Spotify: 135 Euro für 1 Mio. abgespielte Songs

Article by · 15. November 2014 ·

lady gaga spotify
Wie das Magazin The Independent berichtet, hat Lady Gaga für 1 Million abgespielte Songs bei Spotify umgerechnet 135 Euro erhalten. Sie wurde für die Ausstrahlung ihres Hits “Poker Face” bezahlt. Der Verband BASCA kritisiert, dass es unter diesen Bedingungen unmöglich sei, den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Spotify wurde ursprünglich als eine Revolution angekündigt. Es sollte ein Zeitalter des legalen Musikstreamings einläuten. Geschäftsführer Daniel Ek will bei Spotify bis zum Ende dieses Jahres 36 Milliarden Musiktitel abspielen. Zum Jahreswechsel ist auch geplant, Spotify in den USA einzuführen. In Deutschland kostet der Dienst 9.99 Euro monatlich, der erste Monat ist kostenlos.

Nun kam das Gerücht auf, Lady Gaga habe kürzlich 108 Britische Pfund für eine Million Plays der Single “Poker Face” erhalten. Vertreter der British Academy of Songwriters, Composers and Authors (BASCA) warnten, unter diesen Bedingungen wäre es für die nächste Generation Künstler unmöglich finanziell über die Runden zu kommen. Wer jetzt mit seiner Karriere startet und nicht mehr über Einnahmen aus besseren Zeiten verfüge, könne mit Musik keine ausreichenden Einnahmen mehr erzielen, glaubt Sprecher Patrick Rackow. BASCA kritisiert insbesondere die mangelnde Transparenz bei der Abrechnung. Spotify lehnt die Veröffentlichung der eigenen Statistiken ab. Niemand weiß, wie oft ein Musikstück dort abgespielt wurde. Auch werden keinerlei Daten über die Bezahlung der Künstler veröffentlicht. Paul Brown von BASCA setzt sich zudem für eine faire Entlohnung der Kreativen ein. Songwriter Barry Mason fragte kürzlich: “Wenn ein Song wie “Deliah” über 130.000 Mal abgespielt werden muss, damit der Künstler den Gegenwert von einer Tasse Kaffee erhält, wie kann man das als fair bezeichnen?

Wer leitet den Piratendienst?

Kürzlich erinnerte der Geschäftsführer von Grooveshark daran, dass der CEO und Gründer von Spotify früher für die Entwicklung des Filesharing-Clients uTorrent verantwortlich war. Im Jahr 2006 wurde Daniel Ek zum Geschäftsführer von uTorrent, später verkaufte er und Mitbegründer Ludvig ‘Ludde’ Strigeus die Firma an die BitTorrent Inc.  Ausgerechnet der Leiter von Spotify hatte seinen Konkurrenten Grooveshark kürzlich als “Piratendienst” bezeichnet.

Übrigens: Im Januar 2012 stellte Grooveshark seinen Dienst in Deutschland ein. Als Grund wurden die unverhältnismäßig hohen Betriebskosten aufgrund der GEMA-Gebühren angegeben.

Bild oben: Philip Nelson, thx!(CC BY-SA 2.0)

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45 Comments

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    mario

    die beleuchteten gullydeckel die ich hier mal angesprochen habe, kamen nicht nur danach bei mario barth, sondern kommen auch nächsten mittwoch bei sternTV.

    also so ganz unrecht hatte ich damit wohl doch nicht. ^^

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    mario

    ahahaha ^^ die gullideckel die ich hier mal angesprochen habe, kamen gerade bei mario barth deckt auf xD geil

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    sma

    1) Laut Wikipedia zahlt Spotify ca. 0,006 Dollar pro Stream aus. Macht bei 1 Mio. Streams also 6.000 Dollar. Wenn Lady Gaga davon nur 135 Euro erhält, hat die gute Dame eher ein Problem mit ihrem Label als mit Spotify.

    2) Spotify erhöht den Bekanntheitsgrad von Künstlern, weil jeder – sogar ohne Abo – sich Songs und Alben von Künstlern anhören kann, von denen man sich niemals eine CD gekauft hätte. Bei Gefallen wird man zum Fan, der dann CDs kauft (wegen dem Booklet und als Sammlerstück), auf Konzerte geht, T-Shirts kauft, etc. Ich habe sogar aus Neugier Helene Fischers aktuelles Album auf Spotify angehört … die CD hätte ich mir nie im Leben gekauft. Ob ich ein Fan geworden bin, verrate ich jetzt nicht ;-)

    3) Streaming ist meiner Meinung nach der effektivste Weg um Piraterie unattraktiv zu machen.

