Serienjunkies.io lockt seine Besucher in die Abofalle!

Finger weg! Serienjunkies.io ist lediglich ein Klon des Originals, wo man den Besuchern hochpreisige Abos für Usenet.nl anzudrehen versucht.

attention keep away Markus Spiske
Beitragsbild Markus Spiske, thx! (Unsplash License)

Finger weg! Teure Monatsgebühren bei Usenet.nl statt irgendwelcher Download-Links: Serienjunkies.io ist lediglich ein Klon des Originals. Man will damit die Nutzer in die Irre führen, um ihnen überteuerte Usenet-Abos anzudrehen!

Serienjunkies.io ist Abzocke in Reinkultur

Serienjunkies.io ist total nutzlos! Die Macher haben schlichtweg den Inhalt von Serienjunkies übernommen, um davon zu profitieren. Den Besuchern gaukelt man vor, angeblich brauche man eine „Serienjunkies App“, um die Seite weiterhin nutzen zu können. Egal was oder bei welchem Filehoster man etwas herunterladen will, erscheint die Mitteilung, dass jegliche Downloads angeblich „aus Sicherheitsgründen“ nur noch über die hauseigene App verfügbar seien.

Den Nutzern gaukelt man zudem vor, man brauche nun keine Premium-Accounts mehr bei einem der verfügbaren One-Click-Hoster. Man könne jetzt alles direkt über die eigene Software herunterladen. Einzige Voraussetzung dafür sei das Anlegen des „gratis Accounts“, doch der ist nicht für lange Zeit gratis.

Netzsperren seien auch kein Hindernis mehr, weil ein VPN-Anbieter mit in der App integriert sei. Ob SpyOff mit drin ist, spielt letztlich keine Rolle. Die Abzocke funktioniert ja sowieso nur, so lange es genug Dumme gibt, die sich auf der nicht gesperrten Seite einfinden. Warum sollte ein Rechteinhaber ernsthaft eine Netzsperre anstrengen, wenn bei der fraglichen Seite gar keine Werke verfügbar sind?!?

serienjunkies.io screenshot

Geld regiert die Welt

Das Ganze ist von vorne bis hinten totaler Schwachsinn! Mit dem Original hat Serienjunkies.io bis auf die geklauten Texte sowieso nichts gemeinsam. Man kennt die Masche schon von Cannapower, wo mit ähnlichen Mitteln die Nutzer in die Irre geführt werden sollen. Den Betreibern des Imitats geht es jeweils nur darum, den Anschein zu erwecken, man sei auf der richtigen Seite, um von deren Bekanntheitsgrad und Seriösität zu profitieren. Früher oder später gibt es wahrscheinlich von jedem großen Vertreter einen Klon, mutmaßt JanaMaria bei uns im Forum. Stimmt, denn Geld regiert die Welt.

Letztlich geht es nur darum die Leute dazu zu bewegen, die Software von Usenet.nl zu installieren und dabei die eigenen Daten anzugeben, damit darüber das Inkasso laufen kann. Vielleicht auch weil dieser Usenet-Provider so hochpreisig ist, zahlt er eine entsprechend hohe Provision pro vermitteltem Account. Die Nutzung der App von Usenet.nl ist nämlich nur in den ersten 14 Tagen kostenlos.

Wer nicht früh genug kündigt, bei dem entstehen bei monatlicher Abbuchung (Abo-Modell Compact) Kosten in Höhe von jeweils 13,99€ für jeweils 30 Tage. Bei der jährlichen Abbuchung (Paket Relax), bei dem man 99,96€ bezahlen muss, kostet die Nutzung pro Monat immer noch satte 8,33 EUR. Verglichen mit den meisten anderen Usenet-Providern ohne eigene Software ist das viel zu viel.


Nicht nur Konkurrenz belebt das Geschäft…

serienjunkies

Lisa bei den Serienjunkies.

Ohne Werbung machen zu wollen, aber bei xlned.com startet der preiswerteste Tarif bei lächerlichen € 2.24/Monat. Selbst bei einer Geschwindigkeit von bis zu 120 Mbit pro Sekunde zahlt man dort weniger als acht EUR im Monat. Man muss sich bei XLned auch nicht für ein Jahr verpflichten. Verhältnismäßig geschützt bezahlen per PaysafeCard oder Kryptowährung kann man ebenfalls. Daneben gibt es noch viele andere Usenet-Anbieter, die ähnlich günstig sind und die sich über weitere Kunden aus Deutschland freuen würden.

Wie man sieht: Nicht nur Konkurrenz belebt das Geschäft, auch Abzocke-Seiten wie Serienjunkies.io oder CannaPower.be können ihren Teil zum Umsatz beitragen. Das funktioniert natürlich nur so lange, wie der Beworbene diese hinterlistige Taktik toleriert…

Tarnkappe.info

Über den Autor

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.