Spotify: 135 Britische Pfund für eine Mio. abgespielte Songs

Wie das Magazin The Independent berichtet, hat Lady Gaga für 1 Million abgespielte Songs bei Spotify umgerechnet 135 Euro erhalten.

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Wie das Magazin The Independent berichtet, hat Lady Gaga für 1 Million abgespielte Songs bei Spotify umgerechnet 135 Euro erhalten. Sie wurde für die Ausstrahlung ihres Hits „Poker Face“ bezahlt. Der Verband BASCA kritisiert, dass es unter diesen Bedingungen unmöglich sei, den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Spotify wurde ursprünglich als eine Revolution angekündigt. Es sollte ein Zeitalter des legalen Musikstreamings einläuten. Geschäftsführer Daniel Ek will bei Spotify bis zum Ende dieses Jahres 36 Milliarden Musiktitel abspielen. Zum Jahreswechsel ist auch geplant, Spotify in den USA einzuführen. In Deutschland kostet der Dienst 9.99 Euro monatlich, der erste Monat ist kostenlos.


Spotify zahlte 135 Britische Pfund für eine Million abgespielte Songs

Nun kam das Gerücht auf, Lady Gaga habe kürzlich 108 Britische Pfund für eine Million Plays der Single „Poker Face“ erhalten. Vertreter der British Academy of Songwriters, Composers and Authors (BASCA) warnten, unter diesen Bedingungen wäre es für die nächste Generation Künstler unmöglich finanziell über die Runden zu kommen. Wer jetzt mit seiner Karriere startet und nicht mehr über Einnahmen aus besseren Zeiten verfüge, könne mit Musik keine ausreichenden Einnahmen mehr erzielen, glaubt Sprecher Patrick Rackow.

BASCA kritisiert insbesondere die mangelnde Transparenz bei der Abrechnung. Spotify lehnt die Veröffentlichung der eigenen Statistiken ab. Niemand weiß, wie oft Spotify ein Musikstück abgespielt hat. Auch veröffentlicht der Dienst keinerlei Daten über die Bezahlung der Künstler. Paul Brown von BASCA setzt sich zudem für eine faire Entlohnung der Kreativen ein. Songwriter Barry Mason fragte kürzlich: „Wenn ein Song wie „Deliah“ über 130.000 Mal abgespielt werden muss, damit der Künstler den Gegenwert von einer Tasse Kaffee erhält, wie kann man das als fair bezeichnen?

Wer leitet den Piratendienst?

Kürzlich erinnerte der Geschäftsführer von Grooveshark daran, dass der CEO und Gründer von Spotify früher für die Entwicklung des Filesharing-Clients uTorrent verantwortlich war. Im Jahr 2006 wurde Daniel Ek zum Geschäftsführer von uTorrent, später verkaufte er und Mitbegründer Ludvig ‚Ludde‘ Strigeus die Firma an die BitTorrent Inc.  Ausgerechnet der Leiter von Spotify hatte seinen Konkurrenten Grooveshark kürzlich als „Piratendienst“ bezeichnet.

Grooveshark gab auf

Übrigens: Im Januar 2012 stellte Grooveshark seinen Dienst in Deutschland ein. Als Grund wurden die unverhältnismäßig hohen Betriebskosten aufgrund der GEMA-Gebühren angegeben.

Tarnkappe.info

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.