    4) Es gibt auch Berichte, die besagen, dass Spotify in Europa mehr Umsatz macht als iTunes ( http://www.horizont.at/home/digital/detail/spotify-mehr-umsatz-als-itunes-in-europa.html?cHash=3239e83aacdeb0fd3753c6ccfba29481 ). Wenn Labels und Künstler unbefriedgt sind, haben sie halt schlecht verhandelt. Da die meisten Künstler aber auf Spotify zu finden sind, wird das wohl nicht ein Akt von Altruismus sein, sondern aus puren wirtschaftlichen Motiven.

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      Anonymous

      Die meisten Künstler sind auf Spotify, weil Ihnen Bittorrent und andere Piratenportale jahrelang erzählt haben, dass Streaming die Lösung des Piratenproblems sei und ihnen endlich wieder auskömmliche Einkünfte bescheren würde. Pustekuchen.

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        sma

        Laut Spotify werden für Swifts Lieder pro Monat 500.000 Dollar ausgeschüttet ( http://derstandard.at/2000008077315/Taylor-Swifts-Label-Spotify-gibt-falsche-Zahlen-an ). Ich kann mich nur wiederholen. Wenn davon nur ein Bruchteil bei den Künstlern ankommt, haben die Künstler ein Problem mit ihren Labels, nicht mit Spotify.

        Meiner Meinung nach führt kein Weg an Streaming vorbei. Die Contentindustrie soll endlich mit den Streamingdiensten zusammenarbeiten anstelle sie zu denunzieren. Denn die Alternative heißt Musikpiraterie.

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          Anonymous

          Warum reden wir hier eigtl über Megastars wie Swift?
          Und wer ist diese ominöse “Contentindustrie”?
          Und wo kann ich diese Denunziationen finden?
          Wer genau arbeitet nicht mit “den Streamimgdiensten” zusammen?

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            sma

            ad 1) Weil die lauteste Kritik an Spotify von Megastars wie zB Swift und Lady Gaga kommt.

            ad 2) Wikipedia: “Die mit der Vermarktung von Paid Content, also kostenpflichtigen Inhalten beschäftigten Medienunternehmen werden auch als Contentindustrie bezeichnet.”

            ad 3) Kleiner Tipp: Vielleicht hier in diesem Artikel auf Tarnkappe.info vielleicht? ;-) Siehe weiters Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Spotify > Kritik. Auch hier auf Tarnkappe gab’s vor Kurzem einen Artikel über einen deutschen Künstler, der Spotify als den 1-Euro-Shop des Musikbiz kritisierte (weiß nicht mehr wie er Typ heißt).

            ad 4) Spotify hat derzeit “nur” 10 Mio zahlende Kunden. Alle Nicht-Abonennten hören nach ca. 5 Songs eine Werbung (zumeist eine Werbung für das Abo). Die Contentindustrie könnte versuchen große potente Unternehmung zu animieren, auf Spotify Werbung zu schalten (so wie das auch bei Privatradios passiert). Dann könnte mMn Spotify wesentlich höhere Lizenzzahlungen ausschütten.
            Anfangs hatte die Contentindustrie auch großes Misstrauen gegenüber iTunes, bis sie dann erkannte, dass iTunes – neben den CD-Verkäufen – eine hervorragende Melkkuh ist.

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      mario

      also mal eine ganz blöde frage… kenne mich damit nicht aus…youtube ist ja nicht aufgelistet (erklärt sich von selbst)… also wenn die gaga jetzt einen youtube account hätte als partner, dürfte sie da all ihre musikvideos veröffentlichen und für die klicks dann geld kassieren? oder müsste die dann auch wieder so viel geld abdrücken?

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    floxyz

    Hier stehen zB ganz ander Zahlen: http://diepresse.com/home/tech/4594178/MusikStreaming_Wie-viele-Horer-man-braucht-um-100-Euro-zu-verdienen

    23905 Listens für 100€…

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    bbumm

    Interessant, dass hieer wieder genau diejenigen “diskutieren” die überhaupt nicht gefragt sind, weil sie nicht zwischen den Zeilen lesen können, unreflektiert sind und nicht nachdenken, bevor sie was schreiben.

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    bbumm

    Das sind die wahren Verbrcher. Ich kenne einige Musiker, die genau das so extrem frustriert. Nicht nur, dass man wegen Spotify und co kaum noch bekannt wird, es macht auch alles gleich und zu einem reinen Konsumgut. Warum sonst gibt es nur noch Spießer Kids? Genau so verhindert man Revolutionen, genau deshalb sind die alle so ängstlich und angepasst und genau deshalb gibt es eigentlich keine (neuen) Subkulturen mehr, außer Hippster und frustrierte Asoziale (ich stecke die mal alle in einen Sack).

