoken, die von ihr verwendete 3rd-Party-Austausch-API, „plötzlich beschlossen hat, den Zugang von Tor-Exit-Nodes zu blockieren. Obwohl dies trivial zu umgehen ist, haben wir beschlossen, ihre Entscheidung zu respektieren und keine Bitcoin Zahlungen mehr durchzuführen.“

Als Erklärung fügten sie hinzu

„Der Bitcoin-Workaround sollte nur dazu dienen, den Übergang zu XMR zu erleichtern, und da wir davon betroffen sind, ist das erledigt, daher akzeptieren wir jetzt nur noch Monero, genau wie geplant.“

Nachdem Empire Market seit dem 21. August offline ist, avancierte White House Market zu einem der größten und aktivsten Darknet-Märkte.

Tarnkappe.info

Antonia ist bereits seit Januar 2016 Autorin bei der Tarnkappe. Eingestiegen ist sie zunächst mit Buch-Rezensionen. Inzwischen schreibt sie bevorzugt über juristische Themen, wie P2P-Fälle, sie greift aber auch andere Netzthemen, wie Cybercrime, auf. Ihre Interessen beziehen sich hauptsächlich auf Literatur.