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    machtnix

    So what? Keiner hindert Lady Gaga (oder irgendeinen anderen Künstler) daran, einen eigenen Streamingdienst aufzuziehen und den dann statt 9,99 EUR 30 oder 40 EUR nehmen zu lassen. Der Preis wird durch den Markt bestimmt es ist eben kein Markt für teuere Musik da.

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      tarnkappe

      Klar, mit der gleichen Logik könnte ich von dir fordern ab morgen für lau arbeiten zu gehen, weil es für diese Tätigkeit halt einfach kein Geld mehr gibt.

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        machtnix

        Was hat das damit zu tun? Wenn es irgendwann keinen Markt mehr für die Arbeit gibt, die ich leiste, wird mir ganz bestimmt keiner zur Hilfe kommen und mein veraltetes Geschäftsmodell retten. Egal, muss ich eben anders Geld verdienen.
        Man kann doch jetzt nicht hergehen und alles schützen was irgendjemandem Geld einbringt. Wir leben in einer Marktwirtschaft und der Preis wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Und wenn jemand mit einem Vertriebsweg unzufrieden ist, soll er den Vertriebsweg einfach nicht nutzen.
        Vor Jahren hatte ich mal meine Software über irgendeinen Verlag, Name fällt mir nicht mehr ein und ich glaub den gibt es auch heute gar nicht mehr, vertreiben lassen. Die haben die Software jedenfalls genommen, ein Layout für CD-Cover gemacht, die Software in die Läden gebracht usw. Ich hab damals von den irgendwas um 20 EUR Kaufpreis irgendwas um 1,60 EUR pro verkaufter Software bekommen. Leben konnte ich davon definitiv nicht. Hab ein, zwei Jahre so um die 5.000 EUR p. a. überwiesen bekommen und das war es dann. Danach hab ich die Software wieder selbst vertrieben und weniger umgesetzt. Irgendwann hab ich dann aufgehört zu programmieren, weil sowas im semiprofessionellen Bereich keinen Sinn macht und ich auch irgendwie keine Bock mehr hatte.
        Es ist einfach wie es ist. Viele Geschäftsmodelle lohnen nicht mehr. Kleine Lebensmittelläden, bestimmte Handwerksberufe etc. pp. Die hat auch keiner durch irgendwas gerettet. Die Zeiten ändern sich eben. Auch für Künstler.

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          Anonymous

          Ein Markt, der durch illegale Kostenlosangebote unterlaufen wird, kann gar nicht funktionieren. Was wäre wenn Dein Chef einen Weg finden würde, sich Dein Arbeitsergebnis illegal anzueignen?

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            machtnix

            Erstens hab ich gar keinen Chef und zweitens ist es ja wohl Aufgabe desjenigen, der mit einer Sache Geschäfte machen will, diese Sache auch zu schützen.
            Ich erwarte auch nicht, dass mein Fahrrad, dass ich am Hauptbahnhof unangeschlossen hinstelle, von einem Polizisten bewacht wird, der am besten noch Tag und Nacht neben eben diesem Fahrrad steht, damit es nicht geklaut wird.
            Also hypothetisch… hätte ich einen Chef, der sich mein Arbeitsergebnis illegal anzueignen versuchen würde, würde ich innerhalb der mir gegebenen Möglichkeiten versuchen mir Recht zu verschaffen. Mit meinem imaginären Chef habe ich aber einen Vertrag und er ist persönlich bekannt, muss nicht erst aufwändig ermittelt werden, womöglich noch unter Missachtung oder zumindest Infragestellung meiner Grundrechte. Nein, dieses Beispiel fruchtet nicht, wie andere Beispiele auch nicht.
            Irgendwann war meine Software auch mal Bestandteil des Angebots der gulli Börse. Ich habe damals eine Mail an den Moderator geschrieben, dass jetzt nun nach 3 Tagen alle ihren Spaß gehabt haben, dass jetzt nun Schluss sein könne und schließlich dass die Software nun wirklich nicht teuer ist, dass sie sich nicht jeder leisten könne. Ich habe daraus, weil dieser Moderator meine Mail wie ich sie geschrieben hatte im entsprechenden Angebotsthread gepostet hat, rundweg positive Reaktionen bekommen und auch zahlende Kunden.
            Was ich damit sagen will, man behandelt seine Kunden -auch die, die nicht zahlen- nicht wie Feinde. Man umwirbt sie und appelliert an ihre Anständigkeit. Das bringt erheblich mehr als irgendwelche Jugendlichen zu kriminalisieren.

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    mario

    kann mir jemand das ‘zahlungssystem’ genauer erklären? bin nicht so gut in englisch.
    aber steht da nicht, für 1000 klicks gibt es zwischen 2 und 6 dollar?

    http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/music/features/a-tight-spotify-is-there-a-better-way-to-make-music-streaming-sites-pay-8294714.html?origin=internalSearch

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      mario

      danke für diese ausführliche antwort. und ja, diese passagen habe ich gemeint. :)

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      Jolly_AM

      Die Verwertungsgesellschaften zahlen an die Urheber aus. Z. B. GEMA.
      Ausführender Künstler und Autor können, müssen aber nicht identisch sein.
      Der ausführende Künster wird daneben auch noch Leistungsschutzrechte haben und über Leistungsschutzrechteverwertung bezahlt. In Deutschland GVL.

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      tarnkappe

      Spotify schüttete demnach nur 0,5 Cent pro Stream aus, das ist aber abhängig vom Vertrag. Von dem halben Cent geht aber wieder nur ein gewisser Anteil an den Künstler selbst.

      Die Zahlen gehen aber wirklich auseinander, stimmt. Rund 24.000 Mal muss ein Song auf Spotify gehört werden, um 100 Euro abzuwerfen. Um
      100 Euro zu verdienen, müsste ein Musiker also nur knapp 14 Alben auf iTunes verkaufen. Nicht viel anders dürfte es auch bei verkauften haptischen Werken (Audio-CDs) aussehen.

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        Zer0

        In meinen Augen werden die sogenannten Sammler (Also Leute die ein Album physikalisch besitzen wollen) die Alben der Künstler kaufen unabhängig von Spotify & Co. Dienste wie Spotify bieten in meinen Augen nur einen zusätzlichen Verdienst, da die Raubpiraten, die sich ansonsten ein Album illegal organisieren vielleicht eher auf Spotify anhören. Ich nutze Spotify überall, daheim, Mobil, im Auto (Über mein Smartphone), im Büro und wo auch immer ich kann.Ich höre vereinzelte Tracks diverser Künstler und habe überaschenderweise auch viele neue Künstler für mich entdeckt (Wo dann auch die eine oder andere Limitierte CD gekauft wurde). Für die meisten Tracks würde ich mir kein vereinzeltes Album kaufen oder über ITunes beziehen. Die meisten Künstler die ich höre, würde ich wahrscheinlich ohne Spotify nichtmal hören. Klar ist der Verdienst pro Stream sehr gering, aber die Masse macht es doch mal wieder. Da kann doch Spotify nichts dafür, dass dann Verlage sich nochmal den Löwenanteil nehmen. Das obliegt allein dem Vertrag zwischen Künstler und Verlag. Momentan versucht die Industrie auf Zwang und Krampf die damaligen Goldenen Jahre beizubehalten auf Kosten des Fortschritts, das ist halt ein großer Fehler. Ich würde mir gerne mehr Dienste wie Spotify wünschen aber ich weiß auch das dies auf andere Plattformen nicht einfach umsetzbar ist. Ich könnte mich beispielsweise mit dem Gedanken anfreunden, einen festen Betrag Spiele für meine Konsole zu beziehen. Dies kann natürlich auch einen limitierten Rahmen haben, beispielsweise eine maximale Spieldauer verbunden mit einem Rabatt beim Kauf des Physikalischem Datenträgers. Ich denke anstatt zu jammern das man die eigenen Taschen nicht voll bekommt und die breite Masse ja so unverschämt ist (Die bösen Raubkopierer) sollte man schauen ein entsprechendes Angebot zu schaffen, was den Reiz sodermaßen reduziert, das es schon fast Dummheit ist darüber nachzudenken. Hätten wir solche Dienstleistungen, würde mich auch eine deutlich strengere Bestrafung der Industriepiraten nicht stören. Es würde mich nicht stören, wenn jemand für das Downloaden eines E-Books 1000€ Strafe zahlt, wenn es ein Angebot gäbe wo ich a) Bücher probelesen kann (Die ersten 10 Seiten oder so) und b) für einen festen Preis monatlich eine begrenzte Anzahl an Büchern lesen könnte (und wenns nur 2 – 3 Bücher, oder 5-10 Comics für nen 10er sind).

        Wenn ich ein Buch dann wirklich physikalisch haben will kaufe ich es mir sowieso..

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          Anonymous

          Es ist ein bisschen kurzsichtig, immer auf die Musikproduzenten (Labels) einzudreschen, als ob diese keine Eigenleistung erbringen würden und daher auch keine Bezahlung verdienten. Wer sich ernsthaft informieren möchte, kann ja mal hier anfangen: http://de.wikipedia.org/wiki/Musikproduzent
          Im Übrigen besteht die Welt nicht nur aus fetten Major-Labels, sondern zunehmend aus kleinen engagierten Indies, die bei ihren Produktionen ein hohes finanzielles Risiko eingehen, da ja nie im vorhinein klar ist, ob ein produzierter Künstler von der Öffentlichkeit auch angenommen wird. Dieses Wagnis muss (übrigens nicht nur in der Musik- sondern auch in jeder anderen Kreativindustrie) refinanziert werden. Dies läuft z.B. auch über hausinterne Querfinanzierung, bei der die eine Cash-Cow ein Dutzend kleinerer Act mitfinanziert. Piraterie und das damit verbundene Versagen des Marktes führen zu einem sukzessiven Austrocknen der Industrie. Wenn man diese Entwicklung konsequent zu Ende denkt besteht der Kreativmarkt dann irgendwann aus einem vergleichsweise kleinen Haufen Hobbykünstlern. Man kann die Entwicklung im Buchmarkt (Stichwort Indie-Autoren bei Amazon) ja schon beobachten.
          Finanzintensivere Branchen wie die Filmindustrie mit ihren Megaproduktionen sind unter solchen Bedingungen gleich gar nicht mehr denkbar.
          Die Zeiten, wo die Piraterieszene mal eine idealistische Befreiungsbewegung war, die sich vor allem gegen gierige Megakonzerne richtete, sind lange vorbei. Heute hilft die Piraterieszene Spotify & Co. die Forderungen der Künstler niedrig zu halten, weil man jedes mal, wenn die Künstler jammern ja immer mit der Null-Euro-Konkurrenz drohen kann.

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    Tim Lange

    Gilt die Summe für jeden oder bekommen Indie Künstler mehr?

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      Anonymous

      Warum sollten Indie-Künstler mehr bekommen, also Megastars? Wenn dann ja wohl eher umgekehrt, weil letztere stärkere Verhandlungsmacht haben. Spotify würde bestimmt eine Schippe drauf legen, um Taylor Swift zurück zu bekommen.

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    mario

    oh, die arme gaga. irgendwie tut die mir so gar nicht leid. vielleicht liegt’s einfach nur an ihrer art, oder nur an ihrer visage. so richtig erkannt habe ich das noch nicht.
    ist die eigentlich youtube partner? wenn nicht, dann sollte sie das mal in erwägung ziehen. da ist alles etwas tranzparenter und bezahlen tun die auch besser.
    bei spotify 135 € für eine million klicks/plays.
    youtube etwa 800-1000 euro für eine million klicks.
    (habe ich mal gelesen – youtube macht dazu aber keine angaben)

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      tarnkappe

      Ja, die Lady ist jetzt nicht gerade als notleidend zu betrachten. ;-) Aber grundsätzlich ist es schon wahr, dass die Musiker bei den Beteiligungen nicht mehr davon leben können.

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        mario

        du, ich habe hier auch nicht gerade einen ferrari vor der tür stehen.

        die zeiten sind hart. und das wird noch viel schlimmer werden.

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          Anonymous

          Schon mal darüber nachgedacht, dass die Musiker beim Verhandeln schlechte Karten haben, wenn im Hintergrund ein 0 Euro-Angebot winkt?
          Und bei solchen Vergütung von Ferrari vor der Tür zu reden grenzt an Zynismus.

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            mario

            wieso sollte im hintergrund ein 0 euro-angebot winken?
            wer gute musik macht, der findet immer alternativen.
            es grenzt ja schon an zynismus deinerseits, zu behaupten, jeder musiker muss den erstbesten vertrag unterschreiben!

            oder wie ist das zu verstehen?

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            Anonymous

            Achso. Spotify bringt illegale Angebote zum Verschwinden?! Genau!!! Merkt man ja.
            Und wer nicht auf Spotify ist, dem wird dann wieder von der Scene vorgeworfen, er sei nicht auf allen Kanälen verfügbar.

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            mario

            lass einfach gut sein…

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        machtnix

        Dann leben Musiker halt nicht mehr von ihrem Beruf. Die Zeiten ändern sich und die Musik wird nicht aussterben, weil man von Musik allein nicht mehr leben kann.

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          Anonymous

          Nein. Sie wird einfach nur weniger und schlechter werden, wie alle Systeme, die ich von Profi auf Amateur umstelle.

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            machtnix

            Es gibt schon heute hervorragende Amateurmusik und schlechte Profimusik. Gerade der Einheitsbrei von Lady Gaga & Co. kann mir gestohlen bleiben ;)
            Insofern hätte ich zumindest kein Problem mit dem Verschwinden der ‘Profimusik’.

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        opus_nocturne

        Kommt darauf an, wie man lebt. Vielleicht kann man sich keinen Privatjet mehr leisten und auch die Villa fällt mal kleiner aus. Aber solange Konzertkarten noch 200 EUR kosten können, werden Gaga & co nicht am Hungertuch nagen

        Jetzt mal ernsthaft: Lieber den Spatz in der Hand als die Taube aufm Dach.
        Spotify zahlt immerhin für ihre Musik, auch wenn es für eine millionenschwere Person nicht gerade viel ist. Wenns den Dienst nicht gäbe, gäbs gar nix für sie. Zudem gibts zuhauf Musiker, die ihr Hobby zum Beruf machen und damit auch leben können, nur halt bescheidener. Viele (kleinere) Musiker haben auch erkannt, dass das grosse Geld durch Konzerte verdient werden muss. Denn auch bei einer CD für 20 EUR sieht der Interpret, wenn er Glück hat, ca 1 EUR. Meist weniger.

        Das ist genau das, was falsch läuft. Eine Industrie/Lobby, die sich daran gewöhnt hat, Millionen zu scheffeln indem man (zu) hohe Preise ansetzt und dann jammert, wenn man sich der Zeit anpassen soll. Die sollen Musik machen, weils ihnen Spass macht und es sollte ihnen auch ohne Millionen aufm Konto Spass machen (pragmatisch gesagt)

        Jetzt ist die Musikindustrie dran, die Filmindustrie wird folgen und ich HOFFE, dass diese Fussballkultur auch mal wieder ihre Grenzen findet. Da werden Millionengehälter gezahlt, nur dass einer ein anderes T-Shirt trägt und 90min aufm Rasen rumrennt. Es ist schon lange nicht mehr verhältnismässig.
        Wissenschaftler, die versuchen die Welt zu verbessern (Energiewende, Sicherheit (ohne Überwachung), etc etc) haben kein Budget und kommen nicht vom Fleck aufgrund mangelnder Finanzierung und nebendran werden zig neue Stadien gebaut und Leute draufgeschickt, die zum Teil dümmer als ein Stück Brot sind, aber einem Ball nachrennen können.
        Diese Konstellationen gibt es zu Hauf, und das sollte sich ändern. Popkünstler müssen sich damit abfinden, dass ihre Platinzeit vorbei ist, und sie sich nun mit Gold begnügen müssen ;) . Ich kann den Quatsch sowieso nicht anhören, klingt alles gleich und über die Texte will ich gar nicht erst reden.

        Just my 2 cents

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          mario

          du hast nicht unrecht mit dem was du sagst. ich kann das auch verstehen. nur was fussballvereine für fussballer zahlen (und durch werbung millionen einnehmen), und was der staat an subventionen und fördergelder für wissenschaftler locker macht, sind zwei verschiedene paar schuhe.
          und wenn neue stadien gebaut werden, werden diese ja meist (will mich da aber nicht zu weit aus dem fenster lehnen) von investoren finanziert. können fussballvereine sein, privatpersonen, kredikinstitute etc.
          der staat/die kommune beteiligt sich bei neubauten soweit ich weiß nur bei den infrastrukturen, sprich straßenausbau usw.

          aber im prinzip hast du schon recht. in vielen fällen wird viel zu viel geld verschwendet, was an anderen stellen echt besser aufgehoben wäre.

          nur mal ein beispiel: für den 10 jährigen flug zum kometen, deren landung und forschung, hat jeder europäer ca. 3,- € bezahlt.
          also ich finde das eine verdammt gute investition – die sich auch lohnt!
          (wobei – das kann man erst nachher sagen^^)

          jetzt kann man mal gucken wo der staat/die kommune so geld verschwendet. z.b. mehrere 10.000 euro für beleuchtete gullideckel oder so. :P
          was noch nichtmal gut aussieht…

          oder fangen an eine brücke zu bauen für mehrere millionen, die nie fertiggestellt wird und dann unter denkmalschutz gestellt wird.
          also hier muss man ganz klar sagen, dass solches geld an leute gegeben werden sollte, die verdammt nochmal auch wissen was sie damit tun und wie sie es einsetzen! z.b. forschung – aber wenn’s geht hier auf der erde.
          wir könnten so viel besser machen, so viele probleme in den griff kriegen, nur leider gibt es gewisse menschen, die nur ans geld denken. und das sind leider die, die zu viel macht haben. deswegen wird sich da so schnell nichts ändern.

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            opus_nocturne

            Stimmt, sind verschiedene paar Schuhe, mea culpa. Ich sehe diese und ähnliche Probleme einfach immer wieder und habe da aus Fahrlässigkeit schlecht differenziert.
            Ich habe einfach angenommen, wenn da ein zb “Münchner Olympia Stadion” hingestellt wird, dass da die zumindest die Stadt München die Finger (oder Geldbeutel) drin hat.
            Was aber der Fall ist, sind die riesigen Polizeiaufgebote, die für ein Fussballspiel nötig sind. Nur weil Team A verloren hat, müssen sie die Anhänger des Teams B verkloppen. Ja ne, is klar. Und dafür zahlt dann der Bürger.

            Sinnlose Ausgaben des Staates gibt es zu Hauf (diese Gullideckel klingen echt bescheuert), aber kann man hier und da auch verkraften. Aber die Dimensionen sind langsam zu schlimm geworden.
            Ich habe mal eine Aufstellung der Budgetverteilung gesehen, und die Wissenschaft/Bildung war von den Subventionen her weit abgeschlagen auf dem vorletzten Platz. Das hat mich geschockt. Labern ständig von neuer Technologie und Energiewende aber tun fast nichts dafür. Ausser man kann den Bürger ausspionieren. Weil wir ja alle Terroristen sind.

            Anstatt zum hundertsten Mal den Verbrennungsmotor zu überarbeiten oder Millionenteure Ölbohrungen zu finanzieren, wie wärs mit effizienterer Elektrotechnologie? Wasserstoffmotore -kraftwerke? Solartechnologie? Es gibt so viele Möglichkeiten, aber die “Forschung ist zu teuer”.

            Ach ich schweife ab…

            Zurück zum Thema:
            Die Rosetta-Mission ist ziemlich sicher eine geniale Investition gewesen, denn bis jetzt hat die Weltraumtechnik fast immer etwas für den normalen Bürger abgeworfen. Sei es Motoren, GPS (ursprünglich Militär, aber ohne Raumfahrt keine Sateliten), etc

            Fussballvereine (und auch anscheinend Stadien etc) sind zwar von Privatorganisationen finanziert, aber anstatt 20 Millionen pro Jahr für Gehälter raushauen, könnte man 10 Millionen doch sinnvoll anlegen. Aber bitte nicht immer Afrika etc. Klar, die Bevölkerung da hats zu grossteilen nicht grade leicht, aber unsere Gelder verlaufen oft im Sande und die verschiedenen Regierungen wollen sich auch nicht helfen lassen. Warum dann nicht zusehen, dass unsere Probleme bewältigt werden können.

            Sumasumarum, ich bin deiner Meinung. Wir sollten das evtl nicht mehr so sehr offtopic ausführen, eigentlich gehts ja um Spotify :D

          • comment-avatar

            mario

            “Sinnlose Ausgaben des Staates gibt es zu Hauf (diese Gullideckel klingen
            echt bescheuert), aber kann man hier und da auch verkraften.”

            jeder baut mal scheiße. kann sich keiner von freisprechen. fehler passieren, und man muss auch nicht alles verurteilen.
            klar kann man das eine oder andere verkraften – das gehört dazu.

            nur irgendwann macht es die summe.
            und irgendwann kommt man an einen punkt, da ist diese ganze verschwendung kein “unfall” mehr, sondern nur noch fahrlässigkeit, ignoranz und dummheit!
            würden diese “entscheidungsträger” etwas mehr verstand haben… ne, ich fange nochmal an. würde es bei den “entscheidungsträgern” um ihr eigenes geld gehen, wären uns viele peinlichkeiten und vieles an verschwendung erspart geblieben.

            BER ist da jetzt ein gutes beispiel. lässt sich mit dem o.g. am besten erklären.

            afrika? ich weiß nicht wieso das immer wieder erwähnt wird.
            (doch, ich weiß es)
            aber wenn man da wirklich etwas ändern/verbessern will, dann sollten wir uns alle mal an die eigene nase fassen.
            geld oder klamotten spenden ist ABSOLUT FALSCH!!!! ich weiß wie das klingt, aber das sage ich mit bestem wissen und gewissen!
            es gibt leute, die bereichern sich an euren spenden!
            wenn wir etwas DA ändern wollen, müssen WIR HIER etwas ändern.
            und das ist die verschissene geldgeilheit!
            wir fischen deren meere leer, vernichten dort arbeitsplätze und somit tausende, abertausende existenzen!
            wir geben der regierung da millionen, dass wir dort fischen dürfen!
            geld, was einfach nicht bei den menschen dort ankommt, die es brauchen!
            wir spenden klamotten, die da zu spottpreisen verhöckert werden.
            was auch wiederum tausende von arbeitsplätzen in der textilbranche kostet, und auch wieder abertausenden menschen die existenz raubt!
            unsere schokoladenhersteller machen millionen oder milliarden euro umsätze, versprechen immer sich gegen die kinderarbeit dort einzusätzen und den ‘erwachsenen’ mehr geld zu bezahlen! das ist alles nur geschwätz und scheiße laberei! es hat sich so gut wie nichts da geändert!

            man könnte jahrelang so weitermachen. auch was unsere waffenexporte nach dort angeht.

            wir gehen militärisch gegen die piraten da vor. was soll die scheiße? ich kann die menschen da verstehen die das machen!

            wir, die industriestaaten sind deren problem.

            aber hast recht, das schweift zu sehr ab.

            ich wollte nur sagen, dass lobbyismus ein großes problem ist. und das dürfte in der musikbranche wohl nicht sehr viel anders sein.

            und ottomotoren mit einer effizienz von über 80 %, bei gleicher leistung und weniger verbrauch, wurde schon vor etlichen jahren entwickelt.
            ich glaube das war ford.
            das patent wurde aufgekauft und man hat nie wieder was davon gehört.
            und man munkelt, dass die ölindustrie da ganz schön mitgemischt hat.
            und nicht nur die, sondern noch andere, die der meinung waren und immer noch sind, dass sowas nicht wirtschaftlich ist.
            (gut, ist es auch nicht. aber lieber rumheucheln wir müssten mehr für die umwelt tun – und dann diese ganze erneuerbare energie – die wer nochmal bezahlt? oh scheiße, das bezahlen ja wir!)

            tut mir leid, bei sowas werde ich schnell emotional. und ich weiß, dass das alles andere als professionell ist.

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          Anonymous

          Bevor Du weiter so einen Schwachfug verbreitest, solltest Du lieber mal bei der Künstlersozialkasse das Durchschnittseinkommen eines deutschen Künstlers recherchieren.

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    OvO

    Naja der Künstler oder das Label können die Musik des Künstlers doch entfernen lassen. Die Vergütung ist natürlich zu kritisieren aber ich würde da einfach meine Konsequenzen draus ziehen. Entweder lenkt Spotify ein oder sie gehen iwann Pleite.

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      Anonymous

      You. Cool. Und dann gehen die Kids wieder bei Börse und Co saugen. Ist doch alles Skylla und Charybdis.

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        OvO

        Laber nicht son Mist. Die Leute die sich das Zeug laden tun es sowieso. Ob die Börsen+MyGully off sind oder nicht interessiert doch keine Sau. Interessant ist nur wie und warum um sich gegen diese Fälle zu wappnen. Glaub man nicht das die beiden Seiten irgendeine Relevanz haben. Gibt noch genug andere + Usenet + torrentz + youtube ..und da steigen auch die Kids hinter. Zumindest die, die Google bedienen können.

        Und die Leute die sich dsa Zeug legal besorgen wollen werden es auch weiterhin tun. Und da gibt es zu Spotify auch ein Sammelsorium anf günstigen und weniger günstigen Alternativen.

        Das wird an der Einstellung und den Wertegefühlen der Leute überhaupt nichts ändern. Und diese entscheidet ob legal oder illegal.

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          Anonymous

          Ich weiß nicht, auf wen oder was Du hier antwortest. Wenn auf mich, ist es völlig am Thema vorbei (Unsinn ist es nebenbei auch: Über legal oder illegal entscheidet der Staat, nicht derjenige der sich illegal verhält und “die Leute” (TM) gibt es nicht).
          Meine Aussage war, dass die Behauptung, die Künstler seien ja auch frei, sich gegen Spotify & Co. zu entscheiden, außer Acht lässt, dass ihnen ja die illegalen 0 Euro Angebote im Nacken sitzen. Das sagt übrigens ganz unverblümt auch der CEO von Spotify selbst: http://torrentfreak.com/spotify-reminded-of-utorrent-past-after-branding-grooveshark-pirates-141112/
          Also unter dem Strich: “Komm zu uns, oder Du wirst geklaut.”
          Super Verhandlungsposition. /sarkasmus

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            OvO

            Über legal oder illegal entscheidet der Staat”

            Das ist klar aber darum gehts nicht. Wie man sich verhält entscheidet der User. Und jemand der sich illegal verhält wird dabei bleiben genauso wie jemand der sich legal verhält. Das ist keine Sache des Geldes (dazu sind ide Beträge zu gering) oder der popuärsten Möglichkeiten sondern der Einstellung bzw. der inneren kriminellen Energie wie man es so schön ausdrückt. Das der CEO dazu sagt interessiert herzlich wenig. Das ist PR sonst nichts und nur die Wenigsten sind dadurch noch beeinflussbar (wenn man alle Altersgruppen miteinbezieht).

            Wenn du jetzt einen Schritt weiter denkst siehst du vllt auch das es deine “Kritik” genau auf den Punkt trifft und widerlegt. Wobei ich da bei dir die Hoffnung eh schon aufgegeben habe…